.: SUCHE
News zu Bleeding Red
Interviews mit Bleeding Red
Reviews von Bleeding Red
Live-Berichte über Bleeding Red
Bleeding Red @ B-Hof, Würzburg
14.04.12
14.04.12
Mehr aus den Genres
Wooden Stake / Druid Lord
Split-Single [7''-Vinyl]
Death Metal, Doom Metal
Keine Wertung
"Untergrund-Doom im Doppelpack"
Gojira
From Mars To Sirius
Death Metal, Doomcore, Neo-Thrash, Prog-Metal
7 von 7 Punkten
"Musik für das Limbische System"
Age Of Taurus
Desperate Souls Of Tortured Times
Doom Metal, NwobHM, Symphonic / Epic Metal
6 von 7 Punkten
"Hoch die Hörner, es ist Stierzeit!"
Hidden Masters
Of This And Other Worlds
Folk, Progressive, Psychedelic
7 von 7 Punkten
"Eine kreative Gruppenarbeit"
![]() |
| |||||||||||||||||
"Die Krone der Evolution?" | ||||||||||||||||||
| Bandcontests gibt es wie am Sand am Meer. Ob sie genauso unnötig sind wie die gefühlt Milliarden Casting Shows im Abendprogramm privater Fernsehsender, sei mal dahin gestellt. Einen wirklichen Karriere-Schub verleihen diese Bühnen den Meisten dennoch nicht wirklich, bis auf etwas mehr Selbstbewusstsein auf die noch meist jungen Testosteron-Produzierer kommt hinterher nichts raus. Es ist aber glücklicherweise Ausnahmen wie den Rock The Nations Award oder den New Blood Award des einheimischen Summer Breeze geschuldet, dass talentierte Bands wie BLEEDING RED die verdiente Aufmerksamkeit erlangen. Sie haben bei der Talentsuche des Dinkelsbühler Festivals 2010 den Sieg davon getragen und dürfen nach einer gelungenen Demo jetzt mit ihrem Debüt mit Label im Hintergrund die Welt erobern. Dabei hat sich das blutende Rot so was wie Melodic Death Metal auf die Fahnen geschrieben, ich versuche das so umzuschreiben: DISSECTION hat alles auch nur ansatzweise Folk-Ähnliches von sich abgeworfen, dann mit A CANOROUS QUINTETT die Nacht durchgezecht und ist am Ende mit etlichen Thrash-Größen in eine Kneipen-Prügelei geraten … das ist BLEEDING RED. De facto bedeutet dies für den geneigten Zuhörer kraftvolle Melodien, flirrende Leads und massig Abwechslung. In einem Moment kann ein Song noch thrashig nach vorne peitschen und ein semiakustisches Intermezzo dazwischen schieben, ehe sich eine schwarzmetallische Blastbeat-Explosion mit massig effektvollen Keyboards anbahnt, wie in „Thoughtcrime“. Einschneidende Riffs wechseln sich mit getrageneren Passagen ab, das Tempo wird schön variiert und da wird auch mal ein rockiges Solo vom Stapel gelassen, wenn das die vier Jungs aus dem baden-württembergischen Spraitbach für richtig halten. Dabei muss man hervorheben, mit welcher Reife das Quintett in ihrer vergleichsweise jungen Existenz bereits an die Arbeit geht. Die Übergänge wirken gekonnt, keine der Elemente ist aufgesetzt und für jedes Instrument ist genügend Platz zur Verfügung gestellt. Dabei kann es egal sein, welche der zwölf Tracks (inklusive Intro und Interludium) man sich anschaut, vom düsterem „Goddess Of Black“ über das treibend-pfeilschnelle „Nameless“ oder das epische „Involution“ sind alle gelungen, wobei letzteres meinen Lieblingstrack der Scheibe darstellt dank dem Kontrast von High-Speed-Parts und melancholischen, teils doppelläufigen Melodiebögen. Darüber hinaus sind alle vier Songs der „Unmaster“-Demo auch auf „Evolution's Crown“ vertreten, wodurch man nach Adam Riese auf acht neue Lieder kommt. Die Produktion des Albums ist insoweit nett gemacht, dass den Gitarren ein schön schneidender Sound verpasst wurde und das Ganze nicht überproduziert daherkommt, das Schlagzeug steht etwas im Vordergrund, aber dies macht sich nicht negativ bemerkbar. Der Timo am Mikro macht ebenfalls eine ganz gute Figur und versucht mit seiner Stimme ein möglichst großes Spektrum anzusprechen. Heiser brüllend, stellenweise keifend, ab und an mal ein hoher Scream oder ein tiefer Growl und zum Abschluss geflüsterte oder gesprochene Vocals, von cleanem Gesang hält er sich fern. BLEEDING RED beweist wieder, dass in den deutschen Landen noch viel metallisches Potenzial schlummert. Doppelt genial ist die Tatsache, dass man bereits beim Debüt eben jenes in großen Portionen ausschöpft: Viel Abwechslung und gekonntes Verbinden der einzelnen Elemente sorgen für einen erstklassigen Rundling, der sowohl mit tödlichen Melodien und schwarz-angehauchten Energie-Ausbrüchen als auch mit prügelnden Thrash-Anteilen für einen gewissen Wiedererkennungswert sorgt. Warum dann keine 7 Punkte bei einer fast makellosen Besprechung? „Evolution's Crown“ ist erst das erste Album des schwäbischen Quartetts und ein paar Motivations-Pünktchen für die nachfolgenden Werke müssen einfach drin sein. | ||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||
Kommentare






![CD Review: Bleeding Red - Unmaster [EP]](/images/cdcovers/cdcover_2023345945.jpg)
![CD Review: Bleeding Red - Bleeding Red [Ep]](/images/cdcovers/cdcover_709198101.jpg)
![CD Review: Wooden Stake / Druid Lord - Split-Single [7''-Vinyl]](/images/cdcovers/cdcover_136003735.jpg)












