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"Von wegen „großer Aufruhr“!" | ||||||||||||||||||
| Das 2008 erschienene Debütalbum von CARVER, die damals noch SUBTERFUGE CARVER hießen, wurde auf den Namen „Deathcore“ getauft, hat aber sonst mit dem gleichnamigen Brachial-Genre nicht viel zu tun. Der demnächst erscheinende Zweitling der Band aus dem Großraum Stuttgart hört auf den Namen „The Great Riot“ und – man ahnt es bereits – dieser ist ähnlich irreführend. Denn „aufrührerisch“ ist die Platte eher nicht. Randale? Krawall? Umschwung? Fehlanzeige! CARVER klingen wie so viele Bands aus den mittleren bis späten 90er-Jahren, an die sich heute kaum noch jemand erinnern kann – oder mag. Sie spielen unheimlich groovebetonten und druckvollen, im Grunde genommen aber dann doch vollkommen zahmen Rock. Sicher, man kann ihnen nicht absprechen, dass der Groove schon ordentlich sitzt und man unweigerlich immer wieder erfolgreich zum Mitwippen animiert wird, aber das Songwriting ist über weite Strecken doch eher mau. Vieles klingt dazu noch recht glattgebügelt, gerade so, als wollten CARVER einen Großangriff auf das Formatradio starten [z.B. in „No One“, einer Radio-Ballade in der belanglosen – aber erfolgreichen – GREEN DAY-Machart]. Zu diesem Unterfangen fehlen ihnen allerdings schlicht und ergreifend die richtig guten Songs. Zwar tut auf „The Great Riot“ nichts wirklich weh [in jeglicher Hinsicht], andererseits gibt es aber eben auch nicht viel Besonderes zu entdecken. Es sind im Endeffekt zwei Songs, die ein wenig nach oben herausragen und CARVER letztendlich vor der totalen Bedeutungslosigkeit bewahren. Da wäre zum einen die relativ mutige und gar nicht mal schlecht umgesetzte Coverversion des MASSIVE ATTACK-Überhits „Teardrop“, die durchaus zu gefallen weiß, und schließlich das mit dem klassischsten Metal-Refrain der Platte aufwartende „Long Is The Road“. In ihrer Region sind CARVER sicher keine kleinen Fische und haben sich vermutlich eine relativ beträchtliche, loyale Fanbasis erspielen können, die nach „The Great Riot“ lechzen und das Album abfeiern, als sei es ihre neue Bibel. Das ist legitim und in einem gewissen Rahmen auch durchaus verständlich [man will ja dabei sein, wenn möglicherweise Großes entsteht], trotzdem kann man einfach nicht leugnen, dass die Band im Konzert der Großen noch lange nicht mitspielen kann. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. | ||||||||||||||||||
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![CD Review: Life Of Agony - 20 Years Strong - River Runs Red: Live In Brussels [Live]](/images/cdcovers/cdcover_1721903421.jpg)








