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Band: Beyond Creation Homepage  Metalnews nach 'Beyond Creation' durchsuchenBeyond Creation
Album:Earthborn Evolution
Genre:Progressive, Technischer Death Metal
Label:Season Of Mist
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:24.10.14
CD kaufen:'Beyond Creation - Earthborn Evolution' bei amazon.de kaufen
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"Evolution statt Revolution"

Die Kanadier mal wieder. Nach Tech-Death-Größen wie QUO VADIS, NEURAXIS und CRYPTOPSY gibt es endlich neues Futter. BEYOND CREATION veröffentlichten 2011 ihr Debüt namens "The Aura", größere Aufmerksamkeit erhielt man jedoch erst, als man bei Season of Mist unter Vertrag kam und das Album letztes Jahr wiederveröffentlicht wurde. Für einige gilt es als eines der besten Genre-Debüts seit Langem und auch wenn ich das so nicht unterschreiben würde, brachte der Vierer ein wenig frischen Wind ins Geschehen. Zu viel Rumgenudel, zu wenig ins Staunen versetzende Melodien, das waren meine letzte Impressionen von "The Aura", weshalb ich zwar neugierig auf den Nachfolger war, aber mit einem weiteren von-Musiker-für-Musiker-Release rechnete. Doch wurde ich eines Besseren belehrt.

Mit "Earthborn Evolution" wandte man sich einmal mehr an CRYPTOPSY-Gitarristen Christian Donaldson, der sich im Studio darum kümmerte, dass wenn man schon modernen Death Metal vor den Latz bekommt, dieser wenigstens nicht zu Tode produziert wird. Das stilsichere Cover von Pär Olofsson versetzt einen sofort in die Welt der futuristischen Landschaften, auch wenn es an viele frühere Werke seinerseits erinnert; man nehme zum Beispiel das Artwork des REVOCATION-Erstlings oder das der vorletzten MISERATION. Selbiges kann man der Musik nicht vorwerfen, denn "Earthborn Evolution" ist eine definitive Verbesserung zum Vorgänger: Die Riffs zischen nicht mehr von links nach rechts und aus dem Sinn, sondern werden gerne während der Songs geformt, neu-aufgegriffen und auch an anderer Stelle im Album referenziert.
Dieser Ansatz führt dazu, dass man den Hörer stets an der Angel behält und dieser nicht irgendwann vom Strom der Gitarrenwellen fortgespült wird. Gerade dieser proggige Unterton erinnert dabei gerne mal an die letzten Werke von BETWEEN THE BURIED AND ME oder eben OBSCURA, die zugleich auch das sehr prominente Bassspiel gemein haben. Gitarren-Begeisterte dürften zwar immer noch auf ihre Kosten kommen, aber auch viele mehr, denn der Vorwurf des seelenlosen Gefrickels kann die Band gekonnt zurückweisen. Im Gegenteil geht es hier sehr dynamisch zu: Das Spiel mit Schnell und Langsam, Laut und Leise, Harsch und Sanft wird hier auf einem hohen Level zur Schau gestellt, so dass es stets Spaß macht, dem Treiben beizuwohnen.
Gerade der Titeltrack dürfte der stärkste Song der Bandgeschichte sein, nur schade, dass er schon so früh im Verlauf verpulvert wird. Ein paar Stolpersteine sind die drei kürzeren Tracks, die sich nicht richtig entfalten können und "Earthborn Evolution" zwar mehr Facetten sowie starke Momente verleihen, aber zugunsten des Flows auch hätten weggelassen werden können. Die beiden Longtracks als Abschluss sind recht behäbig, kommen später aber gut in Fahrt und schicken einen mit gutem Gefühl aus dem Album.

Wer schon "The Aura" feierte, kann hier bedenkenlos zugreifen. Weniger grobes Geprügel und mehr filigranes Fingerspiel, das ist das Motto hier, wenn auch an der Reihenfolge und Anzahl der Tracks noch etwas gefeilt werden könnte.

Trackliste:
01. Elusive Reverence
02. Sous La Lueur De L'empereur
03. Earthborn Evolution
04. The Great Revelation
05. Neurotical Transmissions
06. Abstrait Dialog
07. The Axiom
08. L'exorde
09. Theatrical Delirium
10. Fundamental Process
Spielzeit: 00:46:22

Line-Up:
Dominic "Forest" Lapointe - Bass
Simon Girard - Vocals, Guitars
Kévin Chartré - Guitars
Philippe Boucher - Drums
Daud Bosharat [Hati]
27.10.2014 | 22:06
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