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Cover von Bring Me The Horizon -- Sempiternal
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Album:Sempiternal
Genre:Metalcore, Modern Metal
Label:Sony Music
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:29.03.13
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"Es lebe der Fortschritt"

Die britischen Buben von BRING ME THE HORIZON gehören zu den Bands, welche gern mal die homogene Metalwelt in den einen oder anderen Konflikt treibt. Von einigen geliebt, von anderen verteufelt, von manchen sogar beides. Jetzt aber beschreiten die Mannen um Sänger Oliver Sykes mit „Sempiternal“ so manch neuen Pfad, man könnte fast behaupten, mit dem vierten Album wird die Band noch ein weiteres Stück erwachsener.

Zugegeben, so richtig vom Hocker haben mich BMTH bislang noch nicht wirklich gerissen, Hype hin oder her. Vielleicht könnte es diesmal passen. Doch der Auftakt „I Can Feel You In My Heart“ geht fürchterlich in die Hose. Das liegt weniger am Klargesang, den der gute Oli diesmal präsentiert, sondern daran, dass mir die Nummer fürchterlich auf die Nerven geht. Bereits der Songtitel klingt nach Kitsch. Auch die eingestreuten Elektro-Elemente lassen meine Mundwinkel auf Merkel-Niveau sinken. Der Song und ich werden keine Freunde mehr, da ist nichts zu machen. Aber gottlob wird es umgehend besser. Bereits mit „The House Of Wolves“ besinnt man sich der Stärken und „Empire“ ist einfach ein geiler Song mit Hitpotential [sprich ohrwurmtauglich] und richtig Wumms, der diesen anfänglichen Fehltritt fast vergessen lässt. Der Höhepunkt auf dem Album ist und bleibt auch nach x-maligem Durchhören „Sleepwalking“, ein intelligent komponierter und facettenreicher Song, welcher die These des anfänglich erwähnten Erwachsenwerdens unterstreicht. Der Rest von „Sempiternal“ ist teils passabel, teils richtig gut. Zum Abschluss kann ich noch „Hospital For Souls“ empfehlen, ebenfalls ein richtig cooler fast episch zu nennender Song [wie das bereits gelobte "Sleepwalking"], der unter die Haut geht und noch mal so etwas wie Emotionen freisetzt.

So richtig über den grünen Klee kann ich „Sempiternal“ zwar nicht loben, aber insgesamt gesehen bieten BRING ME THE HORIZON ein durchaus rundum gutes Album. Sieht man mal vom Opener ab, gegen den ich immer noch erfolglos ankämpfe, finden sich in der Dreiviertelstunde Spieldauer ein paar gute Songs und soger ein oder zwei richtige Perlen. Der Sound kann sich ebenfalls hören lassen, man verzichtet zum Glück auf eine allzu klinische Produktion. Daher klingt das Album außerordentlich druckvoll. Bleibt abzuwarten, ob die mittlerweile nicht mehr wirklich überschaubare Fanschar diesen Weg mitmacht und die Weiterentwicklung dieser Band hornoriert. Auf jeden Fall, da bin ich fast sicher, können die Sheffielder ein paar neue Freunde gewinnen, die bislang der Band nichts abgewinnen konnten. Weg vom reinen Boygroup-Metalcore, eher tendiert die Mucke nunmehr auch genreübergreifend unter anderem in Richtung Alternativ-Rock, mitunter sogar mit ansatzweise poppigen Einschüben.

Trackliste:
01. I Can Feel You In My Heart
02. The House Of Wolves
03. Empire
04. Sleepwalking
05. Go To Hell
06. Shadow Moses
07. And The Snakes Start To Sing
08. Seen It All Before
09. Anti-Vist
10. Crooked Young
11. Hospital For Souls
Spielzeit: 00:46:57

Line-Up:
Oliver Sykes – Vocals
Lee Malia - Guitars
Matthew Nicholls - Drums
Matt Kean - Bass
Jordan Fish - Programming and Keyboards
Frank Wilkens [Fränky]
04.04.2013 | 13:09
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