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Album:MachinatioN
Genre:Industrial Black Metal
Label:Season Of Mist Underground Activists
Bewertung:2.5 von 7
Releasedatum:22.06.12
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"Black meets Beat"

BLACKLODGE sind in Frankreich beheimatet und tummeln sich bereits eine geraume Weile in einer musikalischen Ecke, die sich Industrial Black Metal nennt. Eine wie ich finde, interessante Konstellation, aus der sich eine Menge machen lassen dürfte. Doch so wirklich kann „MachinatioN“ nicht bei mir landen. Mag es wohl daran liegen, das ich es einfach nicht schaffe, beide Subgenre in meinem Kopf so zu verknüpfen, das eine komfortable Fusion entsteht.

Subjektiv gesehen also kommen das Trio und ich nicht zusammen. Bei dem Versuch, heraus zu finden, gerate ich stets an Grenzen, die eigentlich gar nicht vorhanden geglaubt. Ich sortiere BLACKLODGE als eine Mischung aus SATYRICON und MINISTRY ein, womit ich sicherlich nicht komplett daneben liege. Wem also weder die eine noch die andere Band in irgendeiner Weise zusagt, der darf dieses Album hier schon mal von vorn herein aus der Wunschliste streichen. Dabei liegt es gar nicht mal an der Konstellation der Stile an sich, womit ich ins Gericht gehe. Es sind nämlich durchaus gute Ansätze dabei. Als Anspieltipp sei „ Antichrist Ex Machina“ genannt. Der Track gefällt mir sogar ausgesprochen gut. Doch das Problem liegt in der Gesamtheit. Die anderen Songs wirken meist doch sehr platt, großartige Kompositionen sind wahrlich kaum aus zu machen. Somit schleppe ich mich dann ein ums andere Mal durch die Dreiviertelstunde, um noch irgendwo das ganz große Plus aufzuspüren. Die Drum´n´Bass dominieren, was ja eigentlich im Sinne des Industrial Sinn macht. Doch ob man dem Black Metal damit einen Gefallen tut, die mit der Musik einhergehende Atmosphäre mit den Beats zu zerkloppen, wage ich mal in Frage zu stellen. Bestenfalls durchschnittlicher Black Metal, der nicht dadurch besser wird, wenn man ihn mit harten Drumbeats zukleistert. Daß Sänger Saint Vincent ein ums andere Mal versucht, Dani Filth zu imitieren, ist nur eine Randbemerkung, die so oder so eigentlich kaum ins Gewicht fällt.

Wie gesagt, die Musik an sich ist durchaus machbar. Tanzbarer Black Metal, Corpse Paint unter Strobolight und Glitzerkugel. Ich denke, mit diesem Album und dieser Band sind eher Industrial Fans angesprochen, die dem Einsatz ein wenig brachial klingender Gitarren nicht abgeneigt wären. Ob der Black Metal Fan an sich damit klar kommt, steht auf einem anderen Blatt. Mir ist das über ein ganzes Album verteilt ein bisschen zu wenig. Zu wenig gute Songs, aus denen man gewiss weit mehr hätte herausholen können. Und eine Kombination zweier Subgenre, die hier nicht wirklich in der Lage sind, eine wie auch immer harmonische Fusion einzugehen.

Trackliste:
01 TridenT
02 NeutroN Shiva [Sun, Walk With Me]
03 Neo.Black.Magic
04 Industrial Temple MysticA
05 Antichrist Ex Machina
06 Order Of The Baphomet
07 Empire's Hymn
08 All Seeing Eye
09 Culto Al Sol [SolarKult]
10 The Other Side
Spielzeit: 00:45:51

Line-Up:
Saint Vincent - Vocals, Guitar, Drums
Jessy - Bass
Silence - Guitar
Frank Wilkens [Fränky]
15.06.2012 | 15:01
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