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News zu Between The Buried And Me
Reviews von Between The Buried And Me
Between The Buried And Me
The Parallax: Hypersleep Dialogues [EP]
Alternative, Melodic Death Metal, Progressive
6 von 7 Punkten
"Freischwimmer"
Between The Buried And Me
The Great Misdirect
Melodic Death Metal, Metalcore, Progressive
5 von 7 Punkten
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Between The Buried And Me
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"Klangwelten jenseits jeden Tellerrandes!"
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"Bitte den Verstand am Eingang abgeben..."
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Overdose & Overdrive
Crust, Heavy Metal, Rock'n'Roll
4.5 von 7 Punkten
"[...] if you're ready for the boobs and sex and weed [...]"
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"Klangwelten jenseits unserer Galaxie" | ||||||||||||||||||
| Es gibt hin und wieder Scheiben, die gleichen einer wahnwitzigen Achterbahnfahrt. Man steigt kaum etwas ahnend in den bequemen Sitz, fährt gemächlich die erste Steigung hinauf und entspannt sich merklich, ehe die Hölle über einen hereinbricht. Plötzlich beschleunigt der Wagen auf Mach drei, schlängelt sich um die verzweigtesten Kurven, bietet hochgefährliche Loopings und zeigt dabei herrlich schöne Landschaften im wechselnden Sekundentakt, die man so schnell gar nicht erfassen kann. Nachdem man wankend wieder die Füße auf die Erde setzt und das Gehirn komplett auf links gedreht wurde, hat man nur einen Wunsch: Gleich nochmal! So ungefähr kann man sich die ersten Durchgänge des neuen Albums der amerikanischen Progger BETWEEN THE BURIED AND ME vorstellen, dass nicht nur namentlich an die direkte Vorgänger-EP „The Parallax I“ anknüpft. Es gibt statt drei ganze fünf Monster, die sich der Zehn-Minuten-Marke annehmen und übertreffen, der Rest der 72 Minuten wird mit atmosphärischen Zwischenspielen oder Songs im „Hitformat“ gefüllt. Nun standen BTBAM bislang mit Sicherheit für alles bis auf leicht verdauliche Kost, doch dieses Mal übertreffen sie ihr gewohntes Level an Wahnsinn. QUEENeske Interludien, Verneigung vor dem Prog-Rock vergangener Dekaden, obligatorische Jazz-Anteile, heftige Mathcore/Melodeath-Ausbrüche, hochkomplizierte Gitarren-Leads, ein Haufen an Genre-fremder Instrumente und eine gute Portion Chaos ergeben das süchtig machende Prog-Potpourrie, das mit seinen ausladenden Details auch nach zehnfachen Durchhören nicht annähernd seinen Zenit überschritten hat. Der Kontrast zwischen träumerischen Höhenflügen, verspielten Metal-Intermezzi und explosiven Gewaltausbrüchen entwickelt im Verlauf der Spielzeit ein unglaubliches Maß an Dynamik, das den geneigten Hörer – mit etwas Muße ausgestattet – in seinen Band ziehen wird. Die komplexen Rhythmen, die ständigen 180°-Wendungen und die verschachtelten Strukturen verlangen selbst den etwas geübteren Hartwurst-Fans einiges ab, wenn jedoch der Winamp-Zähler bei spätestens drei oder vier angekommen ist, kann man den ersten Gehirn-Schock ablegen und sich voll und ganz auf das Konzeptalbum einstellen. Während zu Beginn die einzelnen Fragmente nahtlos aneinanderhängen zu scheinen, kann man mit fortschreitender Erfahrung das imposante Mosaik nachvollziehen und das sehr gute Songwriting in den Einzelheiten und im Gesamtwerk entdecken. Der Kleber für die individuellen Bausteine bildet das Science-Fiction-Thema, das sich im Artwork und den Texten niederschlägt. Die Geschichte aus der EP wird auf dem Longplayer fortgesetzt und die Musik hat stets eine etwas nachhallende Weltraum-Atmosphäre, ohne auch nur den kleinsten Ansatz von Penetranz aufzuzeigen. Tommy Rogers am Mikro ist das bindende Glied dazwischen, der mit hohen Klargesang und harten Growls/Shouts die Musik zu jedem Zeitpunkt passend begleitet und zeitweise das Kommando übernimmt. Auf die einzelnen Tracks möchte ich hier gar nicht genauer eingehen, zwar funktioniert jedes Lied auch ganz alleine, doch erst im Zusammenspiel mit den Anderen verzaubert das Album. Wer unbedingt Anspiel-Tipps braucht, bevor er zum nächsten Händler rennt, das dynamische „Telos“, das hypnotisierende „Melting City“ und das epische „Silent Flight Parliament“ seien als Höhepunkte genannt. Ein kurzes Wort zur Produktion: Diese ist sehr stark ausgefallen und gibt jedem Instrument genügend Luft zum Erblühen, dieses Mal als Co-Produzent neben der Band war erneut Langzeit-Freund Jamie King tätig. Persönlich fand ich den Sound auf der EP [von David Bottrill produziert] dennoch etwas drückender. Ich muss ganz ehrlich sein: „The Parallax II: Future Sequence“ war das erste Album, bei dem ich wirklich an einen Punkt der Frustration angekommen bin. Die einzelnen – zugegeben herausragenden – Songteile wirkten für mich lieblos aneinander geklatscht, ich habe den größeren Sinn nicht verstanden und mir erschloss sich das Album auch nach drei Durchgängen einfach nicht. Die Komplexität der Scheibe hat mich überfordert, obwohl ich BETWEEN THE BURIED AND ME sonst immer so viel abgewinnen kann. Mit der vierten gegebenen Chance setzte es endlich ein, der Moment der Klarheit, bei dem man sich auf das ständige Auf und Ab der Achterbahnfahrt eingestellt hat und sich auf die wunderschönen Klanglandschaften konzentrieren konnte. Es offenbarten sich die versprochenen Details, die harten Übergänge formten sich zu fantastischen Brücken und hinter dem anarchistischen Chaos steckt ein Genie, dass sich erst nach und nach zeigt. Entschuldigt mich jetzt bitte, ich muss meinem Wunsch nachkommen. | ||||||||||||||||||
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