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Band: Bury Tomorrow Homepage Bury Tomorrow bei Facebook Metalnews nach 'Bury Tomorrow' durchsuchenBury Tomorrow
Album:The Union Of Crowns
Genre:Metalcore, Modern Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:13.07.12
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"Ein frischer Wind"

Man kann die britische Metalcore-Band BURY TOMORROW durchaus als Senkrechtstarter bezeichnen. Nach ihrer Gründung 2006 wurden sie spätestens mit ihrem Debüt „Portraits“ 2009 als frische Newcomer gefeiert, die sich vom restlichen Wust der Core-Gemeinde deutlich abgehoben haben. Nach zahlreichen Touren mit namhaften Vertretern der modernen Hartwurst klopfte Anfang dieses Jahres selbst der schwäbische Branchen-Primus Nuclear Blast bei dem jungen Fünfer an und vertreibt nun das zweite Werk „The Union Of Crowns“. Können sie die Vorschusslorbeeren und den Erwartungen wirklich gerecht werden oder versinken BURY TOMORROW ins musikalische Mittelmaß?

Die Jungs von der Insel schicken gleich 14 Tracks ins Rennen, von denen nur selten welche die Vier-Minuten-Marke durchbrechen und kommen so dennoch auf eine beachtliche Spielzeit von fast 55 Minuten. Diese Länge darf direkt als Minuspunkt gewertet werden, denn dank der Vielzahl der oft ähnlich gestrickten Songs kann es durchaus herausfordernd sein, die Konzentration über die gesamte Zeit aufrecht zu erhalten. Obwohl natürlich wie im Genre gewohnt zwischen klaren und geshouteten Vocals gewechselt wird, bleibt die Abwechslung auf halben Wege liegen und manche Lückenfüller schleichen sich bei fast einer Stunde schon mal ein. Dies ausgeblendet haben BURY TOMORROW aber durchaus vitalisierende Kost zu bieten, die das geneigte Bangerlein schnell zum Mitwippen und Nackentraining animiert. Lieder wie der Opener „Redeemer“ oder „Message To A King“ gehen gut nach vorne und bieten neben den obligatorischen Breakdown-Mosh-Phasen einen erfrischend breites Spektrum von verträumt bis absolut arschkickend. Zudem haben BURY TOMORROW ein sehr feines Gespür für die richtige Balance aus Melodie und Härte, variieren teilweise geschickt mit dem Tempo und feuern nach fetten Riff-Salven begleitet von den aggressiven Zeilen von Daniel Winter einen klar gesungenen Refrain von Gitarrist Jason Cameron ab, um mit einem coolen Solo aufzuwarten. Der Klargesang beschränkt sich hierbei nicht nur auf den Chorus sondern übernimmt hin und wieder die Führung und macht damit den Hauptsänger ordentlich Konkurrenz. Im Gegensatz zu einem beschämend hohen Anteil der Core-Szene besitzt Jason Cameron ein überwältigend gut funktionierendes Organ, das rau und rockig rüberkommt und darüber hinaus eine sehr hohe Variabilität aufweist. Das vorab veröffentlichte „Lionheart“ oder das melodische „Kingdoms“ kann durchaus als Verweis herangezogen werden, obwohl der Gute natürlich ab und zu etwas schwulstig singt. Die Gitarrenarbeit fällt melodischer und detailverliebter aus als bei vergleichbaren Bands und überzeugt fast auf ganzer Linie. Soli, Melodien, zweistimmige Harmonien, alles vorhanden, um das Herz zu erwärmen. Durch die neue Heimat muss produktionsmäßig nichts vermisst werden, alles kommt druckvoll und sauber aus den Boxen und macht mächtig Dampf. Da machen Songs wie das eingängige „An Honorable Reign“, das an ARCHITECTS anmutende „Bitemarks“ oder das aggressive „Sceptres“ gleich doppelt Spaß.

BURY TOMORROW wirken tatsächlich wie ein frischer Wind im von Stümpern heimgesuchten Metalcore-Genre. Zwei äußerst talentierte Sänger treffen auf exzellente Gitarristen, die ihr Handwerk meisterhaft beherrschen. Breakdowns dürfen genauso wenig wie groß in Szene gesetzte Refrains fehlen und genießen ein gutes Maß aus Melodie und Härte. Um bei den ganz Großen mitzumischen fehlt es den Briten allerdings noch an der Abwechslung, viele der 14 Tracks schlagen zu deutlich in die gleiche Kerbe und erschweren es, die Konzentration über eine gesamte Stunde zu wahren. Dennoch sind BURY TOMORROW erst in den Startlöchern und haben das Potenzial an die Spitze zu kommen.

Trackliste:
01.Redeemer
02.The Maiden
03.Lionheart
04.Message to a King
05.An Honourable Reign
06.Knight Life
07.Royal Blood
08.Bitemarks
09.Abdication of Power
10.Kingdom
11.1603
12.Sceptres
13.Vacant Throne
14.A Curse
Spielzeit: 00:54:43

Line-Up:
Bass: Davyd Winter Bates
Guitar: Mehdi Vismara
Vocals: Daniel Winter
Drums: Adam Jackson
Vocals/Guitar: Jason Cameron
Nico Carvalho [Champ]
15.07.2012 | 22:50
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