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Cover von Brain Drill -- Quantum Catastrophe
Band: Brain Drill Homepage Brain Drill bei Facebook Metalnews nach 'Brain Drill' durchsuchenBrain Drill
Album:Quantum Catastrophe
Genre:Brutal Death
Label:Metal Blade Records
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:07.05.10
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"Manchmal kommen sie wieder"

Dylan Ruskin ist ein Junge, der eine verdammt schwere Kindheit gehabt haben muss. Anstatt sein unglaubliches Talent und alle möglichen Körperteile in den Rock ’n Roll und die damit verbundenen Annehmlichkeiten zu stecken, hält der Ami seit Jahren den Griffbrettwichsrekord auf der Sechssaitigen und schreibt Hochgeschwindigkeitsepen über Weltuntergangsszenarien.

Gut für die Gemeinde, denn BRAIN DRILL sind im Zirkus der necrophagisierten Fanschar, die unterhalb des Massakers gesichtslos und zynisch auf immer neue Herausforderungen wartet, ein echtes Extrem. War das Debüt eine Art ranziger Kadaver, der zur Feier des Tages noch mal vom teuersten Chirurgen der Welt bearbeitet werden durfte, so ist „Quantum Catastrophe“ eher ein Zombie, der wie wild in der Psycho-Klinik reanimiert werden soll und durch die nicht enden wollende Rotation des Gehirnbohrers vom Untoten-Zustand unmittelbar in den adrenalingeschwängerten Wahnsinn driftet.
Grundlage ist eine runderneuerte Mannschaft. Wir erinnern uns: Nur wenige Wochen nach dem Release von „Apocalyptic Feasting“ brach der Vierer zu einer Tour auf, die allerdings eher einer Erntedankfahrt glich, denn die Kaputten [außer Dylan] konsumierten in ihrem winzigen Van ganze Plantagen besten THC-Auswurfs. Konsequenz: Bekanntschaft mit den unangenehmen Seiten der Freunde und Helfer, ein Ausraster Dylans und das frühe Zugrabetragen einer der außergewöhnlichsten Bands aller Zeiten.
Glücklicherweise kanalisierte Dylan seine Wut in noch mehr Training auf der Klampfe, nahm Shouter Steve Rathjen als einzigen reuigen Sünder wieder in die BRAIN DRILL-Mannschaft auf, die durch zwei Neuzugänge verstärkt wurde und danach etwas erschuf, was die Welt noch nicht gehört hat. Dass BRAIN DRILL schneller als alle anderen sind, ist kein Geheimnis. Was man hier allerdings in Sachen Kompositionstechnik auffährt, hat was von außerirdischer Invasion. Und daher ist Vorsicht geboten. Anders als beim Vorgänger hat man den Anteil der locker-flockigen Death Metal Groove-Parts etwas zurückgeschraubt – wenn auch nicht eliminiert [siehe zum Beispiel „Awaiting Imminent Destruction“]. Daher muss man sich zwangsläufig auf die Licks aus dem Ultra-Komplex-Baukasten konzentrieren und ist schnell geneigt, dem Ganzen den Stempel „Angebermucke“ aufzudrücken. Mein Tipp: Gebt dem Ganzen etwa vier Durchläufe. Plötzlich bleibt erstaunlich viel hängen, schrauben sich geniale Melodien aus den vermeintlichen Fingerübungen ins Ohr, prägen sich die Grooves ein und ergeben die Breaks einen Sinn. Von da an ist man süchtig nach der Scheibe, gegen die die letzte NECROPHAGIST rüberkommt wie ’ne dufte Rockplatte. Schön ist auch, dass man im Gegensatz zu fast allen anderen Frickel-Kapellen gänzlich auf Deathcore-Anteile verzichtet. Wo genug Substanz ist, braucht es eben keine Beatdowns. Stattdessen trifft man auf Melodieführungen aus anderen Kulturkreisen oder vergangenen Jahrhunderten, garniert mit jeder Menge genialer Todesblei-Riffs.

Erneut ein Meisterwerk der vielleicht talentiertesten, mit Sicherheit aber wahnsinnigsten Truppe im Death Metal Universum. Allein der 11[!!!]-minütige Titelsong dürfte reichen, um kollektives Herzrasen zu verursachen. Kaufen und staunen!

Trackliste:
01. Obliteration Untold
02. Beyond Bludgeoned
03. Awaiting Imminent Destruction
04. Nemesis Of Neglect
05. Entity Of Extinction
06. Mercy To None
07. Monumental Failure
08. Quantum Catastrophe

Spielzeit: 00:41:54

Line-Up:
Steve Rathjen – Vocals
Dylan Ruskin – Guitar
Ivan Munguia – Bass
Ron Casey – Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
08.05.2010 | 09:13
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