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Album:Join Us
Genre:Nu Metal
Label:TwoFatMen
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:13.06.05
CD kaufen:'Corrosif - Join Us' bei amazon.de kaufen
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"Schweizer Grausamkeiten"

Es ist echt traurig wie sehr es zeitgenössische Musik bisweilen schafft, einen komplett zu demotivieren. Nach vielen Wochen und unzähligen Anläufen hab ich’s jetzt endlich geschafft, das vorliegende Album der schweizer Band CORROSIF mal nicht völlig entnervt nach spätestens dem dritten Track wieder aus meiner Anlage zu entfernen....wobei das nur die halbe Wahrheit ist – die Entnervtheit blieb, allerdings hat mich mein Nervenarzt nach der Selbstkasteiung durch fünf Komplettdurchläufe jetzt auch freiwillig für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen.

Dabei kann man CORROSIF sogar bei aller auf das runde Silber gebannten Seltsamkeit den Stempel „Innovation“ aufdrücken, haben sie doch wahrscheinlich jüngst den Doom Nu Metal erfunden („Human Enemy“, „A New Start“, „Under His Command“), der gerade bei den diversen Low Tempo-Passagen in Kombination mit dem merkwürdigen Würge-Gesang mehr nach Depression klingt, als mein letzter Steuerbescheid. Musikalisch klingt die Choose wie ein Crossover-Gemisch aus alten MY DYING BRIDE, ALICE IN CHAINS und den typischen Nu Metal-Effektspielereien in puncto Gitarrensound, wobei die Riffs zwar fett wie eine Wand sind, dabei aber sowas von simpel gestrickt, dass man eine Tasse Kaffee dazu trinken muss, um sich von soviel Interessantheit nicht schlaftechnisch übermannen zu lassen (wenn ich jetzt behaupte, STATIC-X sind dagegen ein Quell der Kreativität wissen die geneigten Nu Metal-Hörer vielleicht, was ich meine).
Wenn das aber schon alles wäre, hätte man die Rechnung definitiv ohne die Schweizer gemacht. Den mangelnden verspielten Ideenreichtum bei den Riffs versucht man nämlich offensichtlich dadurch zu kompensieren, dass man die Lieder so vertrackt wie möglich aufbaut, über 80% der Spielzeit herrscht bei mir pure Verwirrung über die Breaks wo eigentlich keine hingehören, ohne den Musikfluss komplett zu zerstören, und es dominiert die verzweifelte Suche nach sowas wie einer nachvollziehbaren Struktur oder eingängigen Melodien, die man nicht spätestens direkt bei Beginn des nächsten Liedes wieder vergessen hat. Vergeblich - was irgendwann so auf die Nerven geht, dass ich schon ab allerspätestens dem dritten Track arge Probleme habe, mich überhaupt noch auf die Musik zu konzentrieren. Auch nicht besser macht es bei alldem noch die überaus oft eingesetzte cleane Stimme, die in allerbester LOWDOWN-Manier ein sonores Genöle vernehmen lässt, das noch sein Übriges zu der spritzigen fetzigen Atmosphäre beisteuert. Ganz tief im Rap sudelt man auch noch und widmet diesem den kompletten Mittelteil bei dem Track „Join Us“, dies noch dazu auf Französisch, was dann endlich gegen Mitte der Platte den ersten Part darstellt, den man mal nicht als „uninteressant“ bezeichnen kann.
Lichtblicke sind definitiv die leider erst gegen Ende gesetzten „Eternal Father“ und „Slave Of Death“ (beide besitzen sehr geniale und stimmungsvolle Intros, endlich auch mal mit einer Melodie, die im Ohr bleibt. Zweiteres klingt auch leicht folkloristisch beeinflusst) sowie der Beginn von „Trasher Number One“. Ansonsten ergeht man sich leider in absoluter Durchschnittsware die definitiv nichts für jemanden ist, der einfach nur mal nett 'ne Runde Nu Metal hören will, ohne dabei wahlweise in Depression oder Wachkoma getrieben zu werden.

Äh ja....ein Album „für Fans“, wie man in so einem Fall immer gerne sagt - dafür kommt das Ganze aber wenigstens in einem sehr geschmackvollen Digipack. Hörproben gibt’s vorab auf der Homepage der Band.


Trackliste:
01. Human Enemy
02. New Order
03. Silent Voice
04. Fight For Life
05. Join Us
06. A New Start
07. Eternal Father
08. Slave Of Death
09. Trasher Number One
10. Under His Command


Nadja Lemke [Sherry]
08.10.2005 | 00:45
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