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Betzefer
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Cover von Betzefer -- Freedom To The Slave Makers
Band: Betzefer Homepage Betzefer bei Facebook Metalnews nach 'Betzefer' durchsuchenBetzefer
Album:Freedom To The Slave Makers
Genre:Hardcore, Neo-Thrash, Rock'n'Roll
Label:AFM Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:18.02.11
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"Potential verschenkt"

2005 standen die Zeichen für die Israelis BETZEFER voll und ganz auf Sturm: Ein Deal mit Roadrunner, das saustarke Debütalbum, „Down Low”, in der Hinterhand und attraktive Supportslots für SEPULTURA, SOULFLY, CHIMAIRA und LAMB OF GOD. Die erfrischende, druckvolle Mischung aus Neo-Thrash, Hardcore und Rock'n'Roll funktionierte auf „Down Low” wirklich prächtig und wirkt auch heute noch frisch und arschtretend. Eine kleine Perle, die man immer wieder gerne in den Player schiebt.

Danach passierte leider viel zu wenig im BETZEFER-Camp. Kein schnelles zweites Album, der Verlust des Roadrunner-Deals und das Verschwinden in der Versenkung – trotz sporadischer Supportgigs - z.b. für MACHINE HEAD in Tel Aviv. Bereits im Mai 2008 gingen BETZEFER ins Studio, um „Freedom To The Slave Makers” mit Warren Riker [DOWN, CYNIC, CATHEDRAL etc.] zu produzieren. Das Releasedatum verschob sich mehrere Male, erst ein Jahr nach den Aufnahmen, also Mai 2009, wird das Teil von Alan Douches [MASTODON, NILE, THE DILLINGER ESCAPE PLAN etc.] gemastert. Trotzdem dauerte es wieder über ein Jahr, bis BETZEFER einen Europadeal bei AFM unterschreiben. Somit veröffentlicht die Band also ganze sechs Jahre nach ihrem Debütalbum ihr Zweitwerk, das seinerseits bereits drei Jahre alt ist. „Freedom To The Slave Makers” schlägt im Großen und Ganzen in die gleiche Kerbe wie „Down Low”, tönt aber nicht ganz so frech und ungestüm. BETZEFER haben das Teil zwar live im Studio eingeprügelt, aber gerade dafür wirkt das Album stellenweise richtig lahm und nur wenig energisch. Der Rock'n'Roll-Anteil wurde zurückgefahren, den massiven Thrash-Knüppel lassen BETZEFER auch meistens stecken. „Freedom To The Slave Makers” ist demnach viel gemächlicher, aber nicht unbedingt reifer, bzw. erwachsener als das Erstwerk. Auch die großen Hits wie „Early Grave”, „Fuckin' Rock'n'Roll” und „6's & 7's” sucht man vergeblich. Das klingt jetzt alles vielleicht negativer, als es gemeint ist, denn „Freedom To The Slave Makers” bietet mit „Backstage Blues”, „Doomsday” und „Heavensent” auch durchaus gutes Futter, aber insgesamt wirkte „Down Low” runder, überzeugender und druckvoller.

Eine wirkliche Enttäuschung ist „Freedom To The Slave Makers” nicht, aber das Album bleibt eindeutig hinter seinen Möglichkeiten zurück. Wer „Down Low” mochte, sollte natürlich auch hier reinhören, doch wirklich weggeföhnt wird man woanders. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass BETZEFER nicht erst wieder in sechs Jahren auf der Bildfläche erscheinen.

Trackliste:
01. Bestseller
02. Backstage Blues
03. Feels So Right
04. Diamond Director
05. Nothing But Opinions
06. Empty Magazine
07. Doomsday
08. Perfect Lies
09. Song For The Alcoholic
10. Heavensent
Spielzeit: 00:39:04

Line-Up:
Avital Tamir – Vocals
Matan Cohen – Guitar
Rotem Inbar – Bass
Roey Berman – Drums
Michael Siegl [nnnon]
11.02.2011 | 17:32
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