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Cover von Dark Fortress -- Ylem
Band: Dark Fortress Homepage Dark Fortress bei Facebook Metalnews nach 'Dark Fortress' durchsuchenDark Fortress
Album:Ylem
Genre:Melodic Black Metal
Label:Century Media
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:22.01.10
CD kaufen:'Dark Fortress - Ylem' bei amazon.de kaufen
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"Über Wurzeln und was man daraus kochen kann."

Die bayrischen DIMMU BORGIR sind zurück und haben ihr neues Meisterwerk „Ylem“ im Gepäck. DARK FORTRESS nähern sich jedoch nur namentlich ihren Genre-Vettern an, zaubern soliden Melodic Black Metal und beweisen, dass sich die 16 Jahre Musikerfahrung definitiv gelohnt haben. Mit ihrem nunmehr sechsten Album, „Ylem“, zeigen DARK FORTRESS ihre Kreativität, Verspieltheit, aber auch ihre aggressive Seite. Ein guter Mix zwischen Melodie und Wut.

Der Opener und Titeltrack „Ylem“ geht gleich mal so richtig in die Vollen. Schnelle Gitarrenparts, punktuelle, rasante Drums und ein mitreißender Rhythmus ziehen den Hörer sofort in ihren Bann. Die schwarzen Bayern machen kurzen Prozess und führen vorerst einen Rundumschlag aus, der alle Unwürdigen vertreibt und nur den harten Kern am Leben lässt. Doch DARK FORTRESS können auch anders, was sie schon im darauf folgenden Song „As The World Keels Over“ darlegen, welcher sehr getragen und intensiv klingt. Eine klagende, mystische Atmosphäre, die mehr von der klanglichen Stimmung lebt als von großen Geschwindigkeits-Exzessen. In manchen Minuten wird man auf „Ylem“ an OLD MAN‘S CHILD erinnert, teilweise jedoch auch an ENDs „III“, und man entdeckt oft Riffs, die so vertraut wirken, dass man sich direkt heimisch fühlt. Hier bekommt man einen angenehmen Mix aus stimmungsvollem Melodic Black Metal mit ausschweifenden Soli und schnellen, brutalen, teils auch rauen Black Metal Parts geboten. Jedoch überwiegen die ruhigen Momente auf „Ylem“, was es zu einem sehr umgänglichen Album macht, das man oft und zu vielen Gelegenheiten hören kann und doch so einigen Spaß dabei hat. Vor allem ist es kraftvoll und stampfend geworden. Elf Songs, welche vor Energie nur so strotzen und in SATYRICON-Manier alles platt walzen, was sich in den Weg stellt. Ausgereifte Drum-Lines mit harmonischen, differenzierten Rhythmen, im Wechsel zu knalligen Beats, diese dann übergehend in Double-Bass-Gewitter und kurze, stets knackige Blast-Beat-Abschweifungen. Zeitweise beschleicht einen gar das Gefühl, DARK FORTRESS hätten sich ein wenig im Heavy/Thrash-Metal-Sektor bereichert und derartige Clearvocals und Riffs in ihre Mitte genommen, um sie eindrucksvoll mit ihrem Schwarzmetall zu kreuzen. Besonders interessant ist diese Mischung bei „Wraith“ geworden, welcher ausschließlich von Clearvocals lebt und eine gelungene Mischung aus Heavy und Black Metal darstellt. Eine Art schwarzer Heavy Metal, der irgendwie an frühe METALLICA, aber auch an heutigen Melodic Black Metal erinnert. Der neue Weg von DARK FORTRESS? Wohl eher nicht, aber an Abwechslung und Ideenreichtum fehlt es auf „Ylem“ wahrlich nicht. Ein würdiges sechstes Album der deutschen Schwarzmetall-Garde.

„Ylem“ ist einfach gut geworden. Gut produziert, gut durchdacht mit viel Abwechslung und frischen Ideen. Dem Melodischen wurde nicht die Überhand gewährt und so findet man nur wenige Synthesizer-Teppiche, und wenn, sind sie der Harmonie und Stimmung des jeweiligen Songs sehr zuträglich. Melodic Black Metal mit vielen Spielereien und Multi-Genre-Anleihen, aber stets mit dem Auge auf die eigenen Wurzeln, eben die Urmaterie: „Ylem“. Eine saubere Sache.

Trackliste:
1. Ylem
2. As The World Keels Over
3. Osiris
4. Silence
5. Evenfall
6. Redivider
7. Satan Bled
8. Hirudineans
9. Nemesis
10. The Valley
11. Wraith
Spielzeit: 01:10:16

Line-Up:
Morean - Vocals
Asvargyr - Guitar
V. Santura - Guitar
Draug - Bass
Paymon - Keyboard
Seraph - Drums
Tobias Naumann [Necrologue]
15.01.2010 | 14:10
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