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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: Bloodbound - Stormborn
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Cover von Bloodbound -- Stormborn
Band: Bloodbound Homepage Bloodbound bei Facebook Metalnews nach 'Bloodbound' durchsuchenBloodbound
Album:Stormborn
Genre:Heavy Metal, Power Metal
Label:AFM Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:21.11.14
CD kaufen:'Bloodbound - Stormborn' bei amazon.de kaufen
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"Das Lied von Schmalz und Feuer"

2012 legten die schwedischen Power Metaller BLOODBOUND mit „In The Name Of Metal“ vermutlich eine der besten Platten des Jahres vor, die ihrem Namen in jeder Hinsicht gerecht wurde. Die anschließende Tour mit den Label-Kollegen BRAINSTORM verhalf der Truppe zu weiterer Bekanntheit, weshalb es nun Zeit für eine neue Platte wird. Die hört auf den Namen „Stormborn“ und ist gerade über AFM Records erschienen.

„Stormborn“ ist zwar kein ausgewachsenes Konzeptalbum geworden, aber dennoch lassen der Albumtitel und Songnamen wie „The Iron Throne“ oder „Blood Of My Blood“ keinerlei Zweifel daran, dass den Schweden George Martins derzeit so populäres Fantasy-Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ für ihre neue Platte als Inspiration diente. Ob sich die Herren mit Daenerys Targaryen dabei den vielleicht langweiligsten Charakter der ganzen Serie ausgesucht haben, weil sie im Buch weitgehend ineffektiv ist und sich in der HBO-Fernsehadaption höchstens durch frequente Barbusigkeit und rehäugige Blicke hervortut, sei an dieser Stelle mal dahingestellt. Viel wichtiger ist, ob und wie sich dieser Stoff auf die Musik auswirkt, zumal nur die wenigsten Bands vernünftige Konzeptalben schreiben können, wenn sie nicht gerade KING DIAMOND heißen. Das Beste, was man darüber im Regelfall sagen kann, ist: „stört nicht.“ So auch hier der Fall und damit geht das Ganze auch vollkommen in Ordnung. Ansonsten haben BLOODBOUND seit „In The Name Of Metal“ so gut wie nichts an ihrem Sound geändert. Gut ist das, weil der Fan hier sofort weiß, was er bekommt und weil auch „Stormborn“ die gleiche, fette Produktion wie sein Vorgänger aufweist. Das Album ist einmal mehr randvoll mit mitreißenden Gesangslinien, eingängigen Melodien und großen Refrains, garniert von technisch brillanter Leadgitarrenarbeit und angeführt vom großartigen Gesang Patrik Johanssons. Wie schon auf den vorangegangenen Alben der Schweden klingen auch auf dieser Platte ab und an recht deutlich die zahlreichen Vorbilder der Truppe durch, was BLOODBOUND erwartungsgemäß nahe an Kollegen wie DREAM EVIL heranrückt, aber auch Bands wie NIGHTWISH sind gelegentlich unter den klanglichen Wurzeln auszumachen. Aufgrund der nahen Verwandtschaft muss „Stormborn“ sich allerdings auch dem Vergleich mit dem überragenden „In The Name Of Metal“ stellen und hier kann die Platte nur verlieren. Während die Songs allesamt grundsolide ausfallen und sich mit „We Raise The Dead“ sowie „Made Of Steel“ auch zwei echte Ohrwürmer auf dem Album befinden, zündet das Material schlicht nicht so sehr wie beim letzten Anlauf. Nummern wie der Titeltrack oder „Satanic Panic“ machen durchaus Spaß, aber letztendlich lässt sich der Gedanke nicht abschütteln, dass hier die Überreste der Sessions zum letzten Album verwurstet wurden. Einer der Gründe dafür ist sicher, dass in etlichen Songs, darunter „Nightmares From The Grave“ oder „When All Light Fails“ der pathoslastige Schlager-Schmalz etwas überhandnimmt. Das macht im Falle von BLOODBOUND aber immer noch ein durchweg anständiges Album.

Die ebenfalls aus Schweden stammenden DREAM EVIL haben schon lange nichts mehr von sich hören lassen und da bieten BLOODBOUND die einzig sinnvolle Alternative. Im Vergleich zum vorangegangenen Album fällt „Stormborn“ zwar etwas zurück, aber nichtsdestotrotz bietet auch diese Platte eingängige Metal-Hymnen auf hohem Niveau und überschäumende Spielfreude. Da sieht man der Truppe auch gerne den teils arg hohen Schmalz-Faktor nach.

Trackliste:
01. Bloodtale
02. Satanic Panic
03. Iron Throne
04. Nightmares From The Grave
05. Stormborn
06. We Raise The Dead
07. Made Of Steel
08. Blood Of My Blood
09. When The Kingdom Will Fall
10. Seven Hells
11. When All Lights Fail
Spielzeit: 00:46:18

Line-Up:
Patrik "Pata" Johansson - Vocals
Tomas Olsson - Guitar
Henrik Olsson - Guitars
Anders Broman - Bass
Fredrik Bergh - Keyboard
Pelle Åkerlind - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
24.11.2014 | 09:36
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