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Band: Cavalera Conspiracy Homepage Cavalera Conspiracy bei Facebook Metalnews nach 'Cavalera Conspiracy' durchsuchenCavalera Conspiracy
Album:Inflikted
Genre:Thrash Metal
Label:Roadrunner Records
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:28.03.08
CD kaufen:'Cavalera Conspiracy - Inflikted' bei amazon.de kaufen
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"Un, dos, tres, INFLIKTED!"

Meinung 1: "Jetzt dauert es bestimmt nicht mehr lange bis zur SEPULTURA-Reunion"
Meinung 2: "Ach, das wird nie was und wenn, dann nicht wie früher".
Meine Meinung [nach dem Genuss von "Inflikted"]: "SEPULTURA-Reunion? Wozu?".
Denn das, was SEPULTURA ausgemacht hat - nämlich das thashende Cavalera-Gespann Max & Iggor - ist unter dem Banner der CAVALERA CONSPIRACY wiedervereint und zeigt mit "Inflikted", wie Thrash aus Brasilien 2008 zu klingen hat:

Wer die Werke von Max kennt, weiß, dass man bisher immer irgendwo Tribal- oder Weltmusik-Elemente zu erwarten hatte. Waren diese bei "Dark Ages" schon der harten, düsteren Stimmung untergeordnet, beziehungsweise so gut integriert, so dass sie nicht mehr so herausstachen, wie noch auf "Roots" oder "Prophecy", hat die CAVALERA CONSPIRACY über weite Strecken ganz auf solche Elemente verzichtet; lediglich in den Soli und Melodien von Mark Rizzo ist noch der Hauch des Flamenko-Flairs zu finden.
Diese Reduzierung auf das Wesentliche, nämlich die brachialen Riffs, das stampfende Drumming und den aggressiven Gesang, verhilft "Inflikted" zu viel Stärke. Die Songs klingen noch thrashiger, direkter und durch verwendete Samples stellenweise auch moderner als die letzten SOULFLY-Scheiben, ausgefeilter als ganz alte, und schnörkelloser als die neuesten Werke von SEPULTURA [mit Max]: Kraftvoll, aggressiv und rau der Gesang, hart, präzise und treibend die Drums, getragen von groovenden Riffs, verfeinert mit schnellen, technisch eindrucksvollen Solis. Am Ende von "Ultra-Violent" ist, schön eingeflochten als kleine [und einzige] Verschnaufpause, ein clean-Gitarren-Part zu finden, mit "Hex", dem nächsten Track, geht es schon bald wieder brachial und schnell weiter.
Das Ganze ist in ein fettes Soundgewand gekleidet, das wirklich keine Wünsche übrig lässt: Klar und sauber klingt "Inflikted", doch stets natürlich, rau und drückend. Max, für den Sound verantwortlich, hat auch hier, unterstützt von Co-Produzent Logan Mader, ganze Arbeit geleistet: Keine glattgebügelte Produktion, wie sie Thrashalben in der heutigen Zeit oft über sich ergehen lassen müssen [man denke nur an neuere Veröffentlichungen aus dem Hause DESTRUCTION], doch zeitgemäß und modern.

Egal ob SEPULTURA, SOULFLY, NAILBOMB oder CAVALERA CONSPIRACY: Was Max Cavalera anfasst, wird lebendig, groovt, begeistert. Wenn dann noch sein Bruder mit von der Partie ist, kann die beiden wohl schlicht keiner stoppen. Zu dieser Erkenntnis kommt man nach dem Genuss von Klassikern wie "Arise", "Chaos A.D.", "Roots", oder eben, "Inflikted". Auch der Gastauftritt von Rex Brown [Ex-PANTERA] am Bass bei "Ultra-Violent" steht in alter Cavalera-Tradition, waren doch schon oft Musiker eingeladen, an seinen Werken mitzuwirken [u.a. Tom Araya von SLAYER oder Corey Taylor von SLIPKNOT/STONE SOUR]. Wenn auch viele Verehrer alter SEPULTURA mit seinen neueren Projekten wenig anfangen können, und auch SOULFLY-Fans nicht immer begeisterte Thrasher sind: "Inflikted" wird die Lager vereinen.

Die nach vielen Jahren des Zerwürfnisses wiedervereinten Cavalera-Brüder Max und Iggor haben hier ein Album geschaffen, das an Dynamik kaum zu überbieten ist, hart nach vorne geht, dabei aber den Hörer nie in einem Riffgewitter stehen lässt, sondern ihn in einem regelrechten Thrash-Sturm mitreißt: Widerstand ist zwecklos. Vollkommen. Und wenn man jetzt noch live die alten SEPULTURA-Klassiker zockt, wie Max dies mit SOULFLY schon seit jeher praktiziert, ist eine Reunion, nur um des Trademarks "SEPULTURA" willen, wirklich gänzlich überflüssig. Denn alles, was wir wollten, als wir uns Jahrelang nach einer SEPULTURA-Reunion sehnten, war ein Machtwerk wie "Inflikted".

Anspieltipps: "Inflikted", "Ultra-Violent"

Trackliste:
01. Inflikted
02. Sanctuary
03. Terrorize
04. Black Ark
05. Ultra-Violent
06. Hex
07. The Doom Of All Fires
08. Bloodbrawl
09. Nevertrust
10. Hearts of Darkness
11. Must Kill
Spielzeit: 00:43:37

Line-Up:
Max Cavalera - Gesang, Rhythmusgitarre
Iggor Cavalera - Schlagzeug / Percussion
Marc Rizzo - Leadgitarre
Joe Duplantier - Bass
Moritz Grütz [Morg]
28.03.2008 | 18:29
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