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Cover von Censored -- In-Existence
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Album:In-Existence
Genre:Death Metal, Death/Thrash Metal
Label:Eigenproduktion
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:30.09.06
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"Gelungene Death-Metal-Scheibe!"

Das Trio CENSORED aus Zürich gibt es nun auch schon seit 2001, sodass es nach den beiden – jeweils vier Songs beinhaltenden – Mini-CDs „Censored – Red Edition“ und „System Disease“ [die übrigens als kostenloser Download auf der Homepage der Band bereitstehen] nun an der Zeit für die erste vollständige CD „In-Existence“ war. Außerdem waren die Eidgenossen in der Zwischenzeit alles andere als untätig und haben sowohl mehrere Touren als auch einige Festivalauftritte, beispielsweise auf dem Mountains Of Death Open Air und dem Soul Grinding Festival, hinter sich gebracht.

Geboten wird in erster Linie geradliniger und schneller Death Metal mit gelegentlichen Grindcore-, Brutal-Death- und Hardcore-Einflüssen, der irgendwo in der Schnittmenge zwischen DYING FETUS, MALEVOLENT CREATION, DEMOLITION HAMMER und NASUM liegt, aber – wohlgemerkt – weitgehend eigenständig daherkommt. Dies ist vor allen Dingen den variablen Songs zu verdanken, wobei das tighte Drumming von Schlagzeuger Nik und der abwechslungsreiche Gesang von Sänger und Bassist Manuel hervorstechen. Letzterer grunzt mal, doch meistens wird wütend brüllt, sodass er somit an MALEVOLENT CREATION, CARCASS und DEMOLITION HAMMERs „Time Bomb“ erinnert. Überhaupt gehen alle drei Musiker überaus professionell vor, was mit den perfekt sitzenden Breaks, treibenden Blast Beat-Passagen, eingängigen Gitarrenläufen und groovenden Mid-Tempo-Parts [„Codification Interrupted“, „Faint“], die etwas nach SUFFOCATION klingen, schön veranschaulicht wird. Was hier geboten wird, hat Hand und Fuß und macht einfach eine Menge Spaß, was sich auch stets auf den Konzerten der Band zeigt. Und wer sich etwas geduldet, bekommt nach acht Minuten Wartezeit noch ein Cover von OBITUARYs „Slowly We Rot“ als Hidden Track um die Ohren geballert. Dies wäre zwar ob der Qualität des eigenen Materials nicht wirklich notwendig gewesen, ist aber dennoch gut gelungen.

„In-Existence“ ist eine durchgehend gute und prima produzierte Scheibe geworden, der man sowohl in Sachen Sound als auch Aufmachung die Eigenproduktion überhaupt nicht anmerkt. Und in diesem Zuge wirft sich ziemlich schnell folgende Frage beim Hören des Albums auf, auch wenn es sicherlich etliche Bands gibt, die ungefähr ähnlich geartete Mucke fabrizieren: Wie kann es sein, dass es so viele durchschnittliche und unterdurchschnittliche Bands gibt, die, oft nach nur wenigen Monaten, einen Plattenvertrag hinterher geworfen bekommen und unreifes Material auf die Welt loslassen dürfen, während eine Band wie CENSORED nach wie vor ohne Vertrag dasteht? Ist mir ehrlich gesagt ein mittleres Rätsel in Anbetracht der Qualität des Materials…

Trackliste:
01. Down By Law
02. Prone To Kill And Torture As A Strategy To Overthrow Governments
03. Microsleep
04. Threatened With Extinction
05. Suicide Machine
06. Stop For Death
07. Out Of Breath
08. Codification Interrupted
09. Faint


Alexander Eitner [soulsatzero]
30.04.2007 | 16:02
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