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"Menschenverachtend, krank, großartig!" | ||||||||||||||||||
| Bock auf eines der wohl besten Death/Grind-Alben der letzten Jahre? Dann ist das Ende der Suche erreicht, denn was das US-amerikanische Quartett CATTLE DECAPITATION auf seiner neuen und inzwischen fünften Studioscheibe, „Monolith Of Inhumanity“, fabriziert, ist in jeglicher Hinsicht überragend. Irgendwo zwischen CEPHALIC CARNAGE, DEVOURMENT, BRUTAL TRUTH und ANAAL NATHRAKH angesiedelt, aber mit völlig eigener Note, wüten sich CATTLE DECAPITATION durch ihre elf Songs, dass es eine wahre Freude ist. Denn auf „Monolith Of Inhumanity“ ist etwas der Fall, was nur selten bei einem Album eintritt: Es stimmt [fast] alles. Klingt nach viel Lobhudelei, ist aber berechtigt, denn erfreulicherweise lassen sich CATTLE DECAPITATION nicht auf Schubladen eingrenzen, wildern munter im Death Metal und Grindcore, während hier und da mal rotzige Punk-Attitüde [„A Living, Breathing Piece Of Defecating Meat“], brutale Slam-Parts [„Forced Gender Reassignment“, „Lifestalker“], einige klirrende Black-Metal-Riffs oder auch düstere Dark-Ambient-Passagen wie in „The Monolith“ – eigentlich eine lange Überleitung zum gewaltigen Abschluss „Kingdom Of Tyrants“ – eingeflochten werden. Überhaupt steht bei aller Aggressivität, Brutalität und so manchem Gravity-Blast immer die Abwechslung an allererster Stelle, sodass für genügend Tempowechsel, überraschende Wendungen, spannendes Songwriting sowie immer wieder neue Details gesorgt ist. Neben dem prägnanten und variablen Drumming so beispielsweise im Gitarrenbereich, in dem Josh Elmore mit unkonventionellem Riffing überzeugen kann und dabei vor allem bei den Soli mit viel Spielwitz und Melodie [ja, richtig gehört! Siehe „Lifestalker“] punktet. Abwechslung zählt auch beim enorm variablen Gesang von Travis Ryan, der von heiserem Gebrüll über kehliges Geschrei bzw. Klagegesang bis hin zu den ultratiefen Growls alles auffährt und teils noch von Lenzig [CEPHALIC CARNAGE] und Mike Majewski [DEVOURMENT] durch Gastbeiträge unterstützt wird. Getragen wird „Monolith Of Inhumanity“ zudem von der wunderbar ausgewogenen, druckvollen und sehr transparenten Produktion von Dave Otero, der ganze Arbeit geleistet hat und der Truppe mal so eben den besten Studiosound der Bandgeschichte gezimmert hat. Aber CATTLE DECAPITATION wären nicht CATTLE DECAPITATION, wenn nicht auch Texte, Artwork und Hintergründe wieder enorm düster, nachdenklich, misanthropisch und ziemlich krank/fies wären – einen ersten Eindruck des Konzeptalbums gewährt ein Blick auf die Trackliste und natürlich das gelungene Cover aus der Feder von Wes Benscoter, das „Monolith Of Inhumanity“ bestens ergänzt. Kurzum: Nachdem ich mit den beileibe nicht schlechten „Karma.Bloody.Karma“ sowie „The Harvest Floor“ irgendwie trotzdem nie so richtig warm wurde, schlägt „Monolith Of Inhumanity“ hingegen schon nach kurzer Anlaufzeit ein wie eine Bombe. Denn: CATTLE DECAPITATION zeigen anno 2012 sehr eindrucksvoll, wie eigenständiger und abwechslungsreicher Death/Grind auszusehen hat, zumal sich auf dem neuen Output nicht ein einziger schwächerer Song befindet. Im Gegenteil, denn mit „Monolith Of Inhumanity“ liefern die Jungs ihr bislang stärkstes und vielseitigstes Album ab, das mit jedem weiteren Durchlauf immer wieder neue Details offenbart sowie gleichermaßen sperrig ist und gut ins Ohr geht – und fraglos ein heißer Anwärter auf das Album des Jahres im Todesblei-Bereich ist. Ganz ohne Witz! | ||||||||||||||||||
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