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Cover von Blues Pills -- Blues Pills
Band: Blues Pills Homepage  Metalnews nach 'Blues Pills' durchsuchenBlues Pills
Album:Blues Pills
Genre:Psychedelic, Retro Rock, Rock'n'Roll
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:25.07.14
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"Zehn wahnsinnig starke Songs"

Die meisten von uns werden sich an den Moment erinnern, der sie zur ehrlichen Musik gebracht hat. Oftmals beginnt diese Geschichte damit, dass man die Plattensammlung des Vaters oder der Mutter durchstöbert und feststellt, dass die Musik aus den 60er und 70er Jahren irgendwie mehr Herz hat, mehr Seele und mehr Leidenschaft. Ich kann euch beruhigen. Die BLUES PILLS bringen uns dieses Gefühl zurück, denn am Freitag erscheint das langersehnte Debütalbum des schwedisch-französisch-amerikanischen Quartetts.

Misst man diese Newcomer an ihrem Vorschusslorbeeren, müsste sich hinter ihrem Erstschlag die materialgewordene Genialität aller kosmischen Kräfte der Musik verbergen. Das ist vielleicht etwas übertrieben. Vielleicht aber auch nicht, denn den BLUES PILLS gelingt etwas, das in unserer heutigen Zeit eine große Meisterleistung ist: Sie schaffen den Spagat zwischen Retro-Einflüssen und einem absolut eigenen und spannenden Sound. Ob man diesen Sound nun Gitarrenwunderkind Dorian Sorriaux zuschreibt, der lebendigen Rhythmuswand aus Drummer Cory und Bassist Zack oder der druckvollen und emotionalen Soulstimme von Frontfrau Elin Larsson: Die Wahrheit liegt vermutlich in der goldenen Mitte und erweckt eine junge Band zum Leben, die sich auf der Bühne des Woodstock-Festivals ausgesprochen wohlgefühlt hätte. Zum neuen Album bleibt zu sagen, dass die BLUES PILLS zehn wahnsinnig starke Songs im Gepäck haben, von denen sich keiner vor dem jeweils anderen verstecken muss. Gleichwohl fallen einige Änderungen auf. So hat der Vierer zum Beispiel den Bandklassiker "Devil Man" auf die Werkbank gelegt und einige Feinheiten in den Song geschmirgelt. Aber auch insgesamt hat die Truppe ihren Sound überholt: Wirkte die erste EP noch sehr klar, druckvoll und rhythmusbetont produziert, ist es auf dem Debüt der Vibe, der das Geschehen regiert. Dadurch fällt der Klang insgesamt roher und psychedelischer aus, aber auch sehr viel lebendiger und nicht so klinisch.

Falls euch die BLUES PILLS noch kein Begriff sind, rennt schnellstmöglich zum Plattendealer eures Vertrauens und holt diesen Missstand nach. Sofern ihr Blues, Soul, Psychedelic und Rock'n'Roll auf derselben Bühne sehen wollt, werdet ihr keinesfalls enttäuscht sein.

Trackliste:
01. High Class Woman
02. Ain't No Change
03. Jupiter
04. Black Smoke
05. River
06. No Hope Left For Me
07. Devil Man
08. Astralplane
09. Gypsy
10. Little Sun
Spielzeit: 00:42:47

Line-Up:
Elin Larsson - Vocals
Dorian Sorriaux - Guitar
Zack Anderson - Bass
Cory Berry - Drums
Timon Menge [sludgeworm]
20.07.2014 | 13:07
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