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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: Children Of Bodom - Holiday At Lake Bodom [Best-Of]
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Album:Holiday At Lake Bodom [Best-Of]
Genre:Heavy Metal, Modern Metal
Label:Spinefarm Records
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:18.05.12
CD kaufen:'Children Of Bodom - Holiday At Lake Bodom [Best-Of]' bei amazon.de kaufen
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"Ferien am Bodom-See"

Sicherlich hat sich der Name CHILDREN OF BODOM in den vergangenen 15 Jahre zu einer Art Marke entwickelt, aber dennoch dürfte es schwer fallen, den Finnen Ausverkauf vorzuwerfen – anders als manch andere Band ihrer Kategorie haben die Burschen vom Bodom-See nämlich stets anständige Alben veröffentlicht und sich sowohl stilistisch entwickelt als auch durch unermüdliches Touren und entsprechend furiose Live-Shows hervorgetan. So erscheint auch erst nach 15 Jahren das erste Best-Of der Truppe.

Mit sieben Alben auf dem Kerbholz hat sich einiges an Material angesammelt, aus dem es auszuwählen gilt und hier ist es den Finnen tatsächlich gelungen, nahezu alle Wünsche zu befriedigen: Mit Nummern wie „Shovel Knockout“, „Roundtrip To Hell And Back“ und „Blooddrunk“ sind die ansprechendsten Songs ihrer letzten beiden Platten vertreten und mit „Hate Crew Deathroll“ und „Downfall“ stehen die vielleicht besten Songs, die CHILDREN OF BODOM je geschrieben haben, an Anfang und Ende der Sammlung. Dazwischen gibt es dank Juwelen wie etwa „Hate Me“, „Warheart“ und „Follow The Reaper“ alles, was im Repertoire von Alexi Laiho und Co. sonst noch so unverzichtbar ist, wobei es besonders positiv auffällt, dass mit „Deadnight Warrior“ auch eine Nummer vom ersten Album Teil der Werkschau ist, denn derartige Songs werden von der Band ja im Live-Betrieb mittlerweile sträflich ignoriert. Natürlich wird es für manch einen, der bereits jede Platte des Gespanns im Regal stehen hat, eines zusätzlichen Anreizes zum Kauf bedürfen, welcher hier in Form zweier bisher ungehörter Nummern geboten wird – leider handelt es sich dabei jedoch nicht um CHILDREN OF BODOM-Originale, sondern lediglich um Coverversionen. Erstere ist dabei eine Interpretation der DROPKICK MURPHYS-Nummer „I’m Shipping Out To Boston“ [inzwischen hinlänglich bekannt aus dem Martin Scorcese-Streifen „The Departed“], die dank der ohnehin schon reichlich prolligen Vorlage recht nah am Original gehalten ist. Wie sie in der Vergangenheit jedoch schon mehrfach beweisen konnten, laufen die Finnen in diesem Punkt jedoch erst zur Höchstform auf, wenn sie Material verarbeiten, das nicht von vornherein in der harten Musik zu verorten ist – so geschehen mit dem 80er-Jahre-Schlüpferstürmer „Jessie’s Girl“ – im Original von RICK SPRINGFIELD – das in der vorliegenden Version nicht nur durch schmerzhaft süßlichen Keyboard-Sound für Schmunzeln sorgt, sondern auch eine neue Seite an Frontmann Laiho offenbart – sehr schön! Eigentlich kommt „Holiday At Lake Bodom“ mit einer zusätzlichen Bonus-DVD inklusive halbstündiger Band-Doku, was sich nach einer schönen Dreingabe anhört und Unentschlossenen vermutlich eine Entscheidungshilfe wäre, allerdings kann über selbige hier keine Aussage getroffen werden, denn besagte DVD liegt nicht zur Rezension vor.

Nach 15 Jahren und nicht weniger als sieben Alben kann man schon mal eine Best-Of veröffentlichen und die Songauswahl zeigt, dass man sich bei der Zusammenstellung von „Holiday At Lake Bodom“ ernsthaft Gedanken gemacht hat - der recht schlanke Preis von knappen 13 Euronen für CD samt DVD dürfte ebenfalls nicht gegen den Kauf sprechen. Bleibt zu hoffen, dass sich CHILDREN OF BODOM auch bei ihren künftigen Konzerten an einige der Songs, die sie für ihre Werkschau aus der Mottenkiste geholt haben, erinnern werden.

Trackliste:
01. Hate Crew Deathroll
02. Shovel Knockout
03. Hate Me
04. Eveyrtime I Die
05. Needled
06. I'm Shipping Out To Boston [DROPKICK MURPHYS-Cover]
07. Sixpounder
08. Warheart
09. Roundtrip To Hell And Back
10. Trashed, Lost & Strungout
11. Living Dead Beat
12. Deadnight Warrior
13. Blooddrunk
14. Follow The Reaper
15. Are You Dead Yet?
16. Silent Night, Bodom Night
17. Jessie's Girl [RICK SPRINGFIELD-Cover]
18. In Your Face
19. Angels Don't Kill
20. Downfall
Spielzeit: 01:18:42

Line-Up:
ALexi Laiho - Guitars/Vocals
Roope Latvala - Guitars
Henkka Blacksmith - Bass
Janne Wirman - Keyboards
Jaska Raatikainen - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
15.05.2012 | 09:10
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