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Cover von Cynic -- Kindly Bent To Free Us
Band: Cynic Homepage Cynic bei Facebook Metalnews nach 'Cynic' durchsuchenCynic
Album:Kindly Bent To Free Us
Genre:Experimental, Progressive, Rock
Label:Season Of Mist
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:14.02.14
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"Geerdet"

„Kindly Bent To Free Us” markiert den bisher größten Wendepunkt in der Karriere CYNICs. Während die Wahl-Kalifornier mit dem ersten Werk nach der knapp 15-jährigen Album-Pause, „Traced In Air” von 2008, stilistisch an ihr Wunderdebüt „Focus” [1993] anknüpften, löste sich das Altbewährte, in diesem Fall sphärischer, progressiver Metal mit Clean/Vocoder/Growl-Wechselgesang, bereits mit der „Re-Traced”-EP von 2010 langsam in neue Klang-Dimensionen auf. Ein Jahr später dann noch ein Indiz der steten Weiterentwicklung mit „Carbon-Based Anatomy”, einem weiterem EP-Experiment und wie sich spätestens jetzt herausstellt: Der perfekte Übergang von alt zu neu.

Das Coverartwork namens „Atomic Blossom”, erneut aus dem Fundus des inzwischen verstorbenen Robert Venosa, könnte die Entwicklung der Band nicht besser visualieren: Der Baum des Lebens, dargestellt als Atompilz in erdigen Farben, inmitten dessen ist die Entität angedeutet, die bereits die Gemälde auf „Focus” und „Traced In Air” zierte. Will heißen: CYNIC haben den Weltraum verlassen und sind auf der Erde angekommen, ohne jedoch das zu ignorieren was sie sind, waren und immer sein werden. Der Opener „True Hallucination Speak” ist irgendwo typisch CYNIC, verschachtelte Drumparts von Reinert, die markanten Malone'schen Bassläufe, dazu entrückte, ungewöhnliche Gitarren-Parts und fragiler Gesang von Mastermind Masvidal [die Growls haben CYNIC bereits auf „Re-Traced” eingemottet und daran hat auch die neuerlich bestrittene DEATH-Reunion-Tour [Reinert und Masvidal waren Teil des „Human”-Line-Ups] nichts geändert]. Aber dennoch ist alles anders: Dieses eindeutig nicht irdische Element fehlt. Und das macht in puncto Atmosphäre so ziemlich alles aus. Natürlich kompensieren CYNIC das mit ihrer frisch erfolgten Erdung, aber das ist genau das, was den Zugang zu „Kindly Bent To Free Us” erschwert. Hat man ihn gefunden, muss man trotzdem fließig weiterkämpfen, denn trotz der für CYNIC-Verhältnisse epischen Spielzeit von knapp 42 Minuten sind die Songs wieder derart komprimiert und kompliziert [vorder- wie hintergründig], dass Wochen, Monate und vielleicht sogar Jahre nötig sind, um wirklich nachvollziehen zu können, was CYNIC hier fabriziert haben. Die Gefahr, das Werk vorschnell als langweilig oder gar banal abzutun, ist definitiv gegeben und das ist sehr schade. Es stimmt, manches klingt nach PORTAL, dem kurzlebigen, unmetallischem CYNIC-Nachfolger '94 bis '95, oder gar nach ÆON SPOKE, der sehr ruhigen Alterna-Spielweise von Reinert und Masvidal von ca. ‘99 bis kurz nach der CYNIC-Reformation, aber nichtsdestotrotz ist „Kindly Bent To Free Us” stellenweise ungewohnt hart und metallisch ausgefallen. Der Titeltrack, „Moon Heart Sun Head” und „Holy Fallout” [sicherlich thematisch auf das Artwork bezogen] gehören zum Besten, was CYNIC je veröffentlicht haben, während „Infinite Shapes” auch nach dem x-ten Durchlauf immer noch wie ein Fremdkörper wirkt, der den einzigartigen Fluss des Albums kurzzeitig etwas zum Erliegen bringt.

CYNIC machen hier einiges neu, aber definitiv nichts falsch. „Kindly Bent To Free” braucht viel Zeit und Aufmerksamkeit, gibt aber auch sehr, sehr viel zurück. Wie viel wird man wahrscheinlich tatsächlich erst in ein paar Jahren sehen. In diesem Fall darf man das vielleicht zögerliche Akzeptieren der Veränderung nicht als Ernüchterung oder gar Enttäuschung sehen, dafür haben CYNIC einfach immer noch zu viel zu sagen.

Trackliste:
01. True Hallucination Speak
02. The Lion's Roar
03. Kindly Bent To Free Us
04. Infinite Shapes
05. Moon Heart Sun Head
06. Gitanjali
07. Holy Fallout
08. Endlessly Bountiful
Spielzeit: 00:41:55

Line-Up:
Paul Masvidal – Vocals, Guitar, Keyboard
Sean Malone – Bass
Sean Reinert – Drums
Michael Siegl [nnnon]
08.02.2014 | 14:58
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