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Album:World's Destructive Domination
Genre:Death Metal, Melodic Death Metal
Label:Bad Land Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:06.06.06
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"Oans, zwoa, g'banga"

„Gott mit dir, dem Bayernvolke, dass wir, uns'rer Väter wert, fest in Eintracht und in Frieden bauen uns'res Glückes Herd!“ Das, liebe Banger-Gemeinde, sind die ersten Worte der Bayernhymne, wie sie ein jedes Kindl in die Liege mit reingelegt bekommt. Dass diese Strophe bei den Death Metallern der bayrischen Kapelle COMMANDER aber nun mal rein gar nichts mit Frieden zu tun, wird ein jedem nach den ersten zwei Takten der Debut-Scheibe „World’s Destructive Domination“ klar werden.

Die Anfang des Millenniums gegründete Formation erkämpfte sich trotz bandinterner Rückschläge einen guten Namen im Münchener Underground und spielte in so ziemlich jedem Jugendzentrum dieser Stadt. Dem Material von „World’s Destructive Domination“ hört man in jeder Faser die jahrelange Bühnenerfahrung der Band an und so ist es kaum verwunderlich, dass die Songs sofort und ohne Umwege im Ohr hängen bleiben und sich dort auch nach mehrmaligem Hören sehr wohl fühlen. Brutaler Death Metal, verfeinert mit schön melodischem Groove wird hier von den drei Buam und dem Madl am Bass serviert, dass das Bierzelt nur so rummst. Zünftig geht es bereits beim Opener „Modern Slavery“ zu, der mit seinem stimmungsgeladenen Chorus für feuchte Lederhosen sorgen wird; die Dirndl werden sich beim doomigen „Drowned In Sorrow“ gar von selber lupfen und das Fingerhakeln macht bei der Dampwalze „Salvation For A Dead World“ gleich doppelt soviel Spaß. Auch auf epischer Ebene hat sich das Quartett etwas ausgedacht, indem man den Titelsong in zwei Teile aufgesplittet hat und die „Dead But Alive“-Hymne sogar in drei Teile (wobei man sich sogar nicht davor drückte, cleanen Gesang mit ins Fundament einzubauen; ganz stark).

Mit ihrer ersten Langrille haben COMMANDER ein mehr als starkes Stück Death Metal fabriziert. Süffig wie eine Maß Starkbier, scharf wie ein Radi und schnell wie das Teufelsrad, wird „World’s Destructive Domination“ mit Sicherheit nicht nur die hiesigen Bierzelte zum wackeln bringen, sondern in der ganzen Republik das bayrische Wort verkünden: O’zapft is.

Trackliste:
01. Modern Slavery
02. MDD
03. Disharmony
04. Cowards
05. The Attic
06. Drowned In Sorrow
07. Save One's Own Hide
08. World's Destructive Domination Part I
09. World's Destructive Domination Part II
10. Salvation For A Dead World

Dead But Alive
11. Chapter I
12. Chapter II
13. Chapter III


Ben Hiltrop [DeoUlf]
31.05.2006 | 18:18
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