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Cover von Coronatus -- Porta Obscura
Band: Coronatus Homepage Coronatus bei Facebook Metalnews nach 'Coronatus' durchsuchenCoronatus
Album:Porta Obscura
Genre:Gothic Metal
Label:Massacre Records
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:28.11.08
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"Kitschfaktor Zehn"

Bereits ein Jahr nach ihrem Debütalbum „Lux Noctis“ meldet sich die Ludwigsburger Gothic Metal-Formation CORONATUS mit dem Zweitling „Porta Obscura“ zurück. Darauf kann die Band mit einigen tollen Ideen und schönen Songs aufwarten, jedoch schwebt ein Wort während der gesamten Spielzeit über dem Album wie das sprichwörtliche Damoklesschwert: Kitsch!

Abgesehen vom eher überflüssigen Intro „Prologue“ geht es noch recht ordentlich los. Dem auf Lateinisch dargebotenen, sehr opulenten „Exitus“ folgt mit „Fallen“ eine weitere tolle Nummer, die dem Kitsch zwar bereits sehr nahe ist, die man aber gerade noch jenseits der dünnen Linie orten kann. Hierbei erinnern CORONATUS recht deutlich an THEATRE OF TRAGEDY, allerdings mit dem Unterschied, dass die norwegische Formation immer mit ihrem Wechselgesang zwischen männlichen Grunts und der lieblichen Frauenstimme überzeugt hat, wohingegen sich bei den Ludwigsburgern zwei Damen die Vocals teilen. Da ist zum einen die klassisch ausgebildete Sopranistin Carmen R. Schäfer, die auch schon Songs für ILLUMINATE und BRAINSTORM eingesungen hat, und dann wäre da noch Ada Flechtner, die mit ihrem Rock-Organ den Gegenpol bildet. Die beiden Ladys zieren dann auch das Cover von „Porta Obscura“, was stark an die letzte MIDNATTSOL-Scheibe „Nordlys“ erinnert, auf der diese ja ebenfalls ihre beiden überaus adretten weiblichen Bandmitglieder präsentierten. Natürlich freut sich da die männliche Fangemeinde und wenn man auf diese Weise ein paar Platten mehr absetzen kann, ist damit ja allen geholfen. Aber zurück zur Musik: da geht es weiter mit „In Silence“ und das beinhaltet schon einige Momente, bei denen einem die Nackenhaare zu Berge stehen. Ganz besonders schaudert es einen immer wieder aufgrund der lyrischen Ergüsse, die CORONATUS so vom Stapel lassen und das ist ein Problem, das sich über das ganze Album erstreckt. Kostprobe gefällig? Das – wie manch anderer Titel auch - total auf der THERION-Schiene fahrende „Beauty In Black“ beginnt mit den Zeilen „She is so beautiful, it hurts my eyes. Looks like an angel in disguise“. Das ist nur das beste von vielen Beispielen dafür, wie platt und klischeebeladen die Texte auf „Porta Obscura“ ausgefallen sind. Zudem kann man wirklich dabei zusehen, wie bei jedem weiteren Song der Kitschfaktor steigt und der Schmalz aus den Boxen quillt, was im Titel „Mein Herz“ seinen absoluten Negativhöhepunkt findet. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man „Mein Herz“ für eine mit harten Gitarren unterlegte Coverversion eines von einer x-beliebigen Trällerelse gesungenen deutschen Schlagers halten; auf jeden Fall ist es ein ganz schlimmes Stück Musik. Gegen Ende der Platte streuen CORONATUS in Songs wie „Der Vierte Reiter“ und „Strahlendster Erster“ mit dezenten Folk-Elementen eine neue Note ein, die die Sache noch mal etwas interessanter macht und eine weitere Parallele zu MIDNATTSOL aufzeigt, trotzdem das Ruder nicht mehr rumreißen kann.

„Porta Obscura“ kann in der Schnittmenge von Bands wie THERION, WITHIN TEMPTATION, THEATRE OF TRAGEDY und MIDNATTSOL sehr wohl mit einigen positiven Ansätzen aufwarten, die zum Teil schon ärgerlich banalen Texte und die gelegentlich brutal kitschigen Songideen wissen eine bessere Bewertung aber zunächst mal zu verhindern. Sollten CORONATUS diese Schwächen auf ihren nächsten Alben beheben können, stehen ihnen jedoch möglicherweise noch erfolgreichere Zeiten ins Haus.

Trackliste:
01. Prologue
02. Exitus
03. Fallen
04. In Silence
05. Beauty In Black
06. Cast My Spell
07. In Your Hands
08. Mein Herz
09. Am Kreuz
10. Der Vierte Reiter
11. Strahlendster Erster
12. Flos Obscura [Bonus Track]
13. Volles Leben [Bonus Track]
Spielzeit: 00:54:40

Line-Up:
Carmen R. Schäfer - Soprano Vocals
Ada Flechtner - Vocals
Johann Frey - Guitars
Jo Lang - Guitars
Fabian Merkt - Keyboards
Chrizdi Anno - Bass
Mats Kurth - Drums
Timo Beisel [kaamos]
06.12.2008 | 00:36
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