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Band: Dark Forest bei Facebook Metalnews nach 'Dark Forest' durchsuchenDark Forest
Album: Dawn Of Infinity
Genre:Heavy Metal, NwobHM
Label:Cruz Del Sur Music
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:07.10.11
CD kaufen:'Dark Forest -  Dawn Of Infinity' bei amazon.de kaufen
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"Eddies wahre Erben"

Aus Dudley, England kommt mit DARK FOREST eine junge, aufstrebende Kapelle mit einem der besten NWOBHM-Alben der herrschenden NWOTHM-Ära via Cruz del Sur um die Ecke.

Wem ob dieser unsäglichen Abkürzungen nun schon die Augen schmerzen, der sollte sie einfach schließen, sich in glückselige, langhaarige Jugendtage zurückdenken, kurz die steife Nackenmuskulatur lockern und dann genau hinhören...
Nach ihrem selbstbetitelten Debüt [anno 2009 auf Eyes Like Snow erschienen] liefern DARK FOREST mit „Dawn Of Infinity“ nämlich bereits Gesellen- und Meisterstück in einem ab, denn kraftvoller, glaubwürdiger, erdiger, tradionsbewusster, ehrlicher und mit mehr Herzblut kann man derart klassischen Heavy Metal-/NWOBHM-Sound derzeit kaum spielen.
Klar, schon nach den ersten Takten, Riffs und Melodien [„Hourglass“] und erst recht mit Einsetzen von Will Lowry-Scotts Organ schreit eigentlich alles in wirklich jedem redlichen Metalhead nur noch ganz laut „IRON MAIDEN!“ und noch lauter „Bruce Dickinson!“.
Macht aber nichts, denn zum einen ist DARK FOREST mit „Dawn Of Infinity“ die aktuell einfach bessere IRON MAIDEN-Scheibe gelungen und zum anderen machen diese jungen Briten auch gar keinen Hehl aus ihrer Verehrung für ihre eisernen Landsjungfrauen: Angefangen vom schwer an „Aces High“ erinnernden Flugzeug-Cockpit-Album-Cover über den klassischen 80er-Metal-Look der Bandmitglieder bis zum charakteristischen, massiv MAIDEN-inspirierten Songwriting und der Melodieführung inklusive Steve Harris-Gedächtnis-Bassspiel [Paradebeispiel: „Seize The Day“].
Schietegal, denn trotz der offensichtlichen Parallelen ist das hier kein Rip-Off, sondern eine ehrfürchtige, ganz tiefe Verbeugung vor alternden Meistern ihres Fachs, die zwar schon längst in ihrer eigenen Liga spielen und darum auch in ihrer persönlichen Boeing auf Welttournee gehen können, aber nach den zahllosen Klassiker-Alben der Vergangenheit den Zenit ihres künstlerischen Schaffens eben auch längst überschritten zu haben scheinen und zwar noch zweifellos solide bis respektable, aber eben nicht mehr unbedingt meisterliche, Platten veröffentlichen, auf denen sie sich allenfalls noch selbst kopieren [sich das allerdings auch leisten können].
Aber nicht nur IRON MAIDEN haben offenbar bleibenden Eindruck im Songwriting von DARK FOREST hinterlassen, sondern eben auch dieser klassische NWOBHM-Sound bzw. tradionsbewusster/traditioneller Metal, wie ihn aktuell vielleicht noch die amerikanischen Kollegen von SLOUGH FEG ähnlich kunstvoll zelebrieren und propagieren.
Auch wenn die aktuell immer noch so angesagten - manchmal etwas Reißbrett-artig bzw. bemüht wirkenden - Retro-Metaller bzw. NWOTHM-Verfechter Marke WHITE WIZZARD, STEELWING oder HOLY GRAIL in eine ähnliche Kerbe schlagen mögen: was diesen Kapellen letzlich meist irgendwie fehlt, ist der feine Sinn für folkig-keltische Melodien [wie in dem grandiosen „Under The Greenwood Tree“], den DARK FOREST [ähnlich eben ihren Labelmates SLOUGH FEG] mit der Muttermilch bzw. dem ersten Ale aufgesogen zu haben scheinen, diese winzige Prise Old School-Metal à la CIRITH UNGOL, OMEN oder MANILLA ROAD und das gewisse Etwas, das aus Songs wie „Lightyears On“, „The Green Knight“ oder „Deadly Premonition“ nicht nur einfach klasse Metal-Tracks, sondern wahrscheinlich zukünftige Headbanger-Hymnen macht...
Begeisterung/Lobhudelei hin oder her: wer es ohne weiteres schafft, bis zum Rausschmeißer, „Deadly Premonition“, keinen wirklichen Ausfall im Tracklisting oder Bruch im Albumfluss produziert zu haben, sondern den Hörer/Rezensenten vielmehr dümmlich bis zufrieden grinsend, beseelt bangend, fäustereckend und mitrockend zurücklässt, der kann so falsch wohl nicht liegen...

Wer auf tadellos produzierten und geschmiedeten, klassischen, schwer IRON MAIDEN-lastigen Heavy Metal-Sound der alten NWOBHM-Schule abfährt, der wird ganz zweifellos auch auf DARK FOREST können bzw. an deren Zweitwerk „Dawn Of Infinity“ lange bzw. - noch viel wahrscheinlicher - immer wieder seine helle Freude haben.
Zwingender Anspieltipp: „Black Delta“!

Trackliste:
01. Hourglass
02. Lightyears On
03. The Green Knight
04. Seize The Day
05. The Tor
06. Through A Glass Darkly
07. The Stars My Destination
08. Under The Greenwood Tree
09. Black Delta
10. Deadly Premonition
Spielzeit: 00:52:28

Line-Up:
Adam Sidaway - Drums
Jim Lees - Guitars
Christian Horton - Guitars
Paul Thompson - Bass
Will Lowry-Scott - Vocals







Dirk Konz [dkay]
12.10.2011 | 00:06
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