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Reviews von Cadaveria
CD Review: Cadaveria - Horror Metal

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Cover von Cadaveria -- In Your Blood
Band: Cadaveria Homepage  Metalnews nach 'Cadaveria' durchsuchenCadaveria
Album:In Your Blood
Genre:Death/Thrash Metal, Doom Metal, Heavy Metal
Label:Season Of Mist
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:14.05.07
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"Vielseitig muss nicht immer gut sein!"

CADAVERIA, bekanntermaßen gegründet von den beiden Ex-OPERA IX Musikern Cadaveria [Vocals] und Marcelo Santos [Drums] sind eine der wohl meistdiskutierten Bands der letzten Jahre. Niemand will sich bis heute so richtig auf Pro oder Contra einschießen. Auch das mittlerweile dritte Album, „In Your Blood“, gleicht nur noch in den Ansätzen den älteren Veröffentlichungen, wie auch der Vorgänger [„Far Away From Conformity“] nur ansatzweise dem Erstling [„The Shadows Madame“] ähnelt. Man mag es Evolution nennen, aber ob diese in eine für Fans positive Richtung verläuft, darf bezweifelt werden, denn „In Your Blood“ hat nach mehreren Durchläufen mehr ernüchtert als befriedigt.

Als Hauptkritikpunkt sei gleich bemerkt, dass das Album erst sehr spät in die Gänge kommt. Bereits im Opener [„100.000 Faces“] plätschert die Musik geradezu simpel strukturiert und eintönig vor sich hin. Derselbe Riff zieht sich wie ein alter Kaugummi durch den gesamten dreiminütigen Song und wird nur hier und da variiert. Da retten leider auch die noch immer an Angela Gossow [ARCH ENEMY] erinnernden, harschen Vocals nicht viel. Diese wurden übrigens in Sachen Variation weiter ausgebaut, was an sich positiv gewertet werden sollte. So gibt es neben den angesprochenen Grunzparts auch wieder die gewohnten Shouts, wenngleich diese allerdings ein wenig an Aggressivität eingebüßt haben. Neu sind eher sinnlich-träumerische Gesangseinlagen der Frontfrau, die ab und zu ein wenig an Islands Exportschlager BJÖRK erinnern. Weniger wegen der passenden, wohl aber wegen eben jener fraglichen Schrägheit, bei der man sich doch fragen darf, ob hierauf verzichtet werden sollte, da es oftmals kraft- und lustlos anmutet.
Einen gewissen Groove, wie man ihn aus den Lagern von Altmeistern wie PRONG oder EKTOMORF kennt, darf man der Band allerdings bei aller negativen Kritik nicht absprechen. Es stellt sich lediglich die Frage, wieso das erkennbare Potential [gerade bei den Saiteninstrumenten] einfach nicht genutzt wird. Vereinzelt ist deutlich gefühlvolles wie auch absolut technisch versiertes Gitarren- bzw. Bassspiel zu hören, das jedoch leider immer wieder in den vorherrschenden, dumpf-tiefen Gesamtsound übergeht und – so scheint es - lediglich beinahe MINISTRY-like der Rhythmik dient. So ist es wohl auch zu erklären, dass wir erst im vierten Song [„MEMENTO AUDERE SEMPER“] ein als solches zu erkennendes Solo hören, was dem Album erstmals einen Zuwachs an melodiöser Abwechslung verleiht.
Man hat wie gesagt den Eindruck, dass die Platte erst bei Titel Nr. 10 in Gang kommt und erst hier das Klangbild erreicht wird, das man sich eigentlich für das gesamte 12-Track-Album hätte wünschen dürfen. Komischerweise klingen die Drums im hinteren Drittel des Albums frischer und abwechslungsreicher. Ansonsten kommt das Schlagwerk eher statisch und hölzern daher.

Sollte man „In Your Blood“ nun musikalisch einordnen wollen, würde ein Genre bei Weitem nicht ausreichen. Man bewegt sich munter hin und her und bedient sich der markanten Merkmale aus Doom, Death, Progressive und klassischem Heavy Metal, macht aber auch gern Abstecher in modernere, corige Gefilde. Im Gesamten wächst der Eindruck, dass man in Sachen Geschwindigkeit den Regler deutlich zurückgedreht hat. Vielleicht zugunsten der neuen, verträumten Vocalparts, man weiß es nicht. Alles in Allem ein zwar interessantes und innovatives Album, jedoch angesichts der Vorgänger leider wenig erfüllend und als Nachfolger nicht so wirklich befriedigend.

Trackliste:
01. 100.000 Faces
02. The Dream
03. Anagram
04. MEMENTO AUDERE SEMPER
05. Laying In Black
06. Queen Of Forgotten
07. Exorcism To Chaos
08. Uneven Like Clouds
09. Before The Apes Came
10. Virutal Escape From Tragedy
11. Atypical Suggestions By A Dead Artist
12. Enlightened


Patrick Franken [Border]
17.05.2007 | 18:18
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