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Band: Children Of Bodom Homepage  Metalnews nach 'Children Of Bodom' durchsuchenChildren Of Bodom
Album:I Worship Chaos
Genre:Heavy Metal, Melodic Death Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:02.10.15
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"Frischer Nordwind am Bodom-See"

Mit bald 20 Jahren im Geschäft kann man die finnischen Metaller CHILDREN OF BODOM kaum noch als Newcomer bezeichnen. Auch von Gitarrist Roope Latvalas Ausstieg kurz vor Beginn der Aufnahmen ließen sich Alexie Laiho und seine Gang nicht beirren und spielten mit „I Worship Chaos“ ihr inzwischen neuntes Album ein. Das erscheint dieser Tage über Nuclear Blast und zeigt die finnischen Rabauken einmal mehr von einer etwas anderen Seite.

CHILDREN OF BODOM verstanden es seit ihrem Debüt, ihren Sound von Album zu Album zu entwickeln und stets neue Facetten ihres ganz eigenen Stils auszuloten – natürlich klappte das mal mehr und mal weniger gut, aber in jedem Fall lässt sich den Finnen kein kreativer Stillstand vorwerfen. „I Worship Chaos“ ist nun ein gelungenes Beispiel dafür, wie es klingt, wenn diese stilistische Metamorphose in die richtige Richtung geht. Mit „I Hurt“ findet die Platte einen ziemlich harten, modernen Einstieg und auch im folgenden „My Bodom [You Are The Only One]“ kreist die Groove-Kelle, was an „Are You Dead Yet?“-Zeiten erinnert, aber gleichzeitig auch angenehm frisch anmutet. Einen der besten Songs des Album bildet „Morrigan“, in dem sich die Truppe zum vielleicht einzigen Mal auf „I Worship Chaos“ wirklich auf ihren klassischen, stark melodielastigen Sound der „Follow The Reaper“-Periode zurückbesinnt. Aber auch, wenn die Bodom-Burschen etwas Neues probieren, funktioniert das auf dieser Platte wunderbar: Der ebenso hymnische wie brachiale Titeltrack könnte sich durchaus zum Pflichtprogramm für kommende Live-Auftritte entwickeln, im kompromisslosen „Horns“ flirten Alexi und Konsorten mit angeschwärztem Blastbeat und eine kurzweilige, thrashige Nummer wie „Suicide Bomber“ ist entgegen ihres Titels ohne weiteres partytauglich. Die Aussage des Bandkopfs, „I Worship Chaos“ sei ein gleichermaßen düstereres wie zugänglicheres Album geworden, kann also bestätigt werden. In Nummern wie „Hold Your Tongue“ kombinieren CHILDREN OF BODOM traditionelle Metal-Einflüsse auf ihre ganz eigene Art mit moderner Härte und schaffen damit Stadionrock fürs 21. Jahrhundert und das überraschend gefühlvolle „All For Nothing“ ist als Schlager nach Bodom-Art fast schon witzig. Einzig die Power-Ballade „Prayer For The Afflicted“ kann nicht so richtig überzeugen, klingt sie doch inklusive verlangsamtem Ausklang verteufelt nach „Angels Don't Kill“. Davon abgesehen ist „I Worship Chaos“ aber ein rundum gelungenes und abwechslungsreiches CHILDREN OF BODOM-Album geworden, das die Finnen in Höchstform zeigt und mit jedem Durchlauf wächst.

Natürlich haben CHILDREN OF BODOM inzwischen ihre Nische gefunden und so weiß man bei ihren Alben zumindest grob, was man zu erwarten hat. Dennoch ist es Alexi Laiho und seiner Mannschaft mit „I Worship Chaos“ gelungen, ihren Sound einer Frischzellenkur zu unterziehen und zehn Songs abzuliefern, die unüberhörbar nach CHILDREN OF BODOM klingen und doch für frischen Wind sorgen. Mehrmaliges hören lohnt, denn „I Worship Chaos“ entfaltet sich mit jedem Durchlauf ein Stückchen mehr.

Trackliste:
01. I Hurt
02. My Bodom [I am The Only One]
03. Morrigan
04. Horns
05. Prayer For The Afflicted
06. I Worship Chaos
07. Hold Your Tongue
08. Suicide Bomber
09. All For Nothing
10. Widdershins
Spielzeit: 00:44:23

Line-Up:
Alexi Laiho - Vocals, Guitar
Janne Wirman - Keyboard
Henkka Seppälä - Bass
Jaska Raatikainen - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
02.10.2015 | 18:32
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