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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: DC4 - Electric Ministry
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Cover von DC4 -- Electric Ministry
Band: DC4 Homepage DC4 bei Facebook Metalnews nach 'DC4' durchsuchenDC4
Album:Electric Ministry
Genre:Hard Rock, Heavy Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:29.07.11
CD kaufen:'DC4 - Electric Ministry' bei amazon.de kaufen
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"Elektrische Familienminister"

DC4 sind eine Band aus Los Angeles und spielen eine rechtschaffene Mixtur aus Hardrock und Heavy Metal. Das indes würde noch keinen Headbanger vom Laptop/Kanapee weglocken, hätte das Quartett nicht einerseits ex-DIO-Gitarrist Rowan Robertson und andererseits auch noch ARMORED SAINT-Saitenfex Jeff Duncan nebst seinen beiden Brüdern, Matt und Shawn Duncan, als Rhythmusgruppe in seinen Reihen.
„Electric Ministry“ ist zwar das DC4-Debüt für den Traditionsverein Metal Blade, aber bereits die dritte Full-Length nach „Volume One“ [von 2001] und „Explode“ [von 2007].

Nach einleitendem Stromgeknister macht der Titeltrack seinem Namen alle Ehre, denn hier dürfen die elektrischen Gitarren noch nach Herzenslust riffen, Verstärker noch röhren und lederbejackte Männer/Rocker noch schwitzen .
„XXX“ thematisiert wollüstig/breitbeinig rockend die Fleischeslust in den Zeiten des Internets und auch „Rock God“ handelt von echten Mannsbildern.
Doch was so ironisch klingt, ist musikalisch durchaus deftig, durchdacht und dreckig rockend und rollend irgendwo in der Schnittmenge aus krachendem Hardrock und klassischem Heavy Metal, der – naturgemäß – auch hin und wieder etwas an ARMORED SAINT zu „Symbol Of Salvation“-Zeiten erinnern mag, zumal Jeff Duncans Timbre durchaus Ähnlichkeit mit John Bush aufweist.
Meist gibt es das volle Brett mit satten Riffs und flott-eingängigen [Hard-]Rockern [„Glitter Girl“, „Sociopath“], „25 To Life“ behandelt das Leben auf der falschen Seite des Gesetzes, etwas larmoyanter [und leider auch deutlich bemühter] geht es dagegen bei „Broken Soul“ und v.a. dem abschließenden Versuch an einer OZZY OSBOURNE-Schnulze mit „Dirty Hands“ zu.
Generell scheint die Familie Duncan ausgesprochen musikalisch zu sein, denn auch Cousin Erin Duncan hat Background-Gesang zu der - ganz offensichtlich bewusst übertrieben - breitwandig-schmonzigen „The Ballad Of Rock And Roll“ beigesteuert, bei der übrigens auch ex-GUNS N' ROSES-Keyboarder Dizzy Reed mitgewirkt hat.

Produziert haben Metal Blade-Urgestein Bill Metoyer und Jeff Duncan höchstselbst, so dass man klanglich eigentlich nichts zu meckern hat.
Große Namen der Mitwirkenden hin und gute Ansätze her: Was - neben öfters aufgesetzt und gewollt wirkenden Refrains/Harmoniegesängen - bleibt, ist die wirklich anständige und handfeste Gitarrenarbeit auf "Electric Ministry" und damit letztlich genau das, was die Gebrüder Duncan erreichen wollten: ein ehrliches Hardrock- und Gitarrenalbum, vielleicht nicht mehr, aber auch nicht unbedingt weniger.

Trackliste:
01. Wrecktory
02. Electric Ministry
03. XXX
04. Rock God
05. 25 To Life
06. Broken Soul
07. People
08. The Ballad Of Rock And Roll
09. Glitter Girl
10. Sociopath
11. Dirty Hands
Spielzeit: 00:50:53

Line-Up:
Jeff Duncan - Lead Vocals, Guitars,
Rowan Robertson - Guitars
Matt Duncan - Bass
Shawn Duncan - Drums, Percussion
Dirk Konz [dkay]
02.08.2011 | 22:37
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