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Album:We Are The Void
Genre:Dark Metal, Melodic Death Metal
Label:Century Media
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:25.02.10
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"Das dunkle Album"

Wir schreiben das Jahr 2010 und ein weiteres Album der Melodic Death Metal-Veteranen DARK TRANQUILLITY steht ins Haus. Den Bass bedient mittlerweile Götheborgs beliebteste Aushilfe, Daniel Antonsson, der in der Vergangenheit bereits den Gitarrenposten bei SOILWORK und DIMENSION ZERO übernehmen musste/durfte. Auch das Artwork wurde diesmal ausnahmsweise nicht bandintern von Niklas Sundin [Cabin Fever Media] erldigt. Doch wie klingt „We Are The Void“ abseits der Fakten wirklich?

Mit dem via YouTube bekannten „Shadow In Our Blood” wurde ja bereits eine Marschrichtung vorgegeben und davon weicht auch das darauffolgende „Dream Oblivion“ nicht großartig ab. Trotzdem offenbart sich während dieser Nummer eine der größten Stärken der Schweden, nämlich das Songwriting selbst. Spielend wechseln sie hier zwischen schleppenden und groovenden Parts, ohne jemals unlogisch dabei vorzugehen - alles wirkt wie aus einem Guss. „The Fatalist” kann durch seinen eingängigen Refrain punkten, auch wenn das Hauptriff frappierend dem von „Terminus [Where Death Is Most Alive]“ vom Vorgängeralbum ähnelt. Cleaner Gesang ist auch wieder spärlich vorzufinden, wie etwa bei der Halb-Ballade „Her Silent Language“. Dort gibt Stanne ein weiteres Mal den dunklen Poeten [“Why do I see her, wearing nothing but the dark?“], eine Rolle die ihm ausgesprochen gut steht. Alles beim alten also? Nicht ganz, denn näher dem Black Metal als bei „Arkhangelsk“ sind DARK TRANQUILLITY wohl selten gekommen. Vielleicht liegt es ja am langen, öden Winter, aber die Platte ist oft eine ganze Ecke düsterer als üblich ausgefallen und das bei einer Band, die ja nicht gerade für seinen Optimismus bekannt ist! Extra erwähnt werden sollte wohl aber auch noch die Up-Tempo-Nummer „I Am The Void“, die es dank einer stampfenden Rhythmus-Gitarre im Refrain schafft, nichts an Energie zu verlieren – unbedingt live spielen bitte! Da sieht man auch gerne über die eine oder andere Genre-Krankheit hinweg, wie wenn man etwa das Strophen-Riff von „The Grandest Accusation“ schon gefühlte zehn Mal alleine von der Band selbst gehört zu haben glaubt

Die Mitbegründer des Melodic Death Metal-Genres bleiben sich wie erwartet treu und schaffen es aufs Neue ein Album abzuliefern, welches auf bekannten Pfaden wandelt und trotzdem nie trivial wirkt. Auch wenn das alles nicht mehr ganz so frisch klingt wie bei ihrem zweiten Frühling namens „Damage Done“, untermauern DARK TRANQUILLITY ein weiteres Mal die Vermutung, dass die Band zu gar keinem schlechten Album fähig ist. Vielleicht sogar nicht einmal zu einem durchschnittlichen…

Trackliste:
01. Shadow In Our Blood
02. Dream Oblivion
03. The Fatalist
04. In My Absence
05. The Grandest Accusation
06. At The Point Of Ignition
07. Her Silent Language
08. Arkhangelsk
09. I Am The Void
10. Surface The Infinite
11. Iridium
Spielzeit: 00:47:41

Line-Up:
Mikael Stanne - Voice
Niklas Sundin - Guitar
Martin Henriksson - Guitar
Anders Jivarp - Drums
Daniel Antonsson - Bass
Martin Brändström - Electronics
Amadeus Mader [Ammosarier]
24.02.2010 | 09:27
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