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Cover von Cradle Of Filth -- Damnation And A Day
Band: Cradle Of Filth Homepage  Metalnews nach 'Cradle Of Filth' durchsuchenCradle Of Filth
Album:Damnation And A Day
Genre:Gothic
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:10.03.03
CD kaufen:'Cradle Of Filth - Damnation And A Day' bei amazon.de kaufen
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Cradle Of Filth? Sellout! Verrat! Major-Label? Sellout! Verrat! Fügung! – Alles Humbug! Die Insulaner haben sich immer Ihren Weg bereitet, und sind diesen durch die bis dato knapp 10 Jahre währende Bandgeschichte stetig gegangen, ohne auf die Unkenrufe derer zu hören, die sogar mit Corpsepaint und Nieten aufs Scheisshaus gehen.

Der neueste reguläre Longplayer kann nun also von Sony Music bezogen, was sicherlich verwundert und auf die oben angesprochene „Fügung“ bzw. „Verweichlichung“, um dem Mainstream zu entsprechen, aufmerksam werden lassen – doch dem zum Trotze liefert man anno 2003 wieder ein traditionelles Schmutzwiegen-Album ab: Der typisch-düstere Bombast, Blastbeat hier und da, ruhige Passagen, dann wieder ein undurchdringlicher Gitarrenwall, wunderbar beängstigende Melodien und dazu wie immer Dani’s unverwechselbar kläffender Kreischgesang – und gerade bei diesem Trademark besinnt man sich auf das letzte vollwertige Epos „Midian“ und lässt den kleinen Giftzwerg weniger in höheren Stimmlagen die Ohren traktieren.

Im direkten Vergleich zum Vorgänger kann man diesem allerdings nicht ganz das Wasser reichen. Zu ausgeklügelt waren die Melodien, zu catchy die gesamten Songs, die man an Halloween 2000 ablieferte. Auch die großartige Präsenz des extra eingeschifften Orchesters kann daran nichts ändern, wenngleich auch dieses die Songs großartig untermalt und ihnen noch ein zusätzliches Flair verleiht, das auf den vorangegangen Cradle-Scheiben mehr in den Instrumentals zu suchen war. An diesem Punkt gibt es dann auch wieder ein Manko, das mich mit schrägem Auge auf „Damnation And A Day“ blicken lässt; denn unter den insgesamt 17 Songs befinden sich inkl. Intro und Outro sage und schreibe 5(!) Instrumentals – natürlich düster-romantisch, bombastisch gehalten. Doch diese Interludes empfinde ich -wenngleich sie natürlich musikalisch nicht minderwertig sind- als lästig, denn im regelmäßigen Rhythmus wird man aus den Schädelschüttlern gerissen um nicht sehr emulgiert in den nächsten geworfen zu werden. Diese Tracks stehen nicht für ihre eigene Bedeutung des Pausierens, des Übergangs sondern sind für mein Empfinden einfach nur nervig.

So negativ das sich jetzt alles anhört, ist es jedoch bei weitem nicht. Dass „Midian“ schwer zu toppen sein würde, war klar - und, dass man den alten Fans nicht den Spirit solcher Alben wie „Dusk & Her Embrace“ oder „The Principle Of The Evil Made Flesh“ wiederbringen würde sicher genauso. Trotz allem aber ist „Damnation And A Day“ ein gutes Album geworden, das sich problemlos in die Reihe der restlichen „New Wave Of Cradle Of Filth Style“-Scheiben eingliedern lässt. Als absolute Highlights wären das wie eine abgedroschen Phrase klingende „Better Reign In Hell“, das mit einer massiven Gitarrenwand inkl. Doublebassgewitter sofort zum favorisierten Banger avancieren sollte, das vom Drumming her schon an True Black Metal erinnernde und mit old-Heavy-Riffs gespickte „Carrion“ oder die teils thrashende Single „Babalon A.D. (So Glad For The Madness). Unter den zwölf regulären Songs lassen sich nur schwer Schwachstellen ausmachen, aber die Songs fräsen sich nicht so sehr in die Hirnwindungen wie bei genannten Scheiben. Qualität wird bei den Engländern nach wie vor großgeschrieben und diese Tatsache lässt einem auch bei diesem Output mal wieder nicht enttäuschend hinterm Sofa kauern. Top-Sache! Schluss – aus – feddich!

Trackliste:
01. A Bruise Upon The Silent Moon
02. The Promise Of Fever
03. Hurt and Virtue
04. An Enemy Led The Tempest
05. Damned In Any Language (A Plague On Words)
06. Better To Reign In Hell
07. Serpent Tongue
08. Carrion
09. The Mordant Liquor Of Tears
10. Presents From The Poison-Hearted
11. Doberman Pharoah
12. Babalon A.D. (So Glad For The Madness)
13. A Scarlet Witch Lit The Season
14. Mannequin
15. Thank God For The Suffering
16. The Smoke Of Her Burning
17. End Of Daze


Markus Jakob [shilrak]
03.03.2003 | 21:00
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