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Cover von Cryptic Tales -- VII Dogmata Of Mercy [Re-Release]
Band: Cryptic Tales Homepage Cryptic Tales bei Facebook Metalnews nach 'Cryptic Tales' durchsuchenCryptic Tales
Album:VII Dogmata Of Mercy [Re-Release]
Genre:Black/Death Metal, Melodic Black Metal, Melodic Death Metal
Label:Crash Music
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:07.04.09
CD kaufen:'Cryptic Tales - VII Dogmata Of Mercy [Re-Release]' bei amazon.de kaufen
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"Polnische Black/Death-Attacke!"

Im Jahre 1991 erschien in Form eines Demos das erste Lebenszeichen der polnischen Truppe CRYPTIC TALES. Nur ein Jahr später sollte das erste Album namens „Anathema“ das Licht der Welt erblicken und bis 1996 folgen dann noch zwei weitere Scheiben. Dann verliert sich die Geschichte der [damals noch] Doom/Death Metaller und erst im Jahre 2008 tauchen sie wieder auf und hauen die Scheibe „VII Dogmata of Mercy” raus. Wiederum ein Jahr später, nämlich jetzt, erreicht mich die besagte CD, die in der Zwischenzeit von dem Label Crash Music wiederveröffentlicht wurde. Trotzdem halte ich hier nicht den eigentlichen Re-Release in der Hand, sondern die polnische Variante der CD, weil mir dieser Herr Piotr persönlich zugeschickt hat. Da ihr, liebe Leser, aber trotzdem wohl nur den Re-Release kaufen könnt, wird diese CD auch so gehandhabt.

Nach dieser langen Einleitung sollten wir uns um die Musik kümmern. Es dröhnt nämlich kein Doom/Death Metal aus meinen Boxen, sondern auf „VII Dogamata Of Mercy“ finden wir melodischen Black/Death Metal. Eine kleine Stiländerung also. CRYPTIC TALES spielen ihren melodischen Black/Death Metal ziemlich traditionalistisch, das heißt, man hört ziemlich viel Geprügel, welches immer mal wieder durch den Einsatz von Synthies aufgelockert wird. Ganz im Gegensatz aber zu manchen anderen Bands wird das Keyboard nicht übertrieben eingesetzt, sondern bleibt eher im Hintergrund. Die Drums und die zwei [!] Gitarren, die einen guten Sound ermöglichen, bleiben im Vordergrund. Leider hat man die guten Vocals von Herrn Piotr Kopko für meinen Geschmack etwas zu leise abgemischt. Generell kann man sich die Art der Musik etwas in Richtung OLD MAN’S CHILD vorstellen. Als ich die Scheibe zum ersten Mal eingelegt habe, erinnerte mich der Opener auch an die Phase von EMPEROR, in welcher sie „IX Equilibrium“ aufgenommen haben. Einige der Songs auf „VII Dogmata Of Mercy“ krachen richtig schön, anderen rauschen allerdings auch etwas an einem vorbei. Von der grauen Masse heben sich CRYPTIC TALES dann ab, wenn sie etwas experimentieren und sich nicht nur einfach durchprügeln. Gerade manche Anfangsriffs und Synthie-Spielereien haben mir sehr gut gefallen und auch etwas Atmosphäre kreiert. Ansonsten hätte „VII Dogmata Of Mercy“ etwas Abwechslung sicher nicht geschadet, denn einige der Songs klingen doch etwas arg ähnlich. Der Sound ist, wie schon gesagt, auch auf Grund der zwei Gitarren ziemlich gut geworden und auch an der Produktion gibt’s nichts zu meckern. Imagetechnisch bewegt sich die Band zwischen Horror, ein bisschen Blasphemie und einem gewissen „Castlevania“-Flair, wenn sich noch jemand an das Computerspiel erinnern kann. Die Texte sind dementsprechend auch ziemlich kryptisch geschrieben, können aber im stilvollen Booklet nachgelesen werden.

CRYPTIC TALES wollen mit „VII Dogamta Of Mercy“ auch außerhalb von Polen bekannt werden und das könnte ihnen durchaus gelingen. Klar, das Album ist noch kein Meilenstein, aber es ist solider Black/Death Metal, der aufgrund gewisser Spielereien noch etwas aufgewertet wird. Potential ist auf jeden Fall vorhanden und ich hoffe einfach, dass der Nachfolger noch etwas spannender wird.

Trackliste:
1. Purgatory
2. Towards Modern Darkness
3. Valley Of The Dolls II
4. Set The Unholy Icons Free
5. In Immortality
6. Like In The Darkest Stormy Nights
7. VII Dogma Of Mercy
Spielzeit: 00:59:21

Line-Up:
Piotr Kopko - Gitarre, Vocals
Jacek Fall - Gitarre
Mateusz Bernardyn - Bass
Bartlomiej Filipinski - Keyboards
Jaroslaw Maciuszek - Drums
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
30.07.2009 | 21:48
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