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Album:Yetzer Ha'Ra
Genre:Dark Metal, Melodic Black Metal, Melodic Death Metal
Label:Twilight
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:22.01.10
CD kaufen:'Dagor Dagorath - Yetzer Ha'Ra' bei amazon.de kaufen
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"Schwarzmetall aus dem gelobten Land"

Nachdem zuletzt v.a. Osteuropa mit diversen Bands unterschiedlicher metallischer Couleur auf den Plan getreten war, scheint der Nahe Osten nun nicht länger hintanstehen zu wollen: DAGOR DAGORATH stammen nämlich aus Israel, genauer gesagt aus der Stadt Afula, die laut Wikipedia allerdings „in der Bibel nicht erwähnt“ wird, was wiederum die musikalische Ausrichtung auf ihrem Full-Length-Erstling „Yetzer Ha'Ra“ [hebräisch soviel wie „bösartige Neigung“] erklären könnte, der via Twilight nun auch in Europa vertrieben wird.

Die erst kürzlich dank Sängerin und festem Drummer zum Quintett erstarkte Truppe bietet auf ihrem Debüt melodisch-symphonischen Black Metal, gemischt mit Dark und Melodic Death Metal-Elementen feil, einem Gebräu aus alten SAMAEL, CRADLE OF FILTH, DIMMU BORGIR, MOONSPELL und OLD MAN'S CHILD nicht unähnlich.
Tracks wie das überlange, infernalische Doppel „The Hell In Heaven“ und „Heaven In Hell“ [hier klingt Sänger Vorog nicht zum letzten Mal wie Fernando Ribeiro von MOONSPELL] oder „The Maze Of Madness“ erinnern an mehreren Ecken an obige Vorbilder, ordentlich verbrämt mit harmoniesüchtigen Keyboards, Gitarren, heftig blastenden Trommeln und der einen oder anderen orientalisch anmutenden Melodei. „The Devil On The Chain“ hätten Shagrath und Co. auch nicht besser ausspucken können, „Vicious Circle“ samt [für Israels Alltag auch heutzutage bedauerlicherweise nicht untypischer] Fliegeralarmsirene behandelt die Erfahrungen der Band während des Libanonkonflikts und kokettiert sogar kurz mit progressiven Strukturen und Techno-Elementen, lässt den Frontmann auch mal in der Landessprache fauchen, gerät aber trotz allen Bemühens deutlich zu langatmig.
Mit „The Call“ gelingt DAGOR DAGORATH erneut die Kreuzung aus MeloDeath, Dark Metal und symphonischem Black Metal, die aber erneut zu sehr ausgewalzt wird, was leider auch für den Rausschmeißer „Wind Cry“ gilt.

Versehen mit einem geschmackvoll-morbiden Artwork von SEPTIC FLESH-Seth und zwar differenziert-drückender Produktion, die aber insgesamt etwas zu steril wirkt, geben DAGOR DAGORATH auf „Yetzer Ha'Ra“ durchaus keinen schlechten Einstand. Nichtsdestotrotz wäre, wie so oft, auch hier bisweilen etwas weniger letztendlich mehr gewesen.

Trackliste:
01. The Hell In Heaven
02. The Devil On The Chain
03. Heaven In Hell
04. The Maze Of Madness
05. Vicious Circle
06. The Call
07. Wind Cry
Spielzeit: 00:49:36

Line-Up:
Vorog - Vocals, Lead & Rhythm Guitars
Getman Azach – Synth & Orchestra
Mizgir - Bass
Larion - Vocals
Molot - Drums
Dirk Konz [dkay]
13.04.2010 | 21:33
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