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Band: Blood Tsunami Homepage  Metalnews nach 'Blood Tsunami' durchsuchenBlood Tsunami
Album:Thrash Metal
Genre:Thrash Metal
Label:Candlelight Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:05.03.07
CD kaufen:'Blood Tsunami - Thrash Metal' bei amazon.de kaufen
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"Old School Thrash Metal, anyone?"

Ist ja schon irgendwie praktisch: Da nennen die Norweger von BLOOD TSUNAMI ihren Erstling ganz einfach „Thrash Metal“ und, Überraschung, man mag es kaum für möglich halten, spielen auch genau selbigen, sodass sie eine musikalische Einordnung somit denkbar einfach machen. Über den echt beknackten Namen der Skandinavier gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer dass vermutlich der Dunstkreis um Mieszko Talarczyk [R.I.P.] und die aufgelösten NASUM ganz besonders davon begeistert sein dürfte. Auch das Cover reiht sich da nahtlos ein, erinnert es doch sehr stark an den künstlerischen Anspruch der Artworks von MANOWAR. Doch wenn man sich vor Augen hält, dass die erst 2004 gegründeten BLOOD TSUNAMI explizit mit dem Thrash Metal der achtziger Jahre liebäugeln, dann ist das Cover so absichtlich Old School, dass es irgendwie schon wieder cool ist.

Was die vier Norweger, übrigens mit dem hinlänglich bekannten Bard „Faust“ Eithun [ex-EMPEROR] an den Stöcken, hier abliefern, ist prinzipiell sehr schnell erklärt: Kantiger, roher und treibender Thrash Metal der alten Schule, der sowohl in Richtung Bay Area als auch Deutschland, sprich des deutschen Triumvirats KREATOR, SODOM und DESTRUCTION schielt, wobei vor allem KREATOR häufig zitiert, aber nie erreicht werden. Dies liegt in erster Linie an Petes krächzendem Geschrei, das oft an das Album „Terrible Certainty“ oder den Song „People Of The Lie“ erinnert, aber auf Dauer zu eintönig und anstrengend ist. Angenehm sind daher die sporadischen Growls von Bassist Bosse, die für einen willkommenen Kontrast sorgen. Gelegentlich werden noch groovende, ja schlichtweg rockige Parts eingestreut [„Rampage Of Revenge“, „Godbeater“], die gut in das Gesamtbild passen und die Songs teilweise auflockern können. Der Sound ist größtenteils auch in Ordnung; lediglich die Gitarren könnten etwas druckvoller vor sich hinbrutzeln und für etwas mehr Wucht sorgen. An sich bieten die Songs keine weltbewegenden Neuheiten, sondern vielmehr solide Durchschnittskost. Auch wenn die acht Tracks flüssig arrangiert und schlüssig sind, wird man irgendwie einfach das Gefühl nicht los, das alles schon einmal irgendwo gehört zu haben. Als Ausnahme gehört der zehnminütige Mid Tempo-Track „Godbeater“ erwähnt, der erstens mit seinen gut durchdachten Soli positiv auffällt und sich zweitens die nötige Zeit nimmt und daher aus den gängigen Mustern des Genres ausbricht. Manches wiederum erinnert ein wenig an SODOMs „Agent Orange“ [„Killing Spree“] oder an den rotzigen Charme der ganz frühen METALLICA. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen, wobei BLOOD TSUNAMI durchaus gelungene und durchdachte, allerdings wenig spektakuläre Songs vorweisen können [„Infernal Final Carnage“, „Devoured By Flames“], die das Potential der Band aufzeigen. Von Anfang ist nämlich klar, dass hier Musiker am Werk sind, die nicht erst seit ein paar Tagen in irgendeiner winzigen Garage grübeln, wie man die Instrumente nun richtig halten muss, geschweige denn die ersten Töne aus ihnen heraus bekommt, damit das brauchbar klingt, oder wie man als Band nun zusammen spielt. Sämtliche Bandmitglieder liefern somit eine durchweg solide Leistung ab, wobei gerade das Drumming im Hintergrund schön druckvoll für das nötige Fundament sorgt.

Unterm Strich bleibt eine gut gemachte und unterhaltsame, wenn auch größtenteils durchschnittliche Old School Thrash Metal-Veröffentlichung, die nur selten wirklich aufhorchen lässt oder für den „Aha“-Effekt sorgt. Thrash Metal-Puristen und –Sammler können sich den Erstling der Norweger getrost in den Schrank stellen und werden dies auch nicht bereuen, aber ob alle anderen dieses Album nun wirklich unbedingt benötigen, um mitreden zu können, steht auf einem ganz anderen Blatt. Da die Band mit Candlelight Records einen Deal über drei Alben unterschrieben hat, wird sich zeigen, inwiefern BLOOD TSUNAMI in Zukunft vielleicht in der Lage sein werden, ihr Potential besser auszuschöpfen, um sich steigern zu können und einen nachhaltigeren Eindruck zu hinterlassen.

Trackliste:
01. Evil Unleashed
02. Let Blood Rain
03. Rampage Of Revenge
04. Infernal Final Carnage
05. Devoured By Flames
06. Torn Apart
07. Godbeater
08. Killing Spree


Alexander Eitner [soulsatzero]
31.03.2007 | 17:11
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