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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Crescent Shield -- The Stars Of Never Seen
Band: Crescent Shield Homepage Crescent Shield bei Facebook Metalnews nach 'Crescent Shield' durchsuchenCrescent Shield
Album:The Stars Of Never Seen
Genre:Power Metal, Progressive
Label:Cruz Del Sur Music
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:08.05.09
CD kaufen:'Crescent Shield - The Stars Of Never Seen' bei amazon.de kaufen
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"Zu viel gewollt."

Wie der Metalfan schon länger weiß, ist mit schnöden Power Metal heutzutage kein Blumentopf mehr zu gewinnen, weshalb derlei Formationen sich neuerdings das Attribut „progressiv“ unter den Nagel reißen und so versuchen, neues Terrain zu erschließen. Auch die Kalifornier CRESCENT SHIELD versuchen so ihr Glück und sicherten sich als Produzent gar die Legende Bill Metoyer.

Auf ihrem Zweitwerk „The Stars Of Never Seen“ präsentieren CRESCENT SHIELD nun eben progressiv angehauchten Power- bzw. Heavy Metal in der Schnittmenge ihrer Landsmänner von CAGE, ICED EARTH und NEVERMORE. Wie die Songs auf dem neuen Album zeigen, ist das Quartett dabei hauptsächlich bemüht, besagte Progressivität durch komplexes Riffing, unverzerrte Gitarrenausflüge, exotische Akkord-Verrenkungen und bedeutungsschwere Gesangslinien à la Warrel Dane zu erzeugen – im Grunde keine schlechte Idee. Allerdings wird beim Anhören von „The Stars Of Never Seen“ zunehmend deutlich, dass die Riffs gar nicht so komplex, die Ausflüge nicht so aufregend und die Akkord-Verrenkungen nicht so exotisch sind. Songs wie „Under Cover Of Shadows“ und „Tides Of Fire“ wirken mit dem Wechselspiel diverser Riffs und perlenden Clean-Gitarren auf das erste Hören zwar reichlich ausgearbeitet, kommen aber einfach nicht auf den Punkt. Gleiches gilt leider durch die Bank auch für den Rest des Materials. Ob ihrer unüberhörbaren technischen Fähigkeiten bekommt man auf „The Stars Of Never Seen“ den Eindruck, die Band reite ständig auf Riffs und Parts herum, die einfach nicht so bedeutungsvoll sind, wie sie erscheinen sollen - so erhalten die Songs unnötige Längen und driften gern in die Langeweile ab. Hinzu kommt, dass Sänger Michael Grant sich zwar offenbar am bereits erwähnten NEVERMORE-Fronter orientiert, jedoch nicht annährend an den Mann heran reicht und obendrein in jedem Song gleich klingt, was auf Dauer extrem anstrengend ist.

Leider macht „The Stars Of Never Seen” den Eindruck, als hätten sich CRESCENT SHIELD mit ihrem neuen Album leicht überhoben. Wer ausgearbeiteten, progressiven Power Metal sucht, sollte sich also nach wie vor auf die Genre-Könige NEVERMORE verlassen. Anspieltipps: „Under Cover Of Shadows“, „10000 Midnights Ago“, „The Bellman”.

Trackliste:
01. Under Cover Of Shadows
02. The Grand Horizon
03. Tides Of Fire
04. 10,000 Midnights Ago
05. Temple Of The Empty
06. My Anger
07. The Bellman
08. The Endurance
09. Lifespan
Spielzeit: 00:49:00

Line-Up:
Michael Grant - Vocals
Dan DeLucie - Guitar
Melanie Sisneros - Bass
Craig Anderson - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
13.05.2009 | 12:58
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