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Cover von Courageous -- Inertia
Band: Courageous Homepage  Metalnews nach 'Courageous' durchsuchenCourageous
Album:Inertia
Genre:Power Metal, Thrash Metal
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:17.11.04
CD kaufen:'Courageous - Inertia' bei amazon.de kaufen
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"Bringen Mut und Beharrlichkeit den Durchbruch???"

Eine alte Faustregel im Business besagt, das dritte Album entscheidet über den Durchbruch oder das Verschwinden in der Bedeutungslosigkeit. „Make it or break it“! Bei COURAGEOUS stellt sich aber die Frage, wann man mit dem Zählen anfängt. „Inertia“ ist zwar das dritte Album der Frankfurter, die ersten zwei waren aber Eigenproduktionen und somit ist die neue CD, welche bei Mausoleum erschienen ist, als offizielles Debüt zu zählen.
Die Zutaten des Sounds sind, ähnlich wie bei Haribo, eine bunte Mischung. Neben den offensichtlichen und unvermeidlichen NEVERMORE, KORN und MACHINE HEAD zählen auch die Oldschool-Götter von VICIOUS RUMORS und TESTAMENT zu den Einflüssen.

Hier sind wir auch schon beim größten Manko der Band. Zu oft springen einen die Inspirationsquellen direkt aus den Boxen an und schreien einem ein lautes „Ich bin’s“ ins Ohr. Zu selten schafft man es die Puzzleteile so geschickt zu verweben, dass es eigenständig klingt. Der Titelsong ist ein Beispiel dafür, dass sie es können. Die drei Hauptbestandteile des Songs kollidieren zwar mitunter miteinander, statt sich gefühlvoll aneinander zu schmiegen, aber die glänzenden Grundideen machen dieses Manko wieder wett. Der Song wartet mit einem der fettesten Riffs der Bandgeschichte auf, und im Mittelteil öffnet eine wunderschöne orientalische Melodie neue Welten. Außer Oli Lohmann gibt es wohl keinen anderen Gitarristen, der über ein NEVERMORE/MACHINE HEAD-Riff ein Malmsteen-Solo spielt.
Auch das schon live bewährte „Trapped“ (ein saugeiles Metalbrett) ist eine der besonderen Kompositionen der Band. Generell muss man sagen, dass die ersten vier Songs die besten der CD sind.
„Together As One“ ist für mich eine Art NeverRamses. Seattle trifft auf Ägypten. Bei „Fade Away“ kommen die modernen Elemente der Band am meisten zum tragen, und hier wurden die Übergänge zwischen den einzelnen Parts auch am geschicktesten verwoben.
Leider sind in den letzten acht Songs viele Lückenschließer und Langweiler zu finden, wie das belanglose „All These Years“ oder das, trotz des sehr geilen Refrains, schwache KORN-lastige „Invisible Enemy“.
Dagegen zeigt das Instrumental „In Doom“ ganz klar, wozu die Band fähig ist. Hier wird der Beweis angetreten, dass man sich weder technisch noch kreativ hinter Bands wie METAL CHURCH oder VICIOUS RUMORS zu verstecken bräuchte, könnte man seine Probleme beim Songwriting in den Griff bekommen.
Die letzten beiden Songs „Free Will“ und „Tear Off My Mask“ reißen dagegen wieder einiges raus.
Der Abschlusssong könnte sogar der überragende Song mit seiner subtilen Melodieführung und dem superfetten Riffing sein, wenn nicht diese bescheuerten elektronischen Blubbertöne wären. Verdammt, hätte man hier einfach nur den Bass pumpen lassen, wäre das die Bandhymne überhaupt geworden.

„Inertia“ ist eine sehr zwiespältige Angelegenheit für mich. Insgesamt halten sich über weite Strecken Schwächen und Stärken die Waage. Die Wechsel zwischen modernen und oldschooligen Sounds sind meiner Meinung nach aber oft zu abrupt. In Sachen Songwriting hat die Band auf jeden Fall noch eine Menge Entwicklungsarbeit zu leisten. Dass es sich aber lohnen kann daran zu werkeln, zeigen diverse hochqualitative Ansätze. Es gibt in Deutschland nicht viele Bands mit einer so breiten stilistischen Abdeckung und gleichzeitig diesen technischen Fähigkeiten und dem Gespür für Melodie und harten Riffs. Wenn man es jetzt noch schafft, seine Parts nicht immer bis in die Extreme auszureizen und man somit homogene Songstrukturen aufbauen kann, steht der internationale Markt offen.
Live hat man seine internationale Klasse oft schon bewiesen, jetzt müssen nur noch die Veröffentlichungen auf CD nachziehen.

Trackliste:
01.Inertia
02.Trapped
03.Fade Away
04.Together As One
05.Invisible Enemy
06.Tortured By Memories
07.In Doom
08.All These Years
09.The Puppeteer
10.But My Freedom
11.Free Will
12.Tear Off My Mask


Frank Zschäbitz [Azriel]
30.05.2005 | 23:38
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