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Album:The Wippoorwill
Genre:Blues / Bluesrock, Country Rock, Southern Rock
Label:Earache
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:14.02.14
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"Harmlos, zahnlos und meistens auch ideenlos"

Die vormals auf Ohrenschmerzen spezialisierten Kollegen von Earache haben schon mit dem Signing der RIVAL SONS und auch zuletzt THE TEMPERANCE MOVEMENT gezeigt, dass sie sehr wohl auch anders können. Mit ersteren waren sie sogar eine der ersten, die die derzeit vorherrschende Retro-Welle losgetreten haben. Mit BLACKBERRY SMOKE gehen sie jetzt aber sogar noch ein gewaltiges Stückchen weiter, denn wo RIVAL SONS und Co. mit ihrer Musik für eine lange Nacht in verrauchten und schummerigen Clubs stehen, sind BLACKBERRY SMOKE – dem verrauchten und schummerigen Namen zum Trotz – eher für die sonntägliche Familienausfahrt zur Oma geeignet. Und es stört sich auch keiner daran, wenn es während des Kuchenessens weiterläuft – weder die Mama, noch die Oma.

„The Wippoorwill“ – so der Name des bereits dritten Albums des Quintetts aus Atlanta, Georgia – wurde bereits im August 2012 in den USA veröffentlicht und erscheint nun mit drei Bonustracks auch erstmalig für den europäischen Markt. Ob BLACKBERRY SMOKE allerdings hierzulande mit ihrem seichten Stilmix aus Country-, Blues- und Southern Rock ähnlich gut ankommen, wie in ihrer Heimat [wo sie einen beachtlichen 40. Platz in den Charts erreichen konnten], darf getrost bezweifelt werden. Man muss nämlich schon eine enorme Schwäche für diesen typischen Südstaatensound haben, damit man „The Wippoorwill“ wirklich etwas abgewinnen kann. Natürlich verfehlen die fünf Herren ihr Ziel nicht und kreieren genau den Sound, der ihnen vermutlich auch vorschwebte, aber eigentlich ist diese Musik viel zu brav, um die Bezeichnung Rock im Namen tragen zu dürfen. LYNYRD SKYNYRD klangen auf ihrem letzten Album zwar ähnlich harmlos und vorhersehbar, aber die sind natürlich auch schon etwas länger im Geschäft und dürfen daher auch ihrem Alter entsprechende Musik spielen. Das gilt aber natürlich nicht für BLACKBERRY SMOKE, denen man ein paar gute Refrains zwar nicht absprechen kann, aber von denen man einfach noch etwas mehr Dampf und Ideenreichtum erwartet hätte. Klar hat nicht jede Combo ein Banjo und ein scheinbar einem alten Western-Saloon entsprungenes Honky Tonk-Piano im Gepäck, aber auch diese vermögen keine außergewöhnlichen Akzente zu setzen, sondern spielen nur das, was man von ihnen erwarten konnte. Dabei kommen dann Allerweltsnummern, wie der Opener „Six Ways To Sunday“ [dessen Live-Version einer der drei erwähnten Bonustracks darstellt], das orientierungslos zwischen R.E.M. und BON JOVI pendelnde „Pretty Little Lie“, das völlig flache „Everybody Knows She's Mine“, das lahmarschige „Ain't Much Left Of Me“ oder das völlig uninspirierte „Lucky Seven“ heraus. Kleine Lichtblicke gibt es in der mit schöner Orgel verzierten Country-Nummer „One Horse Town“, dem teilweise an LED ZEPPELIN erinnernden Titelsong, dem funky groovenden „Country Side Of Life“ [ein weiterer Bonustrack] und der netten Ballade „Up The Road“. Und mit der wunderbaren Blues-Nummer „Crimson Moon“ können BLACKBERRY SMOKE sogar wenigstens noch ein richtiges Highlight verbuchen.

Wenn man nicht mit dem Grashalm im Mundwinkel auf einer Veranda in Tennesse aufgewachsen ist, dann tut man sich eventuell etwas schwer mit zahnlosem und zumeist auch ziemlich einfallslosem Southern Rock, wie ihn BLACKBERRY SMOKE auf „The Wippoorwill“ spielen. Wenn man sich eine Country-Version von NICKELBACK vorstellen kann oder an [die späten] LYNYRD SKYNYRD denkt, dann weiß man in etwa, was einen hier erwartet. Oder man nimmt eine Prise THE BLACK CROWES, etwas THE BEAUTIFUL SOUTH und dazu noch Garth Brooks. Derartige Musik läuft in den Südstaaten zwar sicherlich 24/7 im Radio, aber ein Qualitätsmerkmal ist das sicher auch nicht.

Trackliste:
01. Six Ways To Sunday
02. Pretty Little Lie
03. Everybody Knows She's Mine
04. One Horse Town
05. Ain't Much Left Of Me
06. The Whippoorwill
07. Lucky Seven
08. Leave A Scar
09. Crimson Moon
10. Ain't Got The Blues
11. Sleeping Dogs
12. Shakin' Hands With The Holy Ghost
13. Up The Road
Bonus Tracks:
14. Country Side Of Life
15. Pretty Little Lie [Live]
16. Six Ways To Sunday [Live]
Spielzeit: 01:05:47

Line-Up:
Richard Turner – Bass, Vocals
Paul Jackson – Guitar, Vocals
Brandon Still – Keyboards
Charlie Starr – Guitar, Vocals
Brit Turner – Drums
Timo Beisel [kaamos]
09.02.2014 | 23:39
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