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Cover von C.B Murdoc -- The Green
Band: C.B Murdoc bei Facebook Metalnews nach 'C.B Murdoc' durchsuchenC.B Murdoc
Album:The Green
Genre:Hardcore, Progressive
Label:Spinefarm Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:30.03.12
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"Djent?"

Einen Gefallen haben sich C.B MURDOC aus Stockholm mit ihrem Presseinfo zum Debütalbum „The Green” nicht wirklich getan. Da referiert ein finnischer Journalist sinngemäß darüber, dass alle sogenannten Djent-Bands keine Ahnung von dem Genre haben [bzw. dieses „falsch” repräsentieren], weil sie nicht EXAKT wie MESHUGGAH klingen, sondern sich stilistisch zu weit aus dem Fenster lehnen, im gleichen Atemzug hingegen revolutionieren C.B MURDOC das gesamte Genre, weil sie zu einem wie der bösartige kleine Bruder von MESHUGGAH klingen, sich zum anderen aber etwas trauen und z.b. Synths und Melodien in ihren Sound integrieren. Aha. Wo liegt in diesem Gedankengang wohl der Fehler?

Hat man sich anschließend frei von allen Vorurteilen gemacht und geht offen und objektiv an „The Green” heran, dann wird man feststellen, dass C.B MURDOC zwar in viele Schubladen passen, aber sicher nicht komfortabel in die mit der „Djent”-Beschriftung. Und wie MESHUGGAH klingen C.B MURDOC übrigens sowieso nur stellenweise [z.b. beim billigen Thordendal-Abklatsch-Solo von "By Omission"], was die Abhandlung im Presseinfo noch merkwürdiger erscheinen lässt. Die Schweden [bei denen übrigens einige Ex-Musiker der aufgelösten Black Metaller MÖRK GRYNING ihr Unwesen treiben] spielen auf „The Green” progressiven Hardcore mit einigen guten, außerschubladischen Ideen, die in schnelleren Momenten an STRAPPING YOUNG LAD oder THE HAUNTED erinnern. Einige wenige Riffs könnten zwar tatsächlich von MESHUGGAH stammen, aber die recht organische, erdige und recht warme Produktion verwischen die Querverweise. C.B MURDOC haben im Großen und Ganzen mehr mit Bands wie CONVERGE, COALESCE, uralten THE DILLINGER ESCAPE PLAN oder DEADGUY als mit PERIPHERY, TESSERACT, ANIMALS AS LEADERS oder UNEVEN STRUCTURE gemein. Ob "The Green" nun Djent ist oder nicht, ist letztlich natürlich nicht wirklich relevant, es geht selbstverständlich in erster Linie um die Qualität. Und auch da hakt das Werk leider: Die Songideen sind zu selten wirklich zwingend und auch nach öchzig Durchläufen bleibt, trotz einigen eingestreuten Synth- und Gitarren-Melodien, wenig bis gar nichts hängen [Ausnahme: Das coole „Trinkets Of Deceit” und Momente von „D.I.D.”, dem djentigsten Stück der Scheibe]. Dazu kommt das etwas zu monotone Gebrülle von Fronter Johan, der die Songs noch gleichförmiger und stumpfer erscheinen lässt. Natürlich sind C.B MURDOC talentierte Musiker, aber das heißt bekanntlich noch lange nicht, dass dabei auch ein wirklich gutes Album herauskommen muss.

Djent-Kiddies, die alles haben müssen, was in irgendwelchen Internet-Foren als selbiger angepriesen wird, sollten sich also vor C.B MURDOC und „The Green” in Acht nehmen. Alle anderen bekommen ein hartes, okayes Album ohne wirkliche Höhepunkt und Widerhaken serviert. Wem das reicht...

Trackliste:
01. Devon
02. Patch
03. Changeling
04. Adore
05. Two In One
06. Trinkets Of Deceit
07. D.I.D.
08. By Omission
Spielzeit: 00:40:22

Line-Up:
Johan Ljung – Vocals
Fredrik Boëthius Fjärem – Guitar
Kim Wenneström – Guitar
Thomas Hellgren – Bass
Johan Larsson – Synth
Carl-Gustav Backström – Drums
Michael Siegl [nnnon]
31.03.2012 | 13:37
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