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Band: Cult Of Luna Homepage Cult Of Luna bei Facebook Metalnews nach 'Cult Of Luna' durchsuchenCult Of Luna
Album:Eternal Kingdom
Genre:Post Hardcore, Post Rock, Sludge
Label:Earache
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:13.06.08
CD kaufen:'Cult Of Luna - Eternal Kingdom' bei amazon.de kaufen
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"Streifzüge mit dem Eulenkönig"

Gut zwei Jahre nach dem überragenden und deutlich progressiv sowie vom Post Rock angehauchten „Somewhere Along The Highway” tauchen die Schweden CULT OF LUNA wieder aus der Versenkung auf. Im Gepäck haben sie ihre neue CD, das Konzeptalbum „Eternal Kingdom“.

Rein musikalisch besinnen sich die Jungs aus Umeå spürbar auf ihre Wurzeln zurück und klingen wieder deutlich härter und aggressiver als noch auf dem Vorgänger. Auch die progressiv-verträumten Versatzstücke wurden in den Hintergrund gerückt, wenn man von den geschickt eingestreuten und für kurze Verschnaufpausen sorgenden Überleitungen „The Lure“, „Österbotten“ und „Ugín“ absieht, die allesamt sehr ruhig und düster ausgefallen sind. Ansonsten herrscht oft die volle Wucht vor, sodass Erinnerungen an das Götteralbum „Salvation“ wach werden, wobei die Songs auf „Eternal Kingdom“ wesentlich kompakter und mehr auf den Punkt gespielt sind. Die einzige Ausnahme bildet das fast zwölfminütige „Ghost Trail“, in dem sich die Band erfreulicherweise viel Zeit lässt, um ganz langsam eine schier erdrückende Spannung aufzubauen, die sich schlussendlich in einem kathartischen Riffgewitter entlädt. Die ersten drei Lieder klingen wie aus einem Guss und sind schlichtweg mitreißend, während das nachfolgende Material ein klein wenig nachlässt, aber immer noch überzeugen kann, ehe sich CULT OF LUNA mit dem genialen „Curse“ und dem abschließenden „Following Betulas“ noch einmal von ihrer allerbesten Seite zeigen und sich Klas Rydberg dabei buchstäblich die Seele aus dem Leib schreit. In textlicher Hinsicht warten die acht Musiker zusätzlich mit einer spannenden Geschichte auf, da das Konzept auf den Aufzeichnungen mit dem Titel „Berättelser från det Eviga riket“ von Holger Nilsson beruht, der auch zum Albumtitel führte. Nilsson war Patient in einer psychiatrischen Anstalt, in deren Gebäuden sich heutzutage u.a. der Proberaum der Schweden befindet, sodass die verworrenen Erzählungen des Geisteskranken, der für den Mord an seiner Frau verurteilt wurde und der immer mehr einer bösartigen Traumwelt anheim fiel, in die Hände von CULT OF LUNA gelangten. Eine interessante und sehr düstere Geschichte, die sich äußerst stimmungsvoll in den fragmentarisch wirkenden Einzeltexten und dem exzellenten Cover niederschlägt, sodass sich ein stimmiges Ganzes ergibt.

„Eternal Kingdom“ kommt an die Vorgänger „Salvation“ und „Somewhere Along The Highway“ nicht ganz heran, da solche Hits wie beispielsweise „Waiting For You“, „Echoes“ oder „Dark City, Dead Man“ nicht übertroffen werden konnten, wobei dies sowieso nahezu unmöglich ist. Das neue Machwerk der Nordlichter ist nichtsdestotrotz ein ambitioniertes und überragendes Stück Musik geworden, das bewusst auf die musikalisch härteren Kapitel der Bandgeschichte zurückschaut, ohne jedoch einfach die Vorgänger kopieren zu wollen. Das interessante Konzept sorgt zudem für eine durch und durch eigenständige Veröffentlichung, sodass nun mit Spannung erwartet werden darf, wohin die musikalische Reise von CULT OF LUNA in Zukunft gehen wird.

Trackliste:
01. Owlwood
02. Eternal Kingdom
03. Ghost Trail
04. The Lure [Interlude]
05. Mire Deep
06. The Great Migration
07. Österbotten
08. Curse
09. Ugín
10. Following Betulas
Spielzeit: 01:01:00

Line-Up:
Klas Rydberg – Vocals
Erik Olofsson – Guitars
Johannes Persson – Guitars, Vocals
Fredrik Kihlberg – Guitars, Vocals
Andreas Johansson – Bass
Thomas Hedlund – Drums, Percussion
Anders Teglund – Sampler, Synthesizer
Magnus Lindberg – Sound Engineering, Percussion, Guitars
Alexander Eitner [soulsatzero]
07.07.2008 | 21:19
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