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"Von guter Absicht und schlechten Vorbildern"
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Second Assault
Blues / Bluesrock, Classic Rock, Hard Rock
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Second World
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"Melancholie aus Italien Teil Drei"
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"Mehr als würdig für die Leinwand!" | ||||||||||||||||||
| Wem das Debüt der Finnen noch in guter Erinnerung geblieben ist, der wird sicherlich schon mit großer Spannung den Nachfolger dazu erwartet haben. Über das Cover-Artwork des neusten Outputs lässt sich sicherlich diskutieren, vor allem wenn es um die Klärung des Begriffes “Kunst“, vor allem beim Vergleich mit dem von Kris Verwimp entworfenen Artwork für den Vorgänger geht. Da sich aber jeder, im wahrsten Sinne des Wortes, lieber sein eigenes Bild davon machen soll, wird sich nun dem Hauptthema gewidmet, der Musik. Und angefangen damit wird, indem zu erst mal die wesentlichsten Unterschiede zu „As The Path Unfolds…“ erwähnt werden. Auch wenn man sich seiner Linie treu geblieben ist und man noch den Einfluss von Truppen wie TURISAS, MOONSORROW, FINNTROLL, und sogar eine kleine Spur von NIGHTWISH (und damit ist nicht der Gesang gemeint) wahrnehmen kann, so ist die Musik doch hörbar gereift und hat einen gewaltigen Satz in Richtung Eigenständigkeit unternommen. Es geht vor allem nicht mehr so melodisch und verspielt, und somit auch, zumindest in diesem Fall, zugleich nicht mehr so wild und unstrukturiert zur Sache. Die größten und zugleich auch am positivsten prägenden Gemeinsamkeiten, bestehen nunmehr mit den russischen ARKONA, nicht zuletzt wegen des weiblichen Klargesangs, gerne auch gedoppelt, und dem dezenten, aber äußerst wirksamen und detailverliebten Einsatz bestimmter, dem Folk zugeschriebenen Instrumente, wie der akustischen Gitarre, Mundtrommel, Geige, Akkordeon und etwas, dass eine Harfe oder eine Zither sein könnte. Eine Liste mit allen verwendeten Instrumenten ließ sich nirgendwo finden, bei dieser Aufzählung dürfte es jedoch nur um einen unvollständigen, aber dennoch weitestgehend repräsentativen Auszug handeln. Die Stücke wirken viel ausgeglichener, gradliniger, berechenbarer und weitläufiger, und was den Einsatz der Instrumente eingeht, vor allem auch reduzierter, entzerrter, zielgerichteter und dadurch auch vor allem effizienter, was sich vor allem in der Atmosphäre des Albums niederschlägt. Man hat sich allen überflüssigen und erdrückenden Bombastes entladen und ein hinsichtlich dessen bescheideneres, aber dafür viel intensiveres Werk geschaffen. Das Gesamtbild wird meist begleitet von einer melancholisch stimmenden Schwere, wie man sie auf einem Doom Metal-Album selbst kaum beeindruckender und einnehmender hätte erzeugen können. Man hat hier ein absolut aufgehendes, musikalisches Gesamtkonzept geschaffen, dass einen schier überwältigt und dieser Band die Krone des Epic Metal aufsetzt, natürlich auf ihre Sparte bezogen. „The Writ Of Sword“ bietet einen perfekte Mischung aus unaufdringlich verzerrten Saiten-Klängen, harmonischen Akustik-Parts, frohlockenden Folk-Spielereien, teils aggressiver Melodieführung, begleitet von Growls und das alles mit der charakterisierenden, hier zur Höchstform getriebenen, alles veredelnden Epik. Es treffen hier viele verschiedene Einflüsse auf einmal zusammen, und umso größer scheint demnach auch die Herausforderung, diese gebührend miteinander zu vereinen. Nimmt man sich dies zu Herzen und strebt anhand genannter Faktoren einen Vergleich mit dem Debüt an, auf welchem es noch einiges zu beanstanden gab, so wird einem diese Leistung gleich viel bewusster und umso beachtlicher. Die Weite solch konstruierter Werke lässt sich nur dann wahrlich erschließen, wenn man sie komplett am Stück hört und nicht einzelne, kontext- und stimmungstentrissene Stücke bei Nichtgefallen, exemplarisch auf die Gesamtheit des Albums überträgt. Drum gebe ich in vollster Überzeugung den Ratschlag, sich das Album einfach zuzulegen und es vorbehaltlos auf sich einwirken zu lassen. Der Rest kommt dann von ganz alleine, nach gegebener Zeit. | ||||||||||||||||||
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Durchschnittliche Leserwertung: 7.0 / 7 Punkten
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Kommentar von: Schelle
Wertung: 7/7 | 12.05.2011 -- 19:11








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