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Album:The Black Swan Epilogue
Genre:Avantgarde, Death/Thrash Metal, Melodic Death Metal
Label:Vic Records
Bewertung:1 von 7
Releasedatum:08.06.09
CD kaufen:'Bibleblack - The Black Swan Epilogue' bei amazon.de kaufen
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"Einfach nur Sch..."

Wenn Metal gesichtslos, austauschbar klingt und im selben Atemzug um jeden Preis eine möglichst große Käuferschicht ansprechen muss, dann kommt so etwas wie BIBLEBLACK, eine neue sogenannte "Supergroup" voller Randerscheinungen jenseits aller geschmacklichen Toleranzgrenzen, heraus. Dabei beginnt das Disaster, noch bevor dem Laser das Martyrium des Abspielens angetan wird. Da wäre zum einen der Bandname, den laut den Archiven nicht nur schon einige andere gescheiterte Truppen in getrennter Schreibweise an sich reißen durften, sondern auch seit Neuestem HEAVEN & HELL mit ihrem Eier zersägendem Smash-Hit, der im Alleingang dieses Machwerk mit einem Faustschlag in Millionen Scherben zerbricht. Des Weiteren erschlägt sich der Promo-Text im Erwähnen der an diesem Projekt teilgenommenen Protagonisten. Ganz ehrlich: Wen kümmert es, welcher Heini den getriggerten Drum-Schemel oder seine gesanglichen Tiefpunkte auf Polycarbonat verewigte? Ich habe mir noch nie eine Platte gekauft, nur weil bestimmte respektable Gestalten ihren Senf zu diesem oder jenem Mist abgegeben haben. Nicht einmal eine Schubladisierung haben sich die Mannen hinter dem Label angetan, sondern viel eher damit geprahlt, was sie in Zeiten der Krise dem Verkaufsregal - weniger dem halbwegs geschmackssicheren Endverbraucher - bieten: Extradicke Digipaks, pompös identitätsfreie Photoshop-Phantasto-Orgien sowie eine Bonus-DVD ohne jegliche weitere Erwähnung dessen Inhalts. Den wahrscheinlich eh niemand ernsthaft interessieren dürfte.

Was? Die Musik? Aso. Ganz vergessen. Erinnert stark an die Zwickauer von AEVERON, welche bei so einer ollen Nachwuchs-Contest-Veranstaltung das Ja und Amen von Alex Krull, welcher mit ATROCITY auch schon überzeugendere Musik geschrieben hat, bekommen hat und fortan ein Leben als eierlegende Wollmichsau fristen darf. Wenn Bands nicht mehr sehr nach deren Musik, sondern Sale Points, Standard-Fotos und Web-Präsenzen definiert werden, vergeht einem alles. Dann ist nicht zwangsläufig der Tag, aber doch die letzte knappe Dreiviertelstunde dahin. Gut, jetzt aber wirklich zu dem, was "The Black Swan Epilogue" ausmacht: "Wollen wir eher wie BLIND GUARDIAN oder eher nach DIMMU BORGIR klingen?" - "Warum nicht beides auf einmal?" - "Junge, du bist einfach ein Genie! Ich gib dir einen aus." Auf gut Deutsch: Nervige Keyboards, nervige Samples, nervtötende Stop-And-Go-Passagen, nervig fette Gitarren, erschreckende Vocals ["Mourning Becomes Me" mit seinem herrlichen "Never"-Gerülpse]. Wahllos eingeworfene Power-Metal-Soli, bei denen sich die Sackhaare einrollen! Pseudo-Härte, postmoderne Verbrechen à la IN FLAMES nach "Clayman", Death/Thrash-Einfallslosigkeiten am Wegesrand aufgegriffen und generell einfach hochglanzpolierte Scheiße am laufenden Band. Positives? Es ist relativ flott vorbei, allerdings kann man diese "positive" Eigenschaft auf jeden Einlauf projizieren...

...und nach der Schweinegrippe kamen BIBLEBLACK, die Mutation des Mainstreams-Metals mit höchstwahrscheinlich bescheidener Reichweite, aber dafür umso schmerzvolleren Symptomen wie Trommelfellentzündungen, kriminellen Gedanken und einem Kater, deren Wirkung schlimmer daherkommt, als wenn man nach exzessivem Komasuff drei Stunden später am Bettrand mit Schüttelfrost nach Seractil sucht. Bitte um jeden Preis meiden, Danke.

Trackliste:
1. Leaving Shangri-la
2. Mourning Becomes Me
3. I Am Legion
4. The Dark Engine
5. Bleed
6. Stigma Diaboli
7. Walk Into Light (Liars Parade)
8. The Black Swan Epilogue
Spielzeit: 00:43:32

Line-Up:
Kacper Rozanski - Gesang
Mike Wead - Gitarre
Simon Johansson - Gitarre
Jonaz Bülund - Bass
Tobhias Ljung - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
01.06.2009 | 21:07
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