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Cover von Circle Of Dead Children -- Psalm Of The Grand Destroyer
Band: Circle Of Dead Children bei Facebook Metalnews nach 'Circle Of Dead Children' durchsuchenCircle Of Dead Children
Album:Psalm Of The Grand Destroyer
Genre:Death Metal, Grindcore, Sludge
Label:Candlelight Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:04.06.10
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"Ihr dürft das Monster jetzt küssen!"

Mein erster Kontakt mit den Pittsburgher Death-Grindern CIRCLE OF DEAD CHILDREN liegt schon einen Moment zurück – so etwa neun Jahre. Damals hatte die Truppe gerade ihr zweites Album "The Genocide Machine" veröffentlicht und genau jenes Machwerk drückte ein Freund mir mehr oder minder kommentarlos in die Hand. Seitdem weiß ich nicht nur, was für unmenschliche Geräusche aus einem einzigen Hals [vor allem demjenigen von Frontmann Joe Horvath] so kommen können, sondern auch, dass mitunter knappe 29 Minuten Musik dicke ausreichen können, um einen völlig fertigzumachen.

Ihr ahnt es schon: CIRCLE OF DEAD CHILDREN haben sich mit "The Genocide Machine" und vor allem auch dem folgenden "Human Harvest" unauslöschlich in meine Liste total kaputter Musik eingebrannt. Dabei waren die Amerikaner niemals eine der härtesten Kapellen, was den Knüppelfaktor angeht – aber die Mischung aus schlammigem Grindcore, Death Metal, ein paar Sludge-Riffs und Joe Horvaths in verstörendstem Grunzen, Keifen, Röcheln und Quieken vorgetragenen Gedichte vom Ende der Welt und der Menschheit sind einfach verdammt intensiv und finster. Und daran hat sich auch mit dem neuen Album "Psalm Of The Grand Destroyer" nichts geändert, obwohl CIRCLE OF DEAD CHILDREN durchaus ein paar Veränderungen in ihrem Sound vorgenommen haben. "Avatar Of Innocence" beginnt ganz "ungrindig" mit fiesen Sludgeriffs, mausert sich aber nach der Hälfte zu einem irgendwo zwischen Death Metal, Grindcore und Black Metal herumwütenden Hassklumpen. Genau dort macht "When Human Compost Stains All Earth And Repels The Messengers Of Love" dann weiter und liefert abermals unprätentiösen, kratzigen und widerwärtigen Hassgrind, wie ihn die Band seit jeher kreiert. Die Veränderungen im Sound? Die äußern sich vor allem in stärkerer Ausprägung der Crust- und Punkeinflüsse, meinetwegen auch einem etwas höheren Todesblei-Anteil. Bemerkbar macht sich dies vor allem im stärkeren Groovefaktor von Stücken wie "Chaos Crawls Back" oder auch "Refuse To Kill the Same Way Twice", bei denen trotz kratzig-räudigem Gesamtklang klar wird, dass CIRCLE OF DEAD CHILDREN ihre Riffs heute lange nicht mehr so schlampig und schnodderig wie in ihren Anfangstagen zocken. Dass der seit 2007 mit an Bord befindliche Matt Francis den Schlagzeugwettbewerb des "Sickdrummer Magazine" nicht zu Unrecht gewonnen hat, dürfte der neuen Form der Band ebenfalls zuträglich gewesen sein.

Der langen Rede kurzer Sinn: "Psalm Of The Grand Destroyer" zeigt eine Band in Hochform. Und Hochform heißt bei CIRCLE OF DEAD CHILDREN nicht weniger, als dass diese 30 Minuten Musik mit Sicherheit zum Hässlichsten gehören, was im Jahr 2010 veröffentlicht werden wird. Ob nun das [übrigens mit einem wunderschönen Basslauf beginnende] abartige Röchelinferno von "Obsidian Flakes", das beinahe schon geradlinig todesmetallische "Earth And Lye" oder das über weite Strecken zäh dahinsiechende "Germinate The Reaper Seed" – "Psalm Of The Grand Destroyer" hat nichts mit dem Hochglanz- und Nagelfeilen-Metal zu tun, der zumindest in Punkto Verkaufszahlen den Ton angibt. Wie einst in einem von Loriots besten Sketchen wird so mancher peinlich berührt sein – aber die Fratze ist nun einmal keine Maske, sondern echt. Ihr dürft das Monster jetzt küssen!

Trackliste:
01. Avatar Of Innocence
02. Ursa Major [Neueinspielung]
03. When Human Compost Stains All Earth And Repels The Messengers Of Love
04. Chaos Crawls Back
05. Earth And Lye
06. We Who Move With The Graven Worms
07. Bury The Ill Flock
08. Refuse To Kill The Same Way Twice
09. Obsidian Flakes
10. Last Words And Warning Signs
11. Jaracaca
12. Torches
13. Night Of The Morbid Psycho
14. Germinate The Reaper Seed
15. Starve, Beg & Die [a.k.a. Fuck You Kill Me]
Spielzeit: 00:31:40

Line-Up:
Joe Horvath - Gesang, Texte, Konzept
Drew Haritan - Bass, Samples, Elektronik
Jason Andrews - Gitarre
Matt Francis - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
28.05.2010 | 03:44
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