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Reviews von Dale Cooper Quartet & The Dictaphones
CD Review: Dale Cooper Quartet & The Dictaphones - Parole De Navarre [Re-Release]

Dale Cooper Quartet & The Dictaphones
Parole De Navarre [Re-Release]


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Cover von Dale Cooper Quartet & The Dictaphones -- Métamanoir
Band: Dale Cooper Quartet & The Dictaphones bei Facebook Metalnews nach 'Dale Cooper Quartet & The Dictaphones' durchsuchenDale Cooper Quartet & The Dictaphones
Album:Métamanoir
Genre:Ambient, Experimental
Label:Denovali Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:25.11.11
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"Lynchjustiz"

Das Quartett ist inzwischen ein Trio, dafür gibt es mehr Gäste in der Black Lodge als je zuvor – und die Artikel in den Songtiteln stimmen immer noch nicht. Die furchtbar findigen Franzosen vom DALE COOPER QUARTET & THE DICTAPHONES heben sich auf ihrem Zweitling „Métamanoir” noch deutlicher von den Mitternachtsjazzkonventionen, die ihnen Vorbilder wie BOHREN & DER CLUB OF GORE auf den Weg gegeben haben, ab als noch auf dem Debüt „Parole De Navarre” [2006]. Das gestaltet die Sache vielseitiger, spannender und ist noch schwerer zu verdauen. Auch machen DALE COOPER QUARTET & THE DICTAPHONES ihren Namen jetzt noch mehr Ehre, denn in „Métamanoir” mag vielleicht weniger „Twin Peaks” als im Vorgänger stecken, doch dafür gibt es definitiv mehr Lynch als je zuvor. Erstes Indiz: Das samtigblaue Cover.

Weniger Doomjazz in extremer Zeitlupe, dafür noch mehr Gesang, Drone, gar schüchternen Post Rock und ganz, ganz viel hypnotisches Zeug, das keine Schubladen mag. Natürlich kommt man auch an dem Vergleich mit THE KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLE nicht vorbei, aber trotz ähnlicher Grundkomponenten und Bausteinen ist die Songarchitektur bei beiden Bands eine völlig andere. Während die holländischen Kollegen trotz der neuen musikalischen Vielseitigkeit ihrer Noir-Atmosphäre treu bleiben, öffnen sich DALE COOPER QUARTET & THE DICTAPHONES allem Kruden, was ihnen in den Weg kommt. Wenn dabei Perlen wie das treibende, oszillierende „Mon Tragique Cartreuse” mit seinen über 12 Minuten Spielzeit entstehen, dann ist das schlichtweg wunderbar. Auch die verwehte, irgendwie weit weg erscheinende Erlösung zwischen Island und Asien von „La Terrible Palais” gibt fast nur Positives zu denken. Und das, obwohl die Musik alles andere als fröhlich oder optimistisch tönt. Wie schon beim letzten Album leiht wieder Zalie Bellacicco einigen Stücken ihre Stimme, doch erstmals finden auch männliche Stimmen ihren Platz in den Songs. Zuständig dafür: Ronan MacErlaine [ganz wunderbar in „Eux Exquis Acrostole”] und Gaëlle Kerrien, letzterer bekannt durch YANN TIERSEN. Und beide werten „Métamanoir” sehr deutlich auf.

DALE COOPER QUARTET & THE DICTAPHONES haben einen großen Schritt vollzogen – weniger qualitativ als stilistisch. Faszinierend war die Band schon immer, aber jetzt haben die Franzosen noch so viele Facetten hinzugewonnen. „Métamanoir” ist ein sehr hypnotisches, dichtes Album, dass eure komplette Aufmerksamkeit verlangt, im Gegenzug aber auch nicht mit Belohnung geizt.

Trackliste:
01. Une Petit Cellier
02. Eux Exquis Acrostole
03. Ma Insaisissable Abri
04. Sa Produigieux Hermitage
05. Le Implacable Gentilhommière
06. Elle Agréable Rendez-vouz De Chasse
07. Mon Tragique Cartreuse
08. La Terrible Palais
09. Il Melodieux Manoir
Spielzeit: 01:00:10

Line-Up:
Gaël Loison
Christophe Mevel
Yannick Martin
Michael Siegl [nnnon]
27.01.2012 | 23:54
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