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Album:Ritual Abuse
Genre:Doom Metal, Sludge
Label:Relapse Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:22.10.10
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"Blick-über-den-Tellerrand-Sludge"

COUGH aus Richmond, Virginia, haben bereits mit der EP „The Kingdom“ und der Full Length „Sigillum Luciferi“ von sich hören lassen. Nun legt das Sludge/Doom-Quartett mit „Ritual Abuse“ gleichermaßen Album Nummer zwei sowie den Einstand auf Relapse Records vor.

Und dass COUGH ausgerechnet dort gelandet sind, ist keine Überraschung, denn die gebotene Mischung aus fiesem Black-Metal-Gekreische, selten eingestreutem Doom/Stoner/Psychedelic-Klargesang [„Crippled Wizard“], bratenden Riffs und Feedbacks à la EYEHATEGOD sowie schön knarziger Sludge-Produktion passt bestens zum über sämtliche Tellerränder blickenden Label aus den USA. Dabei gehen COUGH reichlich minimalistisch vor, bieten in erster Linie einfach gestrickte Songs mit Überlänge, wobei vor allem das fiese, drückende „Mind Collapse“ zu überzeugen weiß, und setzen eher auf die Gesamtatmosphäre als auf wirklich neue musikalische Akzente. Das ist ein wenig schade, denn prinzipiell könnten die vier Musiker sicher noch viel mehr aus ihren Kompositionen herausholen und diese eine Spur eigenständiger klingen lassen, wollen dies aber offensichtlich gar nicht. Wobei „Crooked Spine“ übrigens ansatzweise solch einen Versuch darstellt, der meiner Meinung nach allerdings eher nach hinten losgeht, denn das Teil entpuppt sich als seiernde, langatmige Stoner/Psychedelic-Nummer, die irgendwie überhaupt nicht zum Rest von „Ritual Abuse“ passen will und somit auch für keinen durchgehenden roten Faden sorgt. Schade, denn mit dem wuchtigen Titelstück gibt es dann wieder konsequent einen dreckigen Doom-Schleicher, der mit wabernden Sounds der Marke MINSK [übrigens auch in „Mind Collapse, und da richtig prima] ausklingt.

Wer auf eine Mischung aus EYEHATEGOD, ELECTRIC WIZARD, YOB und ein bisschen traditionellem Doom sowie heftiger Sludge-Breitseite mit weitgehend bösartigem Krächz- und Kreischgesang steht, sollte COUGH mal antesten. Neues bietet das Quartett auf seiner zweiten, übrigens schick gestalteten Scheibe zwar nicht, aber dennoch ist „Ritual Abuse“ ansprechend gemacht und lässt sich größtenteils gut [im Hintergrund] hören, und gerade der Opener weiß in jeglicher Hinsicht zu punkten. Knappe 5 Punkte.

Trackliste:
01. Mind Collapse
02. A Year In Suffering
03. Crippled Wizard
04. Crooked Spine
05. Ritual Abuse
Spielzeit: 00:53:19

Line-Up:
David Cisco – Vocals, Guitar
Parker Chandler – Vocals, Bass
Joseph Arcaro – Drums
Brandon Marcey – Guitar
Alexander Eitner [soulsatzero]
15.10.2010 | 20:43
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