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"Zurück in der Königsklasse"
Cover von Criminal -- Fear Itself
Band: Criminal Homepage Criminal bei Facebook Metalnews nach 'Criminal' durchsuchenCriminal
Album:Fear Itself
Genre:Death Metal, Groove Metal, Thrash Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:11.03.16
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"Unter dem Radar"

Rund 40 Prozent der weltweiten Bestände innehabend, stellt Kupfer das wichtigste Exportgut Chiles dar. Vielleicht auch eine Erklärung dafür, dass es CRIMINAL nach wie vor schwierig haben, ihren Genremix aus Thrash und Death außerhalb der Szene einer breiten Masse bekannt zu machen, wenn das goldbraune Weich- dem groovenden Schwermetall das Bruttoinlandsprodukt streitig macht. Seit ihrem von Kritikern wie Fans abgefeierten dritten Album „Cancer“ (2000) konnten sich die Südamerikaner für ihren Sound zwar die nötige Grundaufmerksamkeit verschaffen, der ganz große Wurf blieb dem Quartett bislang aber verwehrt. Eine halbe Dekade ließen sich die Mannen um Metal-Urgestein Anton Reisenegger Zeit, um mit „Fear Itself“ nun eine neue Platte zu veröffentlichen. Gelingt CRIMINAL nun endlich der Schritt aus dem Schatten?

Zu wünschen wäre es den Rumpel-Metallern allemal, denn der Latino-Vierer steht seit jeher für rhythmusbetonten Thrash, der irgendwo zwischen alten SEPULTURA und DEW-SCENTED hängt. Mit Reisenegger bedient zudem eine südamerikanische Legende Klampfe und Mikro, so trug der Frontmann mit deutschen Wurzeln maßgeblich zur Bildung der chilenischen Extrem-Szene bei. Qualitativ ist dem achten CRIMINAL-Output höchstens vorzuwerfen, ein wenig zu gleichförmig aus den Membranen zu poltern. Aber Songs wie die Mattenschüttler „The Needle And The Knife“ und "Animals To Gods" oder die Speed-Attacke „Summoning The Apocalypse“ deuten mehr als nur an, dass die Gruppe auch nach 20 Jahren im Metier ihr Handwerk versteht.

Eventuell geben sich CRIMINAL auch mit ihrer kleinen, aber feinen Fanbase zufrieden und streben gar nicht erst nach Höherem. Sonst hätten die vier Musiker womöglich ihren Sound zugunsten einer breiteren Hörerschaft variieren oder – Achtung, böses Wort – modernisieren müssen. „Fear Itself“ ist ein grundsolides Werk geworden, das Death-angehauchte Thrash-Freunde sofort glücklich stellen wird. Und das zweitwichtigste Exportgut aus der eigenen Heimat zu sein ist ja auch nicht gerade schlecht.

Trackliste:
01. Intro
02. Down Driven
03. False Flag Attack
04. Shock Doctrine
05. The Needle And Knife
06. Scream Of Consciousness
07. Summoning The Apocalypse
08. The One Who Speaks At Night
09. Animals To Gods
10. Deep In The Rot
11. Wasted Youth
12. Carne Molida
Spielzeit: 00:43:00

Line-Up:
Anton Reisenegger - Vocals, Guitar
Sergio Klein - Guitar
Zac O´Neil - Drums
Dan Biggin - Bass
Lorenz von König [LvK]
31.03.2016 | 17:39
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