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Cover von Cynic -- Traced In Air
Band: Cynic Homepage Cynic bei Facebook Metalnews nach 'Cynic' durchsuchenCynic
Album:Traced In Air
Genre:Avantgarde, Death Metal, Progressive
Label:Season Of Mist
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:14.11.08
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"Traumhafte Sphärenmusik"

Reunions sind okay. In einem gewissen Rahmen. Schön ist es, wenn tote Bands einfach für einen Gig oder eine Tour auf der Bildfläche erscheinen und dann wieder brav zurück in die Gruft klettern. Ein Reunion-Album kann eigentlich nur schief gehen. Die immensen Erwartungen werden so gut wie nie erfüllt, was meistens auch eher psychologische als qualitative Gründe hat. Als ich vernommen habe, dass CYNIC ein neues Album machen und sich nicht nur auf die Live-Kiste beschränken, war ich trotzdem nicht besorgt. Denn obwohl ihr Debüt "Focus" [1993] für mich persönlich ein unglaublich wichtiges Album ist, wusste ich, dass CYNIC als eine von wenigen Bands in der Lage sind, einen würdigen Nachfolger für ihren überdimensionalen Klassiker zu präsentieren.

Schon nach der ersten Rotation von "Traced In Air" war mir klar, dass ich mich nicht getäuscht habe. CYNIC haben mein Vertrauen keineswegs missbraucht. Natürlich fällt es mir schwer, beide Alben auf eine Stufe zu stellen, da "Focus" einfach zu viele Jahre Vorsprung hat, aber ich ich denke, es wäre nicht übertrieben zu sagen, dass "Traced In Air" in wenigen Jahren für mich den gleichen Status wie "Focus" haben wird. Und so wird es sicherlich fast allen "Focus"-Jüngern ergehen. Einfach weil CYNIC es mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit schaffen, die nächste Stufe ihrer Evolution zu erklimmen, ohne die Vergangenheit auch nur eine Sekunde lang außer Acht zu lassen. Da "Focus" immer noch zeitlos ist, meint man die 15 Jahre Abstand außer im Soundbereich [Warren Riker, der u.a. schon DOWN und CATHEDRAL produziert hat, durfte zaubern] nicht hören zu können. Die Band aus Florida bzw. inzwischen in L.A. wahlbeheimatet, knüpft genau da an, wo ihr Debüt in die scheinbare Ewigkeit ausgeklungen ist. Immer noch wird der Band das Label "progressiver Death Metal" angehaftet, was allerdings nur an den gelegentlichen Growls liegt. Musikalisch ist die Band heute wie damals komplett schubladenfrei. Metal irgendwie schon als Oberbegriff, aber tiefer braucht man im Bezeichnungsdschungel nicht zu wühlen. CYNIC sind progressiv, originell, begnadet, traumhaft, sphärisch und spielen in ihrem ganz eigenen Universum. Man muss die Band schon selbst gehört haben, um sich ein Urteil bilden zu können, da einfache Worte die Faszination, die von dieser Band ausgeht, keineswegs einfangen können. Die nächste Gemeinsamkeit zu "Focus" ist die Spielzeit: Wieder sind es nur 35 Minuten geworden. Und das reicht auch, denn manche Bands würden aus dem Material, das CYNIC in einem Song verbraten, sicherlich ein ganzes Album stricken. Der Sound der Amis ist dermaßen komprimiert, dass die Kürze das Erfassen der Musik um einiges leichter macht. Einzelne Songs hervorzuheben macht hier keinen Sinn. Von den ersten Tönen des Intro-artigen "Nunc Fluens" bis zum Ausklingen des Quasi-Outros "Nunc Stans" ist "Traced In Air" komplett im ätherischen Fluss, den man nicht stören sollte. Köpfhörer sind übrigens Pflicht!

"Traced In Air" wird ein Klassiker und dem Ruf von CYNIC vollauf gerecht. Falls sich jemand Sorgen gemacht haben sollte: Weg damit! Dieses Album wird niemanden enttäuschen – auch die nicht, die "Focus" nur mit Ehrfurcht in den Player schieben. Damit hat sich übrigens auch die Frage nach dem Album des Jahres erledigt. Ich glaube nicht, dass dieses Jahr noch irgendeine andere Band mit dieser geballten Front an Musikalität konkurrieren kann.

Trackliste:
1. Nunc Fluens
2. The Space For This
3. Evolutionary Sleeper
4. Integral Birth
5. The Unknown Guest
6. Adam's Murmur
7. King Of Those Who Know
8. Nunc Stans
Spielzeit: 00:34:11

Line-Up:
Paul Masvidal – Clean Vocals, Guitar
Tymon Kruidenier – Growls, Guitar
Sean Malone – Bass
Sean Reinert – Drums, Keyboard
Michael Siegl [nnnon]
07.11.2008 | 21:54
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