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Cover von Cathedral -- The Guessing Game
Band: Cathedral Homepage Cathedral bei Facebook Metalnews nach 'Cathedral' durchsuchenCathedral
Album:The Guessing Game
Genre:Doom Metal, Psychedelic
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:26.03.10
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"Rückkehr der Psychedelic Doom-Hexer"

Doom ist bekanntlich langsam, lässt sich gerne mal Zeit und was einem kompletten Genre recht ist, kann CATHEDRAL natürlich nur billig sein, weshalb sich Lee Dorrian und seine Spießgesellen gleich mal fünf Jahre Zeit gelassen haben, bevor sie sich mit „The Guessing Game“ aus dem selbstauferlegten Exil wagen.

Ihre Vorreiterstellung in Sachen Doom Metal läßt der Band aus Coventry seit geraumer Zeit nicht nur einen gewissen Spielraum, sondern fast schon Narrenfreiheit, was CATHEDRAL auch auf ihrem mittlerweile zehnten Album weidlich auszunutzen wissen.
Den sphärischen Intro-Klängen von „Immaculate Misconception“ [schon dieses Wortspiel schießt ob der Vermengung von „unbefleckter Empfängnis“ und „falscher Vorstellung“ den Vogel ab] folgt mit „Funeral Of Dreams“ bereits der erste Brocken, bei dem CATHEDRAL ganz unbefangen psychedelisches, Hippie-mäßiges Georgel, leiernde Rezitationen und sparsam eingestreute Doom-Riffs verquirlen. "Painting In The Dark" dagegen ist regelrechter Doom'n'Roll mit BEATLES-Referenzen, der auch auf ihrem „Hit“-Album „The Carnival Bizarre“ keine schlechte Figur gemacht hätte, das folgende „Death Of An Anarchist“ steigert sich von seinen anfänglich vermeintlich sanften Strukturen zu einem im Songverlauf immer entfesselter losrockenden Doom-Jam.
Hypnotische Orgeln und flötende Synthies dominieren den Titeltrack, der einen mit seinen URIAH HEEP-Referenzen in die schillernden 70er zurückversetzen will, bevor düstere Gitarren und schräge Keyboardklänge [die an den CLANNAD-Soundtrack zur 80er-TV-Serie „Robin Hood“ erinnern] mit „Edwige's Eyes“ wieder den vertrauten Hexensabbat-Doomrock ins Spiel bringen, wie ihn nur CATHEDRAL so genial verkommen hinbekommen.
„Cats, Incense, Candles & Wine“ bietet seltsamen Hippie-Rock, „One Dimensional People“ basslastigen, schepprig-dramatischen Doomdeath mit tiefer gestimmten Gitarren und das anschließende „Casket Chasers“ rockt unerwartet flott und beinahe im Stile der ersten vier Platten, mit jedoch zeitgemäßerem Anstrich. Der nächste Track, „La Noche Del Buque Maldito“ wiederum wütet querbeet und reichlich sperrig erst durch den Kräutergarten von Tante Psychedelia und dann durch den Gehörgang.
„The Running Man“ dürfte von BLACK SABBATH' „Iron Man“ inspiriert sein, und das zähflüssige „Requiem For The Voiceless“ bietet als erster Tierrechtssong der Doomhistorie durchaus ernsthaften Hintergrund, bevor mit der Selbstreferenz „Journeys Into Jade“ ein humorvoller Rückblick der Band auf ihre eigene, immerhin bereits 20 Jahre währende Geschichte und umfangreiche Diskographie, sowie ein Ausblick auf das, was man von dieser Band noch alles erwarten darf, dargeboten wird.

Lee Dorrians Gesang hat sich auf „The Guessing Game“ ebenfalls etwas gewandelt, scheint weniger rauh und eher im Rock-Kontext verankert, was den Kompositionen aber durchaus gut zu Gesicht steht.
Das kongeniale Album-Artwork, wie immer von Dave Patchett, der ja seit jeher für die grafische Gestaltung des CATHEDRAL-Doomiversums verantwortlich zeichnet, rundet zusammen mit der trockenen, rockigen Produktion von Warren Riker diese Rückkehr zu alter Form ab. Ein regelrechtes Gesamtkunstwerk, das auf eigentlich jeden anständigen Doom-Plattenteller zu liegen kommen sollte...

Trackliste:
01. Immaculate Misconception
02. Funeral Of Dreams
03. Painting In The Dark
04. Death Of An Anarchist
05. The Guessing Game
06. Edwige's Eyes
07. Cats, Incense, Candles & Wine
07. One Dimensional People
08. Casket Chasers
09. La Noche Del Buque Maldito [a.k.a. Ghost Ship Of The Blind Dead]
10. The Running Man
11. Requiem For The Voiceless
12. Journeys Into Jade
Spielzeit: 01:24:48

Line-Up:
Lee Dorrian - Vocals
Gary "Gaz" Jennings - Guitar
Leo Smee - Bass
Brian Dixon - Drums
Dirk Konz [dkay]
20.03.2010 | 16:35
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