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Cover von Central Park -- Reflected
Band: Central Park Homepage Central Park bei Facebook Metalnews nach 'Central Park' durchsuchenCentral Park
Album:Reflected
Genre:AOR, Prog Rock
Label:Rockville Music
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:28.01.11
CD kaufen:'Central Park - Reflected' bei amazon.de kaufen
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"Noch nicht reif für die Champions League"

Als die Münchner Prog-Formation CENTRAL PARK vor knapp fünf Jahren mit ihrem Debütalbum um die Ecke lugte und man der Band im damaligen Pressetext einen gewissen Legendenstatus zusprechen wollte, dürfte nicht nur der Verfasser dieser Zeilen das Ganze etwas skeptisch beäugt haben. Schließlich existierte die Combo schon einmal von 1983 bis 1989, brachte seinerzeit aber kein Tondokument zu Wege, worauf sollte dieser angeblich so exzellente Ruf also fußen? Tatsächlich war „Unexpected“ ein angenehmes, jedoch keinesfalls sehr spektakuläres Album, von der Spitze des nationalen wie internationalen Prog Rock deutlich entfernt. Mit „Reflected“ steht nun der Nachfolger in den Startlöchern und auch dieser dürfte die öffentliche Wahrnehmung der Band nur geringfügig ändern.

Nach einem tollen, knapp dreiminütigen Intro, das sich vom atmosphärisch orchestralen Beginn zu einem fiebrigen Rhythmus steigert, wird dem Hörer plötzlich die größte Neuigkeit aus dem CENTRAL PARKschen Universum präsentiert. Die Combo hat sich nämlich mit der gelernten Sopran-Sängerin Jannine Pusch Verstärkung in die eigenen Reihen geholt und diese weiß sich tatsächlich ganz gut im Männer-dominierten Prog-Umfeld durchzusetzen. Schon im Eröffnungsdoppel [„Guns R Us“ und „Free Fall“] zeigt sie ihre enorme Wandelbarkeit, faucht und röhrt sie doch manchmal wie eine angriffslustige Raubkatze, nur um im nächsten Moment wieder zart und elfengleich zu klingen. Unterdessen nehmen sich ihre männlichen Kollegen an den Instrumenten zunächst angenehm zurück und knüpfen ihr einen mit Latin-Einflüssen gewürzten Prog-Soundteppich, auf dem sie sich frei entfalten kann. Plötzlich ist es dann aber vorbei mit der Zurückhaltung und das ist auch gut so: vier Minuten lang versucht Jannine Pusch recht erfolgreich in „White Princess“ die Kate Bush zu geben, bevor die Instrumentalfraktion das Ruder herumreißt und sich zum ersten Mal in einen großartigen, von Jon Lord [DEEP PURPLE] inspirierten Rausch spielt. In diesen Momenten sind CENTRAL PARK dann auch tatsächlich ziemlich nah dran an den ganz Großen des Prog, leider bleibt es aber bei vereinzelten Ausnahmen, während das Material sonst nur selten richtig zwingend ist und gerne mal vor sich hin plätschert. Daran ändert auch das in drei Tracks unterteilte und über 21-minütige „Vision Of Cassandra“ - als zentraler Track des Albums – nichts. Im Gegenteil scheinen CENTRAL PARK hier aus Versatzstücken, die bei anderen Prog-Bands schon öfter funktionierten, ein unzusammenhängendes und ziemlich langweiliges, vielleicht auch einfach etwas überambitioniertes Stück zusammengeschustert zu haben.

Fünf Jahre nach ihrem Debüt schaffen es CENTRAL PARK mit „Reflected“ erneut nicht, in die Champions League des Prog aufzusteigen. Das ist insofern besonders bedauerlich, als dass die Band ihr Potential in einzelnen Passagen immer wieder aufblitzen lässt und ihre charmante neue Frontdame sich mehr als wacker schlägt und ihrerseits für einige Glanzmomente sorgen kann. Wenn CENTRAL PARK jetzt dran bleiben, dann wird das aber bestimmt auch noch!

Trackliste:
01. Guns R Us
02. Free Fall
03. White Princess
04. Another Part
05. Vision [Vision Of Cassandra Part 1]
06. Doom [Vision Of Cassandra Part 2]
07. Awakening [Vision Of Cassandra Part 3]
08. Path Of Mercy
09. The Last Tear
Spielzeit: 01:03:24

Line-Up:
Jannine Pusch - Vocals
Jochen Scheffter - Keyboards, Organs
Hans Ochs - Guitars
York Von Wittern - Bass
Artur Silber - Drums
Timo Beisel [kaamos]
22.01.2011 | 14:56
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