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Reviews von Cephalic Carnage
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Cephalic Carnage
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Band: Cephalic Carnage bei Facebook Metalnews nach 'Cephalic Carnage' durchsuchenCephalic Carnage
Album:Lucid Interval [Re-Release]
Genre:Death Metal, Experimental, Grindcore
Label:Relapse Records
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:27.09.11
CD kaufen:'Cephalic Carnage - Lucid Interval [Re-Release]' bei amazon.de kaufen
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"Nötig?"

Bei diesem Re-Release stellt sich die Frage, warum ein Album wiederveröffentlicht wird, das immer noch so ziemlich überall regulär erhältlich ist. Das Teil kommt mit einem Bonustrack und anderem Artwork daher [die Vorderseite wird jetzt von dem damaligen Cover der Vinyl-Version geziert], ansonsten hat sich nicht viel getan. Somit dient das Teil wahrscheinlich nur dem Zweck, die alte Auflage langsam aber sicher zu verdrängen, da CEPHALIC CARNAGE höchstwahrscheinlich mit der alten Aufmachung unzufrieden sind. Remastered oder ähnliches wurde hier jedenfalls nichts, was bei dem fetten Sound des Originals aber auch nicht wirklich nötig gewesen wäre.

„Lucid Interval”, ursprünglich 2002 erschienen, ebnete den Weg von den völlig durchgeknallten Frühwerken „Conforming To Abnormality” [1998] und „Exploiting Dysfunction” [2000 – dem bisherigen Meisterwerk der Diskografie] zu den etwas gemäßigteren späteren Alben. Der totale Wahnsinn wurde auf „Lucid Interval” in die Schranken verwiesen, so dass das Album, ähnlich wie seine Nachfolger, nur noch „normal” wahnsinnig ist. Das nahm [und nimmt] einiges vom Charme, der CEPAHLIC CARNAGE einst ausmachte, machte die Band allerdings für breitere Hörerschichten erträglich. Und schließlich hat die Band mit diesem Schritt etwas bewirkt, denn für eine abgepfiffene US-Death/Grind-Kapelle sind CEPHALIC CARNAGE ziemlich erfolgreich.
Auf „Lucid Interval” musterten die Hardcore-Kiffer die Jazz- und Elektro-Spielereien der Vorgänger weitestgehend aus und präsentierten verschachtelten, technischen Grindcore mit großen Anteilen an US-Death Metal und erstmals groovigen, teils doomigen Anleihen, die in den folgenden Jahren noch ausgebaut werden sollten. Songs wie der Titeltrack, „Pseudo” und „Redundant” sind über alle Zweifel erhaben und wunderbar arrangiert. Kurze Grinderuptionen gibt es in Form von „Fortious Oddity” und „Zuno Gyakusatsu” und Überraschungen bieten das Flamenco-beeinflusste „Cannabism”, das inzwischen legendäre „Black Metal Sabbath” [sinnigerweise im ersten Teil Black Metal-lastig, im zweiten an BLACK SABBATH angelehnt] und der Abschlusstrack „Arsonist Savior”, der aufgrund seines Ideenreichtums auch auf dem Vorgänger „Exploiting Dysfunction” eine tolle Figur gemacht hätte. Der Bonustrack „Puff De La Morte” vereint in zweieinhalb instrumentalen Minuten die swingenden „Smoking Songs” von EXIT-13 mit dem „Pulp Fiction”-Soundtrack und erbarmungslosem Grindcore. Geil!

Der Knackpunkt dieser Veröffentlichung: Wer „Lucid Interval” bereits im Schrank stehen hat, sollte etwas genauer überlegen, ob die neuerliche Anschaffung wirklich lohnenswert ist, da sich wie bereits angesprochen im Vergleich zur alten Auflage nicht viel getan hat. Wer nur die Spätwerke der Band im Schrank stehen hat und sich rückwärts vorarbeiten möchte, sollte aber natürlich zu dieser Ausgabe von „Lucid Interval” greifen.

Trackliste:
01. Scolopendra Cingulata
02. Fortuitous Oddity
03. Anthro Emesis
04. The Isle of California
05. Pseudo
06. Friend of Mine
07. Rebellion
08. Zuno Gyakusatsu
09. Black Metal Sabbath
10. Cannabism
11. Lucid Interval
12. Misguided
13. Puff De La Morte [Bonustrack]
14. Redundant
15. Arsonist Savior
Spielzeit: 01:00:06

Line-Up:
2003:
Leonard „Lenzig” Leal – Vocals
Zac Joe – Guitar
Steve Goldberg – Guitar
Jawsh Mullen – Bass, Vocals
John Merryman – Drums
Michael Siegl [nnnon]
05.11.2011 | 12:28
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