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Cover von Blut Aus Nord -- 777 – The Desanctification
Band: Blut Aus Nord Homepage Blut Aus Nord bei MySpace.com Metalnews nach 'Blut Aus Nord' durchsuchenBlut Aus Nord
Album:777 – The Desanctification
Genre:Ambient, Avantgarde/Electronica, Post/Avantgarde Black Metal
Label:Debemur Morti
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:11.11.11
CD kaufen:'Blut Aus Nord - 777 – The Desanctification' bei amazon.de kaufen
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"Ein [Alb-]Traum in Schwarz"

Mit „777 – The Desanctification“, der mittlerweile neunten Full Length-Veröffentlichung aus dem Hause BLUT AUS NORD, folgt - nur knappe sieben Monate nach „777 – Sect[s]“ vom April dieses Jahres - nun der Nachschlag bzw. zweite Teil ihrer "777"-Trilogie.

Auf "The Desanctification" hat man es sich zum Ziel gesetzt, „die [kalte] Realität, die erschreckende, unerträgliche Einsamkeit in einer [...] Welt ohne materielle und spirituelle Elemente, in der die Menschheit befreit [ist] von dem Korsett von Kultur, Geschichte und Aberglaube, befreit von Idolen, aber nunmehr allein in einem massiven, leeren Universum steht, ohne [jegliche] Emotion, Absicht oder Grund“ zu vertonen, „ein schrecklicher Ort, an dem gleichwohl der moderne Mensch lebt": dementsprechend herrscht ein ausgesprochen atmosphärischer, teilweise albtraumhafter, elektronischer und v.a. abweisend kalter Sound vor.
Das vom Trio nunmehr zu Vindsvals Ein-Mann-Armee reduzierte Outfit bettet seinen vorliegenden Soundtrack zur Apokalpyse nämlich mittlerweile vornehmlich in sterile, verschleppte oder auch mal flott blastende Drumcomputerbeats und Elektronik- bzw. Synthie-Klänge, die nur noch bruchstückhaft mit Black Metal-Elementen verbrämt werden. Vindsvals gutturale Vocals, wohl oftmals rückwärts aufgenommen [gleichsam schaurig-schönen, guten alten „backwards messages“ wie anno dunnemals], und diverse schräge Parts, wie z.B. der Anfang von „Epitome VIII“, zerren hier auch schon mal hinreichend an den Nerven des Hörers. Der Endpart desselben Songs allerdings entschädigt dann mit flächigen Gitarren auch schon fast wieder für diese Strapazen, ähnlich dem sphärischen „Epitome IX“ oder seinem etwas ausführlicheren, größeren Bruder „Epitome XI“.
Bei „Epitome X“ geben sich Harmonie- und Raspelgesang vor SAMAELesken E-Beats und Schraddelgitarren ein Stelldichein, insgesamt EBM-Gesellen wie FRONTLINE ASSEMBLY gar nicht so unähnlich. „Epitome XII“ geht sogar noch einen Schritt weiter, tönt mithin beinahe schon wie alte DEPECHE MODE oder NINE INCH NAILS, bevor mit „Epitome XIII“ wieder der Schwenk zurück gen Schwarzmetall-Gegurgel gemacht wird und interessanterweise sogar ein paar klangliche Parallelen zu den Landsmännern von GLORIOR BELLI gezogen werden können.

BLUT AUS NORD bietet auf "777 - The Desanctification" tiefschwarze Klangkaskaden feil, die mal manisch, mal Ambient-artig, stets aber fordernd und atmosphärisch sind. Das hat vielleicht nur noch marginal mit "traditionellem" Black Metal zu tun, ist aber ob seiner bewussten Dissonanz und Monotonie [„Epitome VIII“] deshalb nicht unbedingt weniger boshaft oder angenehmer anzuhören.
Die meisten Ambient bzw. Post Black Metal-Aficionados wissen mit dem Namen BLUT AUS NORD vermutlich ohnehin längst etwas anzufangen, alle anderen täten gut daran, zumindest ein Ohr zu riskieren...

Trackliste:
01. Epitome VII
02. Epitome VIII
03. Epitome IX
04. Epitome X
05. Epitome XI
06. Epitome XII
07. Epitome XIII
Spielzeit: 00:42:47

Line-Up:
Vindsval - Vocals, Guitars, Keyboards, Electronics


Dirk Konz [dkay] | 07.11.2011 | 22:23

Durchschnittliche Leserwertung: 6.0 / 7 Punkten

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Kommentar von: Bratbecker
keine Wertung | 08.11.2011 -- 19:25
Hoffe darauf, dass Shub Recht behält. Hab es noch nicht gehört, aber die Band hat mich selten bis nie enttäuscht.
Kommentar von: shub
Wertung: 6/7 | 08.11.2011 -- 17:24
Es grenzt mal wieder an ein Meisterwerk!
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