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Album:Omen Of Disease
Genre:Death Metal
Label:Century Media
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:27.09.13
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"Ordentlich"

Es gab sehr viele wahrscheinlichere Dinge als eine BROKEN HOPE-Reunion. Schließlich konnten die Deather aus Chicago schon zu Lebzeiten nie wirklich aus dem übermächtigen CANNIBAL CORPSE-Schatten heraustreten, obwohl beide Bands 1988 gegründet wurden und sich allerspätestens Mitte der Neunziger in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Als die Band im Jahre 2000 nach fünf Alben [davon vier auf Metal Blade], kaum kommerziellem Erfolg und einigen Line-Up-Querelen frustriert das Handtuch warf, schien endgültig Schicht im Schacht zu sein. 2007 dachte Mastermind Jeremy Wagner erstmals öffentlich über eine Reunion nach, die zwischenzeitlich auch schon fast in trockenen Tüchern war, bis sich Gründungsmitglied, Sänger und Aushängeschild Joe Ptacek 2010 tragischerweise das Leben nahm. 2012 wagte Wagner dann trotzdem einen neuen Anlauf mit drei komplett neuen Mitgliedern und ex-Bassist Shaun Glass, der zwischenzeitlich mit SOIL am Mainstream-Erfolg schnupperte.

„Omen Of Disease” hat als Reunion-Album natürlich die ungeschriebene Verpflichtung BROKEN HOPE-Fans aller Schaffensphasen zu überzeugen und ist somit nicht die stumpfe Fortsetzung des letzten, in Fankreisen umstrittenen Drehers „Grotesque Blessings” [1999] geworden. Litt „Grotesque Blessings” vor allem unter der schwachen, pappigen Produktion, so klingt „Omen Of Disease” produktionstechnisch fast schon zu sauber und perfekt, um den angedeuteten Gore-Faktor glaubwürdig rüberzubringen. Auch die technischen, zuweilen progressiven Elemente, die bei BROKEN HOPE seit dem Highlight „Loathing” [1997] im Bandsound Platz gefunden hatten, wurden radikal reduziert. Und so tönt „Omen Of Disease” erwartungsgemäß wie eine souveräne Mischung der gesamten BROKEN HOPE-Diskografie. Da gibt es also pfeilschnelle Blastbeat-Abfahrten, ein paar fiese Breaks, groovige Midtempo-Momente und abgrundtiefes Brutal Death-Geröchel. Neugrunzer Damian Leski [GORGASM] hat nicht das Charisma eines Joe Ptacek, macht seine Sache aber auf jeden Fall ordentlich. Wirklich extrem, aufregend oder außergewöhnlich wirkt das im Jahre 2013 natürlich nicht mehr, aber mit dem dynamischen „Ghastly”, dem Titeltrack oder „Carnage Genesis” haben BROKEN HOPE doch einige Perlen auf „Omen Of Disease” gepackt, nachdem der Opener „Womb Of Horrors” wie eine zu Recht ausrangierte B-Seite vom Kult-Debüt „Swamped In Gore” [1991] wirkt und somit eine eher abschreckende Wirkung entfaltet. Die Neuaufnahme des Band-Hits „Incinerated” [natürlich vom Debüt] wäre auch nicht nötig gewesen, hievt die Spielzeit der Scheibe aber immerhin über die 35 Minuten-Grenze.

Wunder darf man hier nicht erwarten, aber alle alten BROKEN HOPE-Fans sollten mit „Omen Of Disease” auf jeden Fall zufriedengestellt sein. Das Teil ist eine wenig überraschende, aber ordentliche bis gute Death Metal-Schlachtplatte geworden, der man den Unterhaltungswert nicht absprechen kann. Vielleicht haben BROKEN HOPE ja sogar noch einen kommenden Klassiker in sich. Wäre toll!

Trackliste:
01. Septic Premonitions [Intro]
02. Womb Of Horrors
03. Ghastly
04. The Flesh Maniac
05. Rendered Into Lard
06. Omen Of Disease
07. The Docking Dead
08. Give Me The Bottom Half
09. Predacious Poltergeist
10. Blood Gullet
11. Carnage Genesis
12. Choked And Castrated
13. Incinerated [2013 Redux]
Spielzeit: 00:36:06

Line-Up:
Damian Leski – Vocals
Jeremy Wagner – Guitar
Chuck Wepfer – Guitar
Shaun Glass – Bass
Mike Micezek – Drums
Michael Siegl [nnnon]
21.09.2013 | 14:26
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