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Album:Helioskron'
Genre:Black Metal
Label:Ketzer Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:25.10.13
CD kaufen:'Creature - Helioskron'' bei amazon.de kaufen
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"True German Black Metal"

Nachdem BELTEZ mich diesen Monate mit ihrem neuen Album „Tod: Part 1“ vollkommen überrascht haben, hätte ich mir nicht gedacht, dass ich mich nur wenige Tage später mit einem Promo beschäftigen werde, das mich zum einen ähnlich aus den Socken haut und zum anderen ähnlich unerwartet daherkommt. CREATURE heißen die Schwarzwurzler aus Deutschland, von denen ich bis lang noch nie etwas gehört habe. Schimpf und Schande über mich, denn immerhin veröffentlichen sich dieser Tage ihr bereits viertes Album. Dieses lautet auf den Namen „Helioskron‘“ [was in Verbindung mit dem Ikarus-Mythos zu sehen ist] und erscheint via Ketzer Records.

CREATURE sind mir gleich ungemein sympathisch, weil sie es tatsächlich schaffen, mit ihrem Intro „Nadir“ eine stimmungsvolle Atmosphäre aufzubauen und diese dann auch in das restliche Album hineinzutragen. Das ist kein sinnloses Gedudel und das sind keine zwei Minuten, die man einfach skippen möchte, sondern das ist durchdachtes Songwriting und ein intelligenter Start. Man beginnt nämlich langsam und von subtilen und unheimlichen Melodien getragen, die sich dann im zweiten Track „Aurora“ zunächst direkt fortsetzen und einem das Gefühl geben, man hätte es hier mit einer Avantgarde Black Metal Scheibe zu tun, die Shoegaze-Elemente einbaut. Doch weit gefehlt, denn CREATURE hauen in die Vollen und spielen die restliche Zeit auf ihrem Album Black Metal, der sich gewaschen hat. Gut, hier bekommt man kein reines Draufgeklopfe und kein totaler Minimalismus; vielmehr konzentriert man sich auf variationsreiche Songs mit unkitschigen Melodien, die zudem den Songs nicht ihre Aggression und ihre Wildheit stehlen, sondern vielmehr subtil wirken und den oder die HörerIn fesseln. Die absolute Perfektionierung dieser Herangehensweise findet man beim Song „Flammenhunger“, der einem sofort ins Ohr geht und dabei keine Sekunde anbiedernd oder prätentiös wirkt. Eine großartige Black Metal Hymne, die man fast zum Metal-Song des Jahres küren könnte! Aber auch die anderen Songs haben es sich und wissen zu überzeugen, auch wenn die Songs hin und wieder etwas zu lange ausgefallen sind. Positiv sind dafür die kleinen Intermezzos wie z.B. „AEon“, die einen zwar Luft holen lassen, aber einem dafür auf eine etwas pathetische Art und Weise die Botschaft der Platte nahebringen: „Tod den Schwachen, Reichtum den Starken!“ Was man davon hält, sei dahingestellt, aber irgendwie ist es erfrischend, diese Botschaft von CREATURE so direkt und ohne Metaphern ins Gesicht geschlagen zu bekommen. Durch die melodiöse Untermalung und die Erzählstimme, die diese Botschaft vorträgt, bekommt dieser musikalische Moment außerdem noch seine ganz eigene Unheimlichkeit. Auch die raue Produktion, die einem das Gefühl vermittelt, die Platte sei nicht im Jahre 2013 entstanden und aufgenommen worden, trägt zum Charme von „Helioskron‘“ ungemein bei.

Ich bin CREATURE sehr dankbar dafür, dass sie so eine schwarzmetallische Scheibe auf den Markt werfen, bei der es wirklich nur wenig zu beklagen gibt. Damit beweisen die Herren auch, dass im Untergrund noch sehr viele Talente schlummern, die einfach viel zu wenig beachtet werden. Volle sechs Punkte!

Trackliste:
01. Nadir [Intro]
02. Aurora
03. Genesis
04. AEon
05. Mein Labyrinth
06. Flammenhunger
07. Apotheose
08. Zwischenspiel
09. Zenit
Spielzeit: 00:51:28

Line-Up:
Thomas Mörstädt - Bass
Gregor Lasczok - Drums
Marco Praher - Gitarre
Sebastian Mörstädt - Gitarre
Alexander Barth - Gesang
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
22.11.2013 | 21:26
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