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Album:World Declension
Genre:Death Metal
Label:Regain Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.06.05
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"Die Schönheit der Apokalypse"

Mit CENTINEX ist ein weiterer ewiger Geheimtipp der schwedischen Todesbleiszene am Start. „World Declension“ ist bereits das achte Album der Jungs, die zu Lebzeiten immer im Schatten der übermächtigen DISMEMBER stehen werden.

Und das ist nicht schwer zu begründen: Die ersten beiden Songs auf diesem Konzeptalbum über das Weltende sind so schwach und durchschnittlich, dass sie auch als Lückenfüller auf den späten Alben der berühmten Landsmänner hätten stehen können. Doch dann folgt tatsächlich doch noch die Offenbarung: „Destroyer“ startet mit einem simplen Highspeed-Part, entwickelt sich dann aber über jede Menge Breaks zu einem Refrain, dessen fein und unaufdringlich eingewobene Melodien einen nicht mehr loslassen. Auch die Leads hauen einen bei der Nummer um, so dass hier mal eben der beste Song vorliegt, den die Band bis dahin geschrieben hat.

Als nächstes folgt „As Legions Come“ mit düsterem Intro, das aber schnell einem rasanten Elchtodriff weicht, bevor die Sechssaiterfraktion den Hörer punktgenau und wieder hochmelodisch in den Himmel tappt. Hammer! Es folgt das fast beschwörende „Sworn“ mit leichtem MORBID ANGEL-Einschlag, bevor CENTINEX mit „Syntetic Sin Zero“ endgültig für offene Münder sorgen. Der Song hat nämlich das Zeug zum Schlager (im positiven Sinne) und müsste eigentlich umgehend als Single/Video ausgekoppelt werden. Ein schweinecooles 80’er Metal-Riff wird von einem Refrain abgelöst, den jeder nach dem ersten Hörgenuss an der richtigen Stelle mitsingen kann.

Bei „Flesh Fragile“ gibt`s dann wieder ordentlich auf die Zwölf, bevor Wretched Cut den Hörer mit seiner Doublebass in gemäßigtem Tempo aber dennoch unnachgiebig durch die Wand groovt. Der Rausschmeißer „Deconstruction Macabre“ thrasht sich danach zur Abwechslung mal in die Gehörgänge und überrascht mit coolem Refrain und tollen Breaks.

Fazit: Wären die ersten beiden Songs nicht, hätte alles unter der Höchstnote für diese Scheibe keinen Sinn ergeben. Nie waren CENTINEX so abwechslungsreich und musikalisch ausgereift wie auf diesem Album. Dennoch finde ich insgesamt das 2000’er Werk „Hellbrigade“ immer noch etwas besser. In diesem Jahr habe ich allerdings noch kein besseres Elchtod-Album gehört.

Trackliste:
01. Victorious Dawn Rising
02. Purgatorial Overdrive
03. The Destroyer
04. As Legions Come
05. Sworn
06. Synthetic Sin Zero
07. Flesh Is Fragile
08. Wretched Cut
09. Deconstruction Macabre


Marcus Italiani [Mattaru]
19.06.2005 | 23:24
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