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Band: Conan Homepage Conan bei Facebook Metalnews nach 'Conan' durchsuchenConan
Album:Monnos
Genre:Doom Metal, Sludge
Label:Burning World Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:02.04.12
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"Bodybuilding für die Ohren"

Seit ihrem kolossalen Auftritt auf dem diesjährigen Roadburn Festival sind die drei Herren von der Insel in aller Doom-Anhänger Munde. Wie sie es wohl auf das mittlerweile kultigste Coming Together diesseits des Atlantiks geschafft haben, ohne dabei im Vorhinein groß angelegte Schockkampagnen oder anderweitigen oberflächlichen Leichtsinn vom Stapel zu lassen? Nun, CONAN fielen in die Hände der Männer einer Unterabteilung der Roadburn-Mannschaft, die nebst ihrem Haupt- auch ein Sub-Label namens [ihr habt es erraten!] Burning World Records gerade in die Gänge bringen. Da müssen die Schuppen vor den Augen ja schon ziemlich mickrig ausfallen, um eine Band mit einem derart zugträchtigen Namen nicht zu ihrem künftigen Gefolge führen zu können!

Doch selbst über das umfangreiche Merchandise-Engagement seitens der niederländischen Plattenheimat geht die Rechnung auf: Es bedarf nur weniger Handgriffe, um an den Eiern oder wahlweise... OK?, gepackt zu werden und eineinhalb Meter über dem Boden das Kinderkarussell zu imitieren beziehungsweise den Erdboden wiederholt mit gefühlten 800 bar zu küssen. Ein gewisser Herr Scheidt sowie bis zu einem gewissen Grade auch TORCHE müssen ebenso als musikalische Paten wie das außerordentliche Geschick des Foel Studios - in dem bereits gesalbte Halbgötter, die auf den Namen ELECTRIC WIZARD et al hören, ihre Meisterwerke verewigen konnten - herhalten. Vor allem die Mischung aus weitschweifender, sonorem Unterbau-Drone als auch dem knarzig-erdig-zeitlosen Ambossgestampfe, das direkt vor Deinem Gesicht stattfindet, animiert jedes Mal aufs Neue zu dramatischen Posen. Egal ob mit oder ohne den stark an YOB angelehnten Gesang, CONAN gießen ihre bleiernen Riffs im Superzeitlupentempo in die Erde, deren Reaktion so dunkel, würgend und grollend ausfällt. Hätte Atlas gewusst, wie schwer derartige Sludge-Konstrukte wiegen, er käme jederzeit gerne wieder auf die im Vergleich federleichte Erde zurück.

Nein, Jungs und Mädels, zu überirdischem Supergeschwafel lädt "Monnos" keineswegs ein. Der Zugang zu dieser Scheibe verläuft auf recht binär geteerten Bahnen: Vergöttern oder verachten heißt die Devise, Reinhören das Gebot der Stunde.


Trackliste:
01 - Hawk As Weapon
02 - Battle In The Swamp
03 - Grim Tormentor
04 - Golden Axe
05 - Headless Hunter
06 - Invincible Throne
Spielzeit: 00:39:21

Line-Up:
John McNulty - Gesang, Bass
Jon Davis - Gesang, Gitarren
Paul O'Neill - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
28.04.2012 | 10:43
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