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Band: Blind Guardian Homepage Blind Guardian bei Facebook Metalnews nach 'Blind Guardian' durchsuchenBlind Guardian
Album:At The Edge Of Time
Genre:Power Metal, Progressive, Symphonic / Epic Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:30.07.10
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"Die Barden sind zurück!"

Vier Jahre hat es gedauert, bis uns mit „At The Edge Of Time“ endlich der Nachfolger vom 2006er „A Twist In The Myth“-Album der Krefelder kredenzt wurde. Ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat? Wie vor jedem Guardian-Album wurde reichlich spekuliert. Geht das Album in die modernere Richtung, wird es eher bombastisch oder klingt es gar thrashig und „back to the roots“? Soviel schon einmal vorweg, alles davon erweist sich als zutreffend. Geht nicht? Geht doch! Aber später mehr davon. Also, alles zurück auf Anfang…

Mit Bombast wurde jedenfalls nicht gespart, das macht sich schon [oder besser gesagt besonders] beim Opener „Sacred Worlds“ bemerkbar. In den ersten eineinhalb bis zwei Minuten breitet das 90-Mann-Orchester einen weiten Teppich aus, auf dem sich dann aber doch die für BLIND GUARDIAN typischen Gitarrenriffs und Melodien bequem machen. Auch Hansi zeigt sich stimmlich in Bestform und fügt diese epische Nummer zu einem runden Ganzen zusammen. So ungewohnt einem diese Nummer anfänglich vorkommt, so altvertraut erscheint einem das darauf folgende „Tanelorn [Into The Void]”, und das vom ersten Moment an. Hier wurde schon eher in die Riffkiste gegriffen. Kernig und in bewährter Manier eröffnen die Saitenhexer Marcus und André diesen Song, der sich mit großer Wahrscheinlichkeit seinen Platz im künftigen Live-Set von BLIND GUARDIAN sichern wird. Gediegener und progressiver geht es bei „Road Of No Release” zu, bevor dann zu „Ride Into Obsession“ die Schraube wieder deutlich angezogen wird. Vor allem der gebotene Abwechslungsreichtum auf dieser Platte macht Spaß und lässt so keine Eintönigkeit aufkommen.
Wer auf die keltischen Einflüsse und/oder die akustischen Songs von BLIND GUARDIAN à la „The Bard’s Song“ steht, bekommt beim jetzt anstehenden „Curse My Name“ die absolute Vollbedienung. Konsequent und stimmig wird hier alles geboten, was man sich darunter vorstellt. Von Akustikgitarren über Tin Whistles und Hansis stimmungsvolle Vocals, bis hin zu den dazu passenden Percussions. Alles passt. Sogar Stepptänzer kamen hierbei zum Einsatz. Der nächste Track „Valkyries“ hätte vom Stil her auch ebenso gut auf der 1995er Scheibe „Imaginations From The Other Side“ seinen Platz finden können. Sehr melodielastig und mit epischem Refrain beinhaltet er alles, was diese Schaffensphase der Barden ausmachte und auch noch bis heute ausmacht. Ähnliches erwartet den Hörer auch bei „Control The Divine”, bevor dann mit „War Of The Thrones [Piano]“ erneut ein Stilwechsel vollzogen wird. Dieser Song wird, wie der Name schon verrät, überwiegend vom Piano, orchestraler Untermalung und Hansis Gesang dominiert. Dies könnte ein erster Wink in Richtung des kommenden Orchesterprojektes sein, welches sich bereits in der Produktionsphase befindet.
Genug der ruhigen Töne. Mit dem bereits als Single ausgekoppelten „A Voice In The Dark“ holt man wieder den Knüppel aus dem Sack [beziehungsweise die Stromgitarren aus der Kiste] und legt gleich mehrere Gänge zu. Treibende Riffs und die aggressiven Drums von Frederik demonstrieren hier erneut, dass die blinden Wächter ihre Wurzeln nicht vergessen haben, geschweige denn verleugnen. Hier wird mit eindeutig der alten Handwerkskunst gefrönt. Als Abschluss der Platte hat man das fast neunminütige „Wheel Of Time“ gewählt. Orientalische Klänge und Melodien leiten diese Nummer ein und ziehen sich wie ein roter Faden durch den ganzen Song, der eigentlich nahezu alle Stilmittel der vorherigen Songs in sich vereint. Ob ruhige Passagen, harte Riff mit treibenden Drums und rauen Vocals, bombastisches Orchester, epische Gesänge, hier ist noch einmal alles in ständigem Wechsel vertreten. Ein würdiges Ende und, meiner bescheidenen Meinung nach, das sinnbildliche Herzstück des Albums.

Strich drunter. „At The Edge Of Time“ bietet für Fans nahezu jeder Guardian-Epoche etwas. Natürlich werden die Krefelder nicht noch einmal eine „Battalions Of Fear“ oder „Follow The Blind“ rausbringen, dennoch besinnt man sich hier und da auf die alten Stärken. Doch Guardian wäre nicht Guardian, wenn sie nicht gleichzeitig versuchen würden, neue Wege zu beschreiten und mit den unterschiedlichsten Einflüssen zu experimentieren. Dass sich all das nicht gegenseitig ausschließen muss, beweist eben dieses neue Album. Sicher wird dem einen oder anderen das Orchester zu dominant, oder hier und da ein Song zu langsam oder bombastisch sein, aber man kann es eben nicht jedem recht machen. Das wollen die Jungs [nach eigenen Angaben] aber auch gar nicht. Dennoch vereint das vorliegende Material in gewisser Weise nahezu ihren kompletten Backkatalog und trägt ihn gleichzeitig einen Schritt weiter. Eben BLIND GUARDIAN im Jahre 2010…



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Nicki / 5 Punkte

Zunächst muss ich sagen, dass ich ein großer BLIND GUARDIAN-Fan bin und alles mit Vergnügen verfolgt habe, was die Krefelder in den letzten Jahren so produziert haben, und auch das neue Album wird bei mir oft laufen. „At The Edge Of Time“ bleibt aber leider auch nach einem knappen Dutzend Durchläufen noch etwas enttäuschend. Das sehr abwechslungsreiche Album kann mit „A Voice In The Dark“ nur einen richtigen Hit bieten, der zwar lange nicht so genial wie „Fly“ ist, aber dafür gekonnt die thrashige Seite der Band offenbart, wie sie anno 2010 zu klingen hat. Die meisten anderen Songs sind und bleiben leider Durchschnitt. Viele gute Ideen gehen in schon Gehörtem und durchschnittlichen Versatzstücken unter. Kein Ausfall, aber das gab’s alles schon besser. Bis auf das Orchester. Das gab es früher zum Glück gar nicht. Denn der Einsatz desselben gerät zum oberflächlichen und vorhersehbaren Harry Potter- oder Disney-Soundtrack, in den sich irgendwie ein brauchbarer BLIND GUARDIAN-Song verirrt hat. Nächstes Mal bitte entweder geschickter das Orchester einflechten [„Wheel Of Time“ geht schon in die richtige Richtung] und weniger Klischeemelodien verbraten, oder ganz verzichten.
„At The Edge Of Time“ ist so leider eindeutig eines der schwächeren BLIND GUARDIAN-Alben geworden, womit sie aber noch immer deutlich über dem Durchschnitt liegen.



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Border / 5,5 Punkte

Mit „At The Edge Of Time“ ist BLIND GUARDIAN wahrscheinlich ein Album gelungen, was wieder einmal das Gros der Fans zufrieden stellen wird. Ich selbst würde mich nicht als Die-Hard-Fan der Niederrheiner bezeichnen, wohl aber als wohlwollenden Beobachter, der der Band über die letzten 17 Jahre stets mit Respekt begegnet ist. Mir bietet das Album jede Menge Momente des Original BLIND GUARDIAN-Feelings, das eben keine andere Band so einfach aus dem Ärmel schüttelt. Die Songs sind in sich geschlossene, gelungene Kompositionen mit reichlich Idee und nach all den Jahren immer noch frischem Wind. Natürlich bekommt man mit „At The Edge Of Time“ keinen neuen Meilenstein geboten – dafür ist einfach die Zeit zu schnell und die Pflicht, sich selbst noch einmal neu zu erfinden, ziemlich unangebracht – aber was hier geboten wird, ist weiß Gott keine Selbstkopie und schon gar kein typisches neues Album einer der erfolgreichsten Bands der Welt. Ich würde das neue Album eher als ein ehrliches, schnörkelloses und logisches Stück Arbeit ansehen, das einfach Spaß am Hören bietet. Es gibt genug andere Bands dieses Alters, deren Luft bereits nach weit weniger Jahren verbraucht war. BLIND GUARDIAN liefern hiermit ein Statement, dass nach wir vor mit ihnen zu rechnen ist.



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Sammy / 6,5 Punkte

Als riesiger BLIND GUARDIAN Fan war ich vor vier Jahren etwas enttäuscht von „A Twist In The Myth“, das bei mir einfach nicht richtig zünden wollte. Trotzdem hatte ich wieder hohe Erwartungen an das neue Album. Und die wurden dieses Mal fast vollständig erfüllt. Wie es bei einem neuen BLIND GUARDIAN Album eben so ist, braucht es fast zehn Durchgänge bis man die Songs durchdrungen hat und der Suchtfaktor zu wirken beginnt. Danach kann man weder auf den Bus warten, noch die Zähne putzen, ohne das überragende „Control The Divine“ oder „Ride Into Obsession“ zu summen. Zwar weißt das Album mit „A Voice In The Dark“ nur einen wirklichen Hit auf, aber alle Songs sind geniale Werke, die man immer wieder hören möchte und an denen man immer wieder etwas Neues entdeckt – allen voran das epische Finale „Wheel Of Time“. Allein der bombastische, orchestrale Opener „Sacred Worlds“ war anfangs gewöhnungsbedürftig und scheint nicht ganz ins Album zu passen. Alles in allem wieder ein richtiges BLIND GUARDIAN Album, an dem man sich so schnell nicht [vielleicht auch nie] satt hören wird.


Trackliste:
01. Sacred Worlds
02. Tanelorn [Into The Void]
03. Road Of No Release
04. Ride Into Obsession
05. Curse My Name
06. Valkyries
07. Control The Divine
08. War Of The Thrones [Piano]
09. A Voice In The Dark
10. Wheel Of Time
Spielzeit: 01:03:58

Line-Up:
Hansi Kürsch – Vocals
André Olbrich – Guitars
Marcus Siepen – Guitars
Frederik Ehmke – Drums, Percussions
Manuel Roth [M]
24.07.2010 | 13:02
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